08.02.12

Ich habe vor einiger Zeit schon Mal über das CMS fokus berichtet. Nun gibt es interessante Neuigkeiten, denn am 02. Mai erscheint das bisher rein kostenpflichte CMS fokus in der „OPEN“-Variante und ist damit kostenfrei erhältlich. Deshalb hier vorab ein paar Infos dazu.

Was ist diese „OPEN“-Variante?

Die „fokus Suites 2012 – OPEN“ ist eine kostenfreie Lizenzvariante des noch recht jungen CMS fokus. Sie darf prinzipiell unbegrenzt oft eingesetzt werden, lediglich die kommerzielle Verwendung ist untersagt. Somit scheiden z.B. Unternehmenswebseiten und Shop-Systeme aus. Als Ausnahme hingegen sind Blogs und Websites, die mit Bannerwerbung, AdSense oder Affiliate-Programmen Geld verdienen, ausdrücklich erlaubt. Bedeutet also, das ein Kritikpunkt der bisher erhältlichen Lizenzen wegfällt – nämlich das man generell bezahlen muss und sich das als Blogger eher nicht lohnt. Für Unternehmen ist die OPEN daher nichtvorgesehen. Heißt also auf den Punkt gebracht: private Nutzung generell erlaubt – bei kommerziellen Projekten sind ausschließlich Blogs und Affiliate-Projekte erlaubt – Unternehmens-Website und Shops eben nicht.

Finde ich eine faire Lösung!

Neue Features in den 2012er-Versionen des CMS fokus

Im Vergleich zu den 2011er-Suites hat sich unter und über der Haube einiges getan. Folgend daher eine kurze Übersicht, welche neuen Features 2012 zu erwarten sind.

Neue CMS-Oberfläche
Das Navigationskonzept sowie das Erscheinungsbild im Allgemeinen wurde laut den Männern hinter fokus angepasst. Die obere Navigationsleiste fasst nun alle Bereiche des CMS; die untere Navigationsleiste ist komplett entfallen. An deren Stelle werden nun nur noch die „abgelegten“ Fenster angezeigt (Prinzip ähnlich wie bei einem Betriebssystem). Praktisch ist, dass man nun in den Strukturelementen (=“Seiten“ der Website) eine Vorschau auf die Dokumente (=“Inhalte“) bekommt.

Website-Direktbearbeitung
Mit Hilfe der Direktbearbeitung kann man auf der Website direkt Texte ändern. Texte können gespeichert, freigegeben oder zur Freigabe vorgelegt werden. Welche Funktionen hier zur Verfügung stehen, hängt von den Rechten des Benutzers ab. Dabei kann der Benutzer ausschließlich Texte ändern, auf die er Rechte besitzt (schließlich kann ein Dokument z.B. gerade von einem anderen Benutzer in Bearbeitung sein oder das Dokument gehört nicht zu seinem „Zuständigkeitsbereich“).

Kategorien
Die Verwaltung der Kategorien findet nun in einer Baumstruktur statt. Man kann nun also beliebig tief verschachtelte Kategorienbäume anlegen und so logische Strukturen schaffen (wenn benötigt ;-)). Das ist für umfangreiche Websites, aber auch für große Blogs sehr hilfreich.

Dokumentenklassen-Verwaltung
Dokumentenklassen sind fokus-Dokumente, die feste Platzhalter haben. So kann ein Blogartikel z.B. auf den Platzhaltern „Titel“, „Anrisstext“ und „Artikeltext“ bestehen. Dokumentenklassen können Websitebereichen zugeordnet werden, damit z.B. die Blogartikel automatisch in den richtigen Kategorien/Seiten landen. In der neuen Dokumentenklassen-Verwaltung kann man entscheiden, welche Dokumentenklassen eine eigene Dokumenten-Übersicht erhalten. Hier kann auch festgelegt werden, welche Inhalte aus der Dokumentenklasse angezeigt werden sollen und wie breit die entsprechenden Spalten sind. Volle Freiheit also, ohne am Quellcode rumzubasteln 😛

Relations-Inhaltselement
Mit dem neuen Relationselement kann in einem Dokument andere Dokumente verknüpfen. Hiermit könnte man z.B. in einem Artikel verwandte Artikel verknüpfen, und  diese als Linkliste oder auch direkt mit Textauszügen anzeigen lassen. Wird wohl ähnlich der allseits bekannten „Related Posts“ sein und sorgt für Mehrwert zum Thema und eine gute interne Verlinkung, was aus SEO-Sicht ja auch nicht unwichtig ist.

Fazit und Anmeldung

Ich fand das Konzept des CMS schon von Anfang an ziemlich gut und die Umsetzung beeindruckend. Ich durfte auch anfangs schon reinschnuppern und war begeistert. Klar, man muss das System erst kennenlernen bevor man es wirklich effektiv nutzt, aber wo ist das anders? 😉
Für mich kam es nie in Frage da ich für meinen Blog oder meine Projekte a) mit WordPress voll zufrieden bin und b) deshalb kein kostenpflichtiges CMS nutzen wollte. Mit der OPEN sieht das nun evtl. anders aus und ich werde sicher mal ein Testprojekt umsetzen um einfach zu sehen, wie ich zurecht kommen würde. Evtl. dokumentier ich das Ganze und werde es in einer Artikelserie niederschreiben, damit ihr euch ein praxisorientiertes Bild davon machen könnt. Apropos Bild machen 😀 Hier noch ein Video, wo ihr euch schon Mal einiges angucken könnt:

Und hier gehts es zur Anmeldung zur Beta-Version. Die finale Version erscheint wie oben erwähnt am 2.Mai

Über den Autor Ralf Bohnert

Servus. Hat dir der Artikel gefallen? Freue mich über Kommentare oder wenn ihr die Artikel mit anderen teilt! Und denkt an den Feed ;-)

8 Kommentare für “Das cms fokus wird OPEN”

  1. Was kann das System, was WordPress nicht kann? Ich hab im letzten Jahrzehnt so manches CMS kommen und gehen sehen – ein gravierender Vorteil von WP für mich ist, dass es all das überdauert hat. So etwas gibt Planungssicherheit – Systemwechsel sind oft gruselig.

  2. Guten Morgen Frank,
    generell finde ich schön, dass du den Vergleich zu WordPress heranziehst. Denn WP ist auf Grund seiner Einfachheit eines der Systeme, die wir uns bei der Entwicklung von fokus als Vorbild genommen haben.

    Dennoch ist WordPress ein System, welches zumindest als reine Blogging-Software entstanden ist – und das merkt man unserer Meinung nach auch heute noch beim Umsetzen komplexerer Webseiten.

    Es fehlen beispielsweise Ansätze für komplexe Datenstrukturen, weitergehende Rollen- und Freigaberechte, Formular-Generatoren, Struktur-Management, …

    Logisch, vieles davon kann man per Plugin nachrüsten. Wir sind dennoch der Meinung, dass Plugins oder Extensions nur in exotischen Fällen notwendig sind, da die Bedienbarkeit und Geschwindigkeit nicht so hoch sein kann, wie bei nativen Implementierungen.

    Bitte nicht falsch verstehen, wir möchten WordPress in keinster Weise schlecht machen. Schließlich handelt es sich, wie du bereits sagtest, um ein extrem etabliertes System. Und auch deine Argumente bezüglich Planungssicherheit lassen sich gut nachvollziehen.

    Aber ich denke, bis jetzt hat es noch niemand, der sich das System einmal angeschaut hat, bereut 😉

    Viele liebe Grüße,
    Torben

  3. Danke für deine Ausführungen. Habe mich gleich mal als Betatester angemeldet. Ich verfolge die Entwicklung von fokus schon länger und bin gespannt auf die open Version.

  4. Sieht find ich auch äußert interessant aus, und ist als WordPress Alternative in Erwägung zu ziehen!! Bisher führe ich hauptsächlich Blogs und daher bleib ich erstmal bei WordPress, aber ansehen werde ich es mir auf jedenfall! 😉

  5. Interessantes CMS. Benutze zurzeit auch WP und sehe im Moment keine Bedarf zu wechseln. Wie Frank schon erwähnt hat, erscheinen und verschwinden solche System ständig. Mal sehen ob sich Dieses wirklich etablieren kann!

    Viele Grüße

  6. Hi,
    ich hab mich auch vor Kurzem mal als Betatester angemeldet, da ich auf der einen Seite super skeptisch bin, was das System angeht, auf der anderen Seite aber gerade deshalb auch richtig neugierig.

    Eine wirkliche Kritik kann man schließlich immer nur dann abgeben, wenn man das Produkt getestet hat. Da freu ich mich dann schon drauf. 🙂

  7. Habe nun doch noch mal ein wenig bei dir im Archiv gestöbert und mich direkt zur Beta angemeldet. Ich werde mir das CMS auch mal anschauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.