11.05.12

Gastartikel von content.de – Viele Blogger kennen das Problem, wenn die guten Ideen ausbleiben und streckenweise keine spannenden Themen weit und breit in Sicht sind. Ebenso häufig kann sich das Problem ergeben, dass man als Blogbetreiber nicht die nötige Zeit findet, um den kompletten Textbedarf eines erfolgreichen Blogs oder dessen Redaktionsplan eigenhändig bereitstellen zu können. Für viele Blogger bietet es sich deswegen an, den Service von Content-Anbietern im Web in Anspruch zu nehmen, um den Textbedarf bewältigen zu können.

Zwar kennen auch andere Webmaster oder Online-Shopbesitzer diese Herausforderungen. Für Blogger kommt beim Kauf von hochwertigem Content erschwerend hinzu, dass auch der Ton des Textes stimmen muss, bzw. dass sich der Artikel ordentlich in die Blogumgebung einfügen lässt. In einem Blog über Skateboards wird ein übermäßig seriöser Blogtext schnell Leserinnen und Leser vergraulen.

Die Schnittstelle, über die die Auftraggeber beim Contentkauf den größten Einfluss auf die Arbeit der Autoren ausüben können, ist das Autorenbriefing. Darin wird beschrieben, welche Informationen verarbeitet werden sollen und wie das Thema umzusetzen ist. Da es sich beim Briefing um die wichtigste Arbeitsgrundlage für die Autoren handelt, muss hier genau darauf geachtet werden, was gefordert wird.

Besonders die passende Tonalität ist ein häufig unterschätzter Faktor. Wie sollte ein Briefing gestaltet sein, damit das Endergebnis überzeugen kann und mit den Erwartungen des Auftraggebers übereinstimmt?

Erfolgsversprechende Briefings erstellen – so geht’s

Bevor ein erstes Briefing erstellt wird, muss ein grundlegender Schritt gemacht werden: Ermittle deinen Textbedarf.

Was möchtest du und für welchen Anlass? Wen möchtest du mit dem Text ansprechen? Daraufhin gilt es, sich für eine Auftragsart zu entscheiden – soll also ein Autor direkt angeschrieben werden oder soll der Auftrag allen Autoren der entsprechenden Qualitätsstufe zur Bearbeitung angeboten werden? Wurden diese Faktoren entschieden, stehen die Rahmenbedingungen fest und die Arbeit am Briefing kann beginnen.

Ein Autor erwartet neben einem sinnvoll strukturierten Briefing auch einen aussagekräftigen Auftragstitel. So ist es grundsätzlich wünschenswert, dass aus dem gewählten Titel direkt verdeutlicht wird, wohin der Beitrag führen soll. Ein Auftrag mit dem Titel „Blogbeitrag ohne Teaser zum KW“ stellt für Autoren kaum eine Verlockung dar – achte daher auf nachvollziehbare und motivierende Auftragstitel.

Denk daran, dass die Schreibtätigkeit der Autoren oft auch mit Recherchearbeiten verbunden ist. Erwartest du im Rahmen der Auftragsabwicklung umfangreiche Recherchen, sinkt oft die Attraktivität des Auftrags für die Autoren. Die Autoren werden schließlich nicht nach Stunden bezahlt, sondern für die Anzahl der zu Papier gebrachten Wörter.

Der Briefingtext sollte eine klare Struktur vorweisen. Abwechselnde Stichpunktaufzählungen und Textblöcke können schnell abschreckend wirken, während ein strukturiertes Briefing mit Überschriften es den Autoren deutlich vereinfacht, die Aufgabe zu erfassen. Viele formale Vorgaben, wie beispielsweise die Anzahl der Wörter oder ggf. die Keywords inkl. Keyworddichte, werden schon bei der Auftragserstellung abgefragt und müssen so im Briefingtext nicht aufgenommen werden.

Schwierig ist es nun, abzuwägen, wie viele Informationen der Autor braucht, um einen guten Blogbeitrag abzuliefern, und wie viele Informationen angegeben werden können, ohne den Autor dabei zu stark einzuengen. Da die Freelancer-Autoren bei Content-Agenturen keine Schreiblaien sind, ist man für gewöhnlich gut damit beraten, es dem Autor eher zu ermöglichen, seine Kreativität frei entfalten zu können. Vorgaben bezüglich der Anzahl von Absätzen, Überschriften etc. erweisen sich natürlich trotzdem als sehr hilfreich.

Content-Lieferung

Wie kann man die richtige Tonalität sicherstellen?

Gerade im Bezug auf die Tonalität eines Blogbeitrages gibt es einige Tipps und Kniffe, um sicherzustellen, dass der Autor die passende Ansprache wählt. Stelle zuerst heraus, welche Art von Text gefordert wird. Wichtig ist dabei vor allem, darzulegen, auf was für einer Zielseite der Artikel später eingebunden werden soll. Durch einen aussagekräftigen Auftragstitel und einen klar umrissenen thematischen Rahmen kann der Autor auch ableiten, an welche Zielgruppe sich der Artikel richtet. Es kann trotzdem nicht schaden, noch einmal deutlich zu machen, ob der Blogbeitrag bspw. Rentner oder Teenager ansprechen soll.

Es bietet sich an, nicht nur die Aspekte anzusprechen, die du im Beitrag sehen möchtest: Gib auch klare Vorgaben darüber an, was du dir nicht wünschst. Ist beispielsweise eine Leseransprache gar nicht erwünscht, weder per „Du“, noch per „Sie“? Sind längere Aufzählung störend für den Lesefluss, oder steht der Informationsgehalt für dich an erster Stelle? Eröffne dem Autor, was er vermeiden soll, und erspar dir so von vornherein lästige Nacharbeiten am Text.

Gerade wenn du mehrere Texte in Folge anfordern möchtest, kann es sich lohnen, selbst einen Probe- oder Mustertext zu erstellen. Zwar bedeutet dies zunächst einen ebenso großen Aufwand, wie wenn du den Artikel selbst schreiben würdest, aber spätestens ab dem zweiten Beitrag zahlt sich die investierte Zeit aus. Dies ist wohl die sicherste Variante, mit der du sicherstellen kannst, dass die Autoren die gewünschte Tonalität richtig einschätzen. Biete deinem Autor darüber hinaus stets Hilfe an, beispielsweise über das interne Nachrichtensystem, das bei den meisten Content-Agenturen angeboten wird, um die Kommunikation zu erleichtern.

Ein letzter Hinweis: Wurde das Briefing fertiggestellt, solltest du versuchen, dich in die Lage eines fremden Autors zu versetzen. Angenommen, du würdest deinen eigenen Blog nicht kennen und hättest das Briefing gerade nicht selbst verfasst, würdest du verstehen, was von dir verlangt wird? Dieser Hinweis wirkt trivial, aber wenn man diesen Rat bewusst befolgt, können sich auf diese Weise oftmals noch Schwächen im Briefingtext ergeben und ausmerzen lassen. Lass im Zweifel einen unbeteiligten Dritten das Briefing querlesen und auf seine Verständlichkeit beurteilen.

Hier das Wichtigste für ein gelungenes Blog-Briefing noch einmal in Stichpunkten:

  • ein aussagekräftiger Titel lockt mehr und vor allem motiviertere Autoren an
  • wer Standard-Textvorlagen als Arbeitsanweisung nutzt, der bekommt oft auch nur Standardtexte
  • ein gutes Briefing zeichnet sich durch eine sinnvolle, leserfreundliche Struktur aus
  • lass deinen Autor nicht ins Blaue schreiben, zwäng ihn aber auch nicht in ein schriftstellerisches Korsett
  • Wichtiges hervorheben: Fett oder Großbuchstaben nutzen!
  • klare und kurze Anweisungen eignen sich für Briefings besser als Schachtelsätze
  • auf was für einer Seite wird der Text eingesetzt, und wer wird ihn lesen?
  • verzichte auf zu viele Abk.!

3×15€ Guthaben bei Content.de gewinnen

Erst Mal danke an Jens Thomas von content.de für die Kooperation und den Gastartikel.

Vielleicht gibt es den ein oder anderen von euch, der das mal für seinen Blog ausprobieren möchte. Deswegen hat jeder von euch die Möglichkeit 15€ Guthaben für Textaufträge zu gewinnen. Insgesamt werden 3×15€ verlost.

Alles was ihr tun müsst ist in den Kommentaren zu schreiben, was ihr davon haltet für den eigenen Blog auch mal Artikel von extern zu beauftragen. Sei es Gastartikel, Co-Blogger oder eben das Bestellen der Inhalte bei Textbörsen, Textern oder Agenturen. Was habt ihr für Erfahrungen mit Textbörsen und ist es als Blogger legitim solche Dienste in Anspruch zu nehmen, wenn man selbst gerade wenig Zeit oder Inspiration hat oder aus wirtschaftlichen Gründen einfach mehr Artikel publizieren will?

Schreibt mir bis zum 20.Mai ein Kommentar. Einzeiler oder Spam zum Zwecke des Gewinnes werden kommentarlos ignoriert. Ausgelost wird am Montag den 21.5. via random.org

Das Teilen des Artikels wird gerne zur Kenntnis genommen, ändert aber nichts an den Gewinnchancen 😉

Über den Autor Ralf Bohnert

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10 Kommentare für “Geliefert, wie bestellt: Briefings für Blogbeiträge treffend formulieren”

  1. An sich sind solche Plattformen in Ordnung und auch ich schaue gelegentlich mal für kleinere Aufträge vorbei. Mich stört dabei allerdings, dass der Texter häufig nur schwer an wirklich lukrative Angebote kommt und die Briefings teilweise so streng und viel Aufwand erfordern, dass sich eine Auftragsannahme kaum lohnt. Für einen Apfel und ein Ei arbeite ich nicht und ist mir auch die Zeit zu schade. Qualität kostet und hat seinen Preis und da ist der direkte Draht zum Kunden sicherlich vorteilhafter. Ich spreche da aus Sicht meiner Textagentur, meinen Erfahrungen und meiner eigenen Arbeitsweise.

    Einfache und schnelle Briefings wie reine Newszusammenfassungen sind für ein geringes Budget sicherlich nicht verkehrt, aber für hoch professionelle Texte, sind viele leider auf den Plattformen nicht bereit auch entsprechend zu zahlen.

  2. Ich habe auch schon für solche Plattformen geschrieben. Und manchmal ist es echt lächerlich, wie die Leute da Aufträge definieren. Entweder weiss man nicht, was man machen muss oder man ist so eingeschränkt (z.B. 15 Keywords auf 200 Wörter), dass man nur noch quatsch schreiben muss.

    Auf der anderen Seite, gebe ich auch selbst oft Aufträge an solche Seiten und komme mir fast schon bescheuert vor, wenn ich mir da die Mühe mache, dem Texter zu helfen…

    Aber die beste Aussage ist sicher diese: „wer Standard-Textvorlagen als Arbeitsanweisung nutzt, der bekommt oft auch nur Standardtexte“

    Content.de würde ich natürlich gern mal testen 🙂

  3. Ich finde solche Dienstleister auch ganz praktisch. Immerhin kann man so auch mal an Themen gelangen, die man selbst so nie behandeln würde oder eben auch andere Gedankengänge. Dennoch ist Qualität natürlich das A&O. Das kostet natürlich mehr als wenn ich irgendwelche ‚Texter‘ engagiere, die billig sind aber keine Ahnung von Rechtschreibung und Interpunktion haben.

    Achso, ich würde content.de durchaus mal ausprobieren wollen – den Anbieter hatte ich bisher nämlich nicht auf der Platte. 😉

  4. Spätestens, wenn das Formulieren des Briefings länger dauert wie das Schreiben des eigentlichen Artikels, sollte man anfangen sich über die Effizienz Gedanken zu machen 😉 Ist aber kein Problem der Plattform „content.de“, sondern eher das „Problem“ des Auftraggebers eine vernünftige Balance zu finden.

  5. Ich bevorzuge meistens feste Autoren, die brauchen dann meistens nur einmal so ein umfassendes Briefing. Aber bei content.de und Co kann man auch Teams bilden …

  6. Natürlich ist es legitim solche Dienste in Anspruch zu nehmen. Letztlich kommt es immer auf den inhaltlichen Mehrwert eines Artikels an und nicht dass er aus der Feder des Autors XY stammt. In pucto Textbörsen kenne ich beide Seiten. Ich habe jahrelang für fremde Auftraggeber Texte verfasst, aber auch schon selber Texte gekauft. Allen Auftraggebern kann ich nur dringend empfehlen wirklich ganz konkrete Vorgaben zu machen. Die meisten lassen zu vieles offen und wundern sich dann später wenn ein Artikel nicht ihren Vorstellungen entspricht. Für den eigenen Blog würde ich nur Texter engagieren, die von der Textbörse die höchste oder zweithöchste Qualitätseinstufung gefunden haben. Diese liefern wirklich brauchbare Artikel. Für einfache Texte, bspw. für Artikelverzeichnisse, kann ich Textbörsen durchweg empfehlen, da bekommt man ausreichende Qualität zum kleinen Preis.

  7. Grundsätzlich ist es sicherlich praktisch solche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, aber ich muss FlexFoxxx da schon recht geben. Wenn man schon ein Briefing schreiben muss, dann kann man doch eigentlich fast schon selbst den Artikel schreiben. Ich finde aber leider, dass auch die Qualität solcher Texte zu wünschen übrig lässt und nur selten wirklich zum Blog passt.

  8. Ob in einen Blog nun Gastautoren, Co-Autoren oder Artikel von Content-Agenturen und Textern passen, hängt natürlich sehr stark vom Projekt ab. Bei einem sehr persönlichen Blog macht es keinen Sinn, bei einem Themenblog dagegen schon.

    Ich greife immer wieder mal auf Texte von freien Textern und Content-Plattformen zurück und habe selbst erst lernen müssen, dass ein gutes Briefen ganz maßgeblich die Qualität des gelieferten Textes beeinflusst.

    Tipp: Man kann den Textern auch Links zu Beispielartikel oder zu Hintergrundinfos liefern und dadurch besser den Inhalt steuern.

    Zu Sarah: Man muß das Briefing ja nicht immer komplett neuschreiben. Ich arbeite mit Vorlagen. Die allgemeinen Infos und Vorgaben bleiben ja pro Projekt immer gleich und so muss man nur den Absatz im Briefing überarbeiten, in dem es um den Inhalt / das gewünsche Thema geht.

    Zur Qualität: Wer schlecht bezahlt bekommt auch schlechte Texte. So einfach ist das. Also einfach eine recht hohe Qualitätsstufe wählen, dann sind die gelieferten Texte auch gut.

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