18.05.11

Vor ein paar Tagen habe ich mich für die Unterstützung für mein neues Projekt bedankt. Unter anderem auch bei Michael Firnkes von den Blogprofis, mit dem ich nun kooperiere. Nachdem er mich interviewte, ist nun er an der Reihe 😉 Viel Spaß.

Hallo Michael. Vorab vielen Dank für deine Zeit. Stell dich doch bitte kurz vor, damit sich auch die ein Bild machen können, die dich noch nicht kennen.

Ich bin Autor und Blogger, letzteres seit vergangenem Jahr „hauptberuflich“. Manche aus der Blogszene kennen mich vielleicht aus dem noch relativ jungen Projekt blogprofis.de. Seit etwa sechs Jahren betreibe ich (damals noch als reines Hobby neben meinem Beruf) verschiedene Blogs, etwa aus den Bereichen Existenzgründung oder Finanzen.

Du betreibst insgesamt 6 Projekte wenn ich das richtig sehe. Stell uns doch deine Projekte vor. In welchen Themenbereichen bist du tätig? Auf was darf man sich freuen?

Oh, darf ich so viele Links publizieren? 🙂 Es sind glaube ich fast 16 mittlerweile, wobei ich nicht alle wirklich aktiv pflege. Um davon „leben“ zu können muss man das Ganze ein wenig streuen, auch um das Risiko zu minimieren. Die wichtigsten Projekte sind neben den blogprofis etwa das Existenzgründerportal www.meinstartup.com, sowie ein paar Finanzblogs.

Freuen darf man sich auf mein neues Projekt www.tierfreizeit.de

16 Blogs sind eine Menge. Du bloggst hauptberuflich, hast du auch Hilfe oder betreibst du die Projekte allein?

Die meisten Projekte betreue und schreibe ich alleine, insbesondere die mir am Herzen liegen. Bei anderen lasse ich schon auch einmal schreiben, etwa über Content-Netzwerke.
SEO, einzelne Grafik/Design-Komponenten etc. lagere ich teils aus.

Was denkst du sind die wichtigsten Faktoren, wenn man einen neuen Blog startet und Erfolg haben möchte? Wie sind die Verdienstchance beim Bloggen?

Oh darüber gäbe es sehr viel zu schreiben.. Einige Tipps hierzu geben ich etwa bei den blogprofis.. Die Verdienstchancen hängen sehr vom gewählten Thema ab. Oder man betreibt eben viele unterschiedliche Blogs.
Der wichtigste Ratschlag: Nur mit einem Thema bei dem man wirklich Spaß hat zu schreiben und sich auch fundiert auskennt wird man auf Dauer erfolgreich sein, alles andere macht irgendwann keine Freude mehr, und das merkt der Leser.Also einfach nur das „bestbezahlte“ Keyword aussuchen und darüber schreiben wird nichts bringen.

Du setzt bei deinen Projekten das Genesis Framework ein und scheinst begeistert zu sein. Was sind die Hauptgründe für die Nutzung?

Ganz einfach: Früher brauchte ich schon einmal bis zu mehrere Wochen um einen Blog so richtig komplett mit Design und allem einzurichten, heute im besten Fall zwei bis drei Tage, wobei das reine Einrichten von Genesis in wenigen Stunden erledigt ist.
Ohne Schleichwerbung machen zu wollen: Es ist unglaublich effizient, sieht gut aus, und das zu einem unschlagbaren Preis inklusive Support.

Gibt es auch negative Punkte bei Genesis, die man bedenken sollte?

Wenn man einen wirklich „eigenen“ Blog haben will so lohnt es sich schon, an der einen oder anderen Stelle mit Plugins oder kleineren Umprogrammierungen selbst Hand anzulegen. Aber das ist bei allen WordPress Themes so, bei den kostenlosen natürlich noch viel mehr, selbst wenn es da auch gute gibt.

Bei deinem Blog blogprofis.de ist der Slogan „das Magazin für professionelles Bloggen“. Wo ist denn die Grenze? Ab wann ist ein Blog „professionell“?

Die Frage stelle ich mir eigentlich erst jetzt allmählich. Ich wollte meine eigene Existenzgründung als Blogger quasi mit einem Blog begleiten, um zu beweisen, dass man auch hierzulande als Blogger mittlerweile „leben“ kann. So entstand die Idee. Das professionell bezieht sich in diesem Fall also eher auf alle Blogger, die unter anderem (!) ein kommerzielles Interesse an ihrem Blog haben, also damit auch Geld verdienen wollen, oder das Bloggen als zumindest Teil ihres Berufs ansehen.
Ein engagierter Privatblogger kann aber natürlich genauso ein Blogprofi sein.

Die Frage, ob Social Media Dienste wie Twitter und Facebook wichtig sind, ist glaube ich überflüssig. Aber wie sollte man die Die Dienste sinnvoll nutzen um auch einen Nutzen daraus zu ziehen und was sollte man vermeiden?

Ein schwieriges Thema. Ich persönlich finde: Twitter und insbesondere Facebook bringen den Blog-Lesern nur dann einen wirklichen Vorteil, wenn man mehr macht als einfach nur seine Beiträge dort zu posten. Für eine aktive Betreuung bleibt aber oft nicht die Zeit, die man sich gerne nehmen würde, vor allem wenn man mehrere Blogs betreibt.

Von daher sollte man diese vielleicht nur bei den Blogs wirklich aktiv einsetzen, die dafür geeignet sind, bzw. bei denen vom Thema her auch eine Community entstehen kann. Meine Finanzportale etwa haben keine Anbindung an Facebook, ich glaube das würde von einigen zu Recht eher als „Spam“ betrachtet.

Du hast vor ein paar Tagen erst auf ein Problem im Bereich Affiliate-Marketing aufmerksam gemacht, da du eine schlechte Erfahrung gemacht hast. Wo siehst du die Probleme bei Partnerprogrammen, wo aber auch die Chance?

Ich habe gleich einen umgekehrten Artikel hinterhergeschoben, weil ich mich ohne einige dieser Programme nicht hätte selbständig machen können. Das heißt es gibt auch sehr gute Partnerprogramme. Das Problem – wie wohl in allen Bereichen – : es gibt ein paar schwarze Schafe, aber die lernt man zum Glück relativ schnell kennen, ein Anfänger sollte sich davon nicht unbedingt entmutigen lassen.

Wie sollte man Affiliate-Marketing im eigenen Blog einsetzen?

Dezent, also nicht übertreiben, und vor allem transparent. Der Leser hat ein Recht darauf zu erfahren, dass ich eventuell Geld mit seinen Klicks verdiene. Sonst mache ich mich als Blogger unglaubwürdig.

Was sind deine Erfahrungen mit sonstigen Monetarisierungs-Maßnahmen. Was ist deiner Meinung nach erfolgsversprechend, was eher nicht geeignet um einen wirklich lukrativen Blog bzw. ein Projekt aufzubauen?

Auch das lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Manche meiner Blogs generieren zu 80 Prozent über AdSense Einnahmen, andere fast ausschließlich über Partnerprogramme, wieder andere über gebuchte Werbeplätze oder Reviews.

Da hilft wohl leider nur ausprobieren..

Du bietest ja auch Dienstleistungen im Bereich Design und Consulting an. Was kann man sich darunter vorstellen? Was genau bietest du an Leistungen an?

Ich erstelle im Kundenauftrag Blogs, da ja nicht jeder mit WordPress, Plugins, Themes & Co. umgehen kann oder auch will. Oder ich übernehme das ReDesign eines Blogs.

Michael, ich danke dir für das Interview, freue mich auf die weitere Kooperation und wünsche dir viel Erfolg bei deinen Projekten.

Dito! 🙂


Und hier wie gewohnt alle wichtigen Links:

Blogprofis: BlogRSS
Facebook: Fanpage
Twitter: @Blogprofis

Über den Autor Ralf Bohnert

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5 Kommentare für “Michael Firnkes von den Blogprofis im Gespräch”

  1. Danke für das Interview! Ich finde dein Interview-Seitentemplate übrigens sehr schön, mal schauen ob ich mir die Idee mit den großen “ mal „ausleihe“ 🙂

    Grüße, Michael

  2. @Michael, nur zu, ist lediglich die Zitat-Funktion von WP und die Quotes sind halt vom Theme 😉

  3. Schönes und interessantes Interview. Hast jetzt einen Fan mehr auf Facebook. 🙂

    Ich denke auch, Facebook eignet sich nicht für jedes Thema bzw. nicht jede Zielgruppe. Da muss man nicht zwangsläufig immer gleich Ressourcen investieren, weil es gerade ein allgemeiner Trend ist…

  4. Sehr interessantes und informatives Interview. Ich besucher auch regelmäßig die blogprofis und kann jedem Blogger, der seinen Blog vermarkten möchte, dies nur raten.

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