09.05.11

Am Freitag gab es wie geht ein neues Thema beim Webmaster-Friday. Es geht um die zweite Phase eines Blogs und auch um die Frage, ob man überhaupt in Phasen denkt. Auf dieses Thema will ich heute etwas verspätet eingehen.

Was ist mit Phase 2 gemeint?

Wie schon gesagt geht es beim WMF  um die Phase 2 eines Blogs. Was ist damit gemeint?

Geht ein Blog online hat man gewisse Vorstellungen, Ideen, Ansätze und Strategien. Man beginnt zu bloggen und fängt in der Regel an, in der Szene zu kommunizieren und Kontakte zu knüpfen. Will man seinen Blog wirklich immer verbessern, optimieren und dadurch erfolgreiche machen, sollte man sich immer wieder Gedanken zur eigenen Ausrichtung und zur Strategie machen. Phase 1 wäre also die Anfangs- und Findungsphase. In Phase 2, sollte man seine Vorgehensweise bewusst in Phasen unterteilen, wäre demnach das erste Fazit und damit das Überdenken der bisherigen Vorgehensweise und somit die Optimierung dieser.

Meiner Meinung nach stehen dafür mehrere Stellschrauben zur Verfügung, die man justieren sollte. In Phase 2 eines Blogs gilt es also, die grobe Justierung dieser Stellschrauben, die man zu beginn getätigt hat zu überdenken. Im Enddefekt gilt es also eine feinere Justierung vorzunehmen und dadurch den eigenen Blog zu verbessern.

Eckpfeiler der Phase 2

Ich will das mal am Beispiel von bohncore aufzeigen, wie man es machen KÖNNTE. Ich persönlich habe es noch nicht gemacht, habe aber selbst vor die folgenden Schritte in naher Zukunft einmal zu überdenken und wenn notwendig zu optimieren. Die Reihenfolge ist dabei zufällig, also Punkt eins hat nicht automatisch die höchste Gewichtung:

  1. Ist-Zustand
    Zu aller erst ist es notwendig den Ist-Zustand zu definieren. Wo stehe ich gerade? Was hat bisher funktioniert, was eher nicht? Gibt es konstruktive Kritik von den Lesern die man mit einbeziehen sollte?
    Diese und mehr Fragen sollte man sich stellen und auch klar beantworten. Man kann schließlich keine Änderungen planen, wenn man nicht weiß wie es eigentlich aktuell aussieht.
  2. Blick über den Tellerrand
    Als nächstes sollte man mal einen fokussierten Blick über den Tellerrand wagen. Welche Blogs gibt es letztendlich in direkter Themen-Umlaufbahn? Was machen die besser? Kann ich mich weiter von diesen Blogs abheben. Könnte ich sogar mit dem Blogger kooperieren?
    Einfach mal etwas die Augen offen halten und sich inspirieren lassen. No-Go wäre aber Copy & Paste. Inspirieren ja, kopieren NEIN. Aber man sollte sich schon damit beschäftigen was andere machen und ob man ggf. Nachholbedarf in einem bestimmten Punkt hat.
  3. Design und Layout
    Das Design und das Layout des eigenen Blogs sind sehr wichtig. Also sollte man diese Punkte auch hinterfragen. Hat mein Design einen Wiedererkennungswert? Hab ich ein Logo, mit dem man meinen Blog leicht identifizieren kann. Passt das Layout für die Zukunft. Damit meine ich eben nicht die Farb- und Logowahl, sondern eher die Aufteilung.
    Ist das Design übersichtlich und benutzerfreundlich? Kann ich in dieser Richtung etwas verbessern, um es meinen Lesern einfacher und angenehmer zu machen? Hält das Theme-Layout den zukünftigen Ansprüchen stand, oder sollte hier nachgebessert werden?
  4. Themenschwerpunkte und Abweichungen
    Ganz wichtig natürlich auch die Themenausrichtung. Sind das nun wirklich die Themen, die mir selbst Spaß bereiten und mich interessieren? Sind die Themen auch für Leser interessant? Gibt es Lücken die ich schließen könnte? Kann ich besondere „Specials“ zu diesen Themen machen? (Beispiel: „Die Webworker Quellenbibel„). Gibt es starke Themen-Abweichungen, die ich lieber lassen sollte?
  5. Eigene Einstellung
    Wie sieht es eigentlich bei mir selbst aus. Macht es so viel Spaß wie anfangs vermutet? Ist die aktuelle Artikelfrequenz die Richtige für mich, oder wird mir das zu viel? Will ich noch mehr? Was will ich mit dem Blog erreichen und was bin ich bereit dafür zu tun, ohne den Spaß zu verlieren? Will ich das Ganze vielleicht weniger professionell machen, oder sogar eher in die andere Richtung?
  6. Kommunikation
    Ein guter Blogger muss meiner Meinung nach kommunizieren können. Also sollte man sich auch die Frage stellen, ob man richtig kommuniziert! Gehe ich auf Kommentare, Retweets, Emails ein? Versuche ich zu helfen oder ignoriere ich Anfragen zu häufig? Nutze ich die mir zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle oder sollte ich da etwas präsenter sein?
  7. Vermarktung und Optimierung
    Damit dann auch ein fließender Übergang in die Vermarktung und Optimierung. Verkaufe ich mein Blog gut? Können die Leute überhaupt wissen das es mich gibt? Sollte ich in dieser Richtung aktiver und gezielter vorgehen um mehr Stammleser zu gewinnen? Wie sieht es mit der Suchmaschinenoptimierung aus? Achte ich auf die wichtigsten Punkte oder sollte ich auch hier mehr darauf achten um mehr Besucheraufkommen zu erreichen?
  8. Technik
    Sind für die Suchmaschinenoptimierung die passenden Plugins da? Ist mein Blogs sicher? Wie sieht es mit der Performance aus – Sollte ich vielleicht meiner Bilder optimieren oder mal unnötigen Plugins ausmisten?

Fazit

Es gibt so einige Punkte die man hinterfragen und optimieren kann – wenn man es auch möchte. Da kommt es dann immer auf die Beweggründe eines Blogs an. Mach ich das aus Spaß und sind oben genannte Punkte für mich irrelevant? Will ich meinen Blog immer weiter verbessern und voranbringen? Will ich damit Geld verdienen und wenn ja – Taschengeld oder soll es schon etwas mehr sein?

Wichtig ist das man weiß was man möchte oder ob man überhaupt was bestimmtes möchte bzw. ein bestimmtes Ziel mit dem Blog erreichen will. In Phasen zu planen ist natürlich für einen professionellen Blog sehr wichtig, sonst verliert man irgendwann den Überblick. Anderseits könnte und sollte man auch  regelmäßig an genannten Punkten arbeiten. Es müssen also nicht zwingend festgelegte Phasen sein. Ich machen das auch nicht so strikt wie oben geschrieben, sondern arbeite eigentlich immer wieder an den verschiedenen Eckpunkten. Wichtig ist, dass man diese Arbeiten überhaupt durchführt, sollte man mit seinem Blog wirklich auch das Ziel verfolgen erfolgreich zu sein, egal in welcher Art und Weise.

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen mit dem Artikel etwas helfen oder ihn zu etwas anstoßen.

Wie macht ihr das? Gibt es bei euch auch Phasen oder macht ihr das so wie es kommt? Verfolgt ihr überhaupt ein Ziel mit eurem Blog oder nutzt ihr diesen wirklich als Just4Fun Plattform, ohne jegliche Ansprüche?

Über den Autor Ralf Bohnert

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