28.03.11

Beim Webmaster-Friday wird diese Woche gefragt, ob man noch Zeitungen oder andere gedruckte Medien liest. Ok, die Überschrift ist etwas übertrieben, stellt aber dennoch mein aktuellen Umfang dar, was das Lesen von gedruckten Medien betrifft.

Ok, ich lese schon noch gedruckte Medien. Wenn man aber mein komplettes Lesevolumen betrachtet, haben Print-Medien nur einen sehr geringen Stellenwert. Eigentlich ist das auch gar nicht beabsichtigt oder weil ich z.B. die Qualität von den Medien aus meiner Branche nicht schätze. Aber irgendwie hat sich das so entwickelt. Ich hab dauernd Twitter auf dem Radar und öffne morgens neben meinem Mail-Client erst einmal meinen Feed-Reader. Anschließend merke ich, dass ich mal was arbeiten sollte und abends hab ich keine Lust mehr auch noch auf der Couch oder wo auch immer zu lesen. Man muss auch mal etwas Abstand bekommen.

Nebenbei – Zum Thema Quellen, allerdings Online, habe ich eine Blogparade gestartet. Freue mich über jede Teilnahme.

Aber gehen wir mal näher auf das Thema ein. Nicht nur auf mich bezogen, sondern auch etwas verallgemeinert.

Zeitung und Nachrichten – Regional und deutschlandweit

Manche können es nicht nachvollziehen, aber ich lese weder Zeitung noch konsumiere ich in irgendeiner anderen Form die aktuellen Geschehnisse aus der Welt, insbesondere Deutschland. Das hat auch einfache Gründe, die meine Einstellung dazu vielleicht etwas verständlicher machen.

  • Nachrichten sind oft/meist negativ und mit negativen Dingen will ich mich nicht unbedingt beschäftigen, schon gar nicht beim Start in den Tag
  • Nachrichten spiegeln ohnehin nicht immer die Wirklichkeit. Meiste geht es doch auch dort um Quoten und Umsätze.
  • Unabhängigkeit ist auch oft ein Fremdwort.
  • Warum soll ich meine Zeit damit verschwenden 3 Wochen lang über irgendwelche Doktoren-Titel oder sonstigem Käse zu diskutieren. Ich muss gucken, dass ich selbst zurecht komme und mein Leben gestalte.
  • Ich hab keine Lust irgendwann zu denen zu gehören, die sich täglich über Politik und Co. aufregen und sich ihren Tag vermiesen. Sind doch alle nur am Meckern, auch da hab ich besseres zu tun.

Und nun nicht falsch verstehen. Politik und das Geschehen auf/in der Welt sind durchaus wichtig. Die Frage ist doch nur, ob ich mein Leben danach ausrichten soll und mir ständig die Stimmung versauen lassen soll, weil Politiker mal wieder nicht das Umsetzen, was sie vor den Wahlen versprochen haben. Zudem ist es ja nicht so das ich da komplett dicht machen, aber das was ich bei Twitter mitbekomme reicht mir. Und wenn es doch mal ein interessantes Thema ist, kann ich immer noch den Twitter-Links zu den Nachrichten folgen.

Soviel zu den News-Medien.

Fachzeitschriften

Da sieht es schon wieder etwas anders aus wobei sich auch hier mein Konsumverhalten geändert hat und sicherlich immer wieder ändern wird. Ich hab im Moment kein einziges Zeitschriften-Abo. Auch das hat mehrere Gründe.

  • Als ich mich selbstständig gemacht habe, wollte ich erst mal die Fixkosten niedrig halten.
  • Zudem lese ich viel Online-Medien, dir mir meinen täglichen Input bieten
  • Zeitschriften lese ich generell eher abends oder am Wochenende. Momentan will ich da aber mal von den Branchen-Themen abschalten. Gibt ja auch anderes 😉

Generell tendiere ich aber momentan wieder dazu, mir ein paar Abos zu organisieren. Diese sollen für dann für Tage gut sein, an denen ich vielleicht nicht so motiviert oder produktiv bin. Bevor ich dann gar nichts mache, gehe ich lieber aus dem Büro, setze mich in den Garten und bilde mich etwas weiter. Nach einer kleinen Bildschirm-Pause, klappt das Alltagsgeschäft dann wieder besser. Folgende Zeitschriften ziehe ich dabei in Betracht, wobei ich noch nicht weiß ob ich erst eine davon wieder abonniere oder gleich mehrere:

Mal gucken welche davon es werden. Für alle wird wohl die Zeit nicht reichen 😉

Bücher

Bücher sind wieder ein anderes Thema. Meist hebe ich mir die für den Urlaub oder einen freien Tag auf, denn unter der Woche komme ich kaum dazu oder will wie oben gesagt abends nichts mehr von den Themen wissen 😛 Allerdings dienen die Bücher teilweise auch als simples Nachschlagewerk (z.B. auch das WordPress-Praxis Buch das ich hier vorstellte). Momentan lese ich verspätet das Buch Website-Boosting von Mario Fischer – Bin bisher ca. in der Mitte und muss sagen das es mir sehr gefällt. Klar, ist natürlich einiges, was ich schon wusste. Aber auch einiges, mit dem ich mich bisher etwas weniger beschäftigt habe. Ich kann aber schon sagen, dass man das Buch gelesen haben sollte. Der Schreibstil, der die themen weniger „trocken“ erscheinen lässt, ist ebenfalls sehr zu loben. Ein Review wird aber hier noch kommen.

In den Startlöchern steht auch das Buch „Haifischbecken Internet-Marketing“ von Karl Kratz. Habe ich beim Gewinnspiel von eisy gewonnen, was mich sehr freut, da ich es ohnehin lesen wollte. Bisher habe ich nur einen kurzen Bilck rein geworfen. Dieser hinterlässt aber schon einen sehr positiven Eindruck. Das was ich bisher überflogen habe lässt vermuten, dass es hier schon tiefgründiger zur Sache geht. Auch hier wird es dann ein Review geben, allerdings dann auf eisy.eu denke ich, da es dort wohl thematisch bessser rein passt.

Lesen ein Muss – Medium nach Geschmack

Ich finde gerade wenn es um das Berufliche Thema geht, ist Lesen Pflicht.
Man muss sich weiterbilden, immer wieder neue Wege in Betracht ziehen und auf dem Laufendem bleiben. Allerdings muss jeder für sich selbst entscheiden, in welcher Art und Weise er das tut. Offline, Online, Magazine, Blogs, Bücher, oder oder oder. Es gibt viele Wege sich weiter zu bilden. Mindestens einen davon sollte man sich aussuchen, gerade bei den Themen Webentwicklung, Webwork, Marketing oder Desing.

Wie sieht das bei euch aus?

Wie macht ihr das? Habt ihr Zeitschriften-Abos? Lest ihr regelmäßig Bücher? Oder seid ihr ausschließlich auf Online-Medien konzentriert?
Hab ich vielleicht wichtige Magazine vergessen?

Über den Autor Ralf Bohnert

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5 Kommentare für “Gedruckte Medien – Wie die gibt es noch?”

  1. Ich denke nicht, dass man sich nur ein Medium aussuchen kann und damit weit kommt…Man muss das Medium eher je nach Verwendungszweck aussuchen…

    1. Will man sich umfassend über die Welt informieren, sind Zeitungen sehr gut, wobei Spiegel online etc da auch gut mit halten kann

    2. Möchte man ein bestimmtes politisches, wirtschaftliches oder kulturelles Ereignis genauer beleuchten, kommt man mit Magazinen wie Spiegel, Focus etc sehr weit

    3. Schreibt man eine Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit, kommt man um Bücher gar nicht herum

    Ich denke auch, dass es wichtig ist, zu wissen, was in der Welt um einen herum passiert…Ohne das, versteht man die Welt um einen herum gar nicht…Genauso wie man ohne geschichtliches Wissen gar nicht verstehen kann, warum sich z.B. Deutschland bei dem Lybien Krieg raushält…Somit denke ich, dass es wichtig ist, ein Magazin (Spiegel, Focus etc) oder eine Zeitung zu lesen, Nachrichten zu gucken oder Online sich zu informieren…

    Ansonsten sprichst du da ein sehr interessantes Thema an, worüber man lange debattieren könnte ^^ Guter Text…

  2. Hey Adrian,

    du hast schon recht das man wissen sollte was los ist. Die Frage ist aber immer, ob ich alles wissen muss, bzw. alles bis ins Detail.

    Ich bekomme via Twitter eigentlich mehr mit, als ich es noch ohne Twitter und mit Zeitung mitbekommen habe. Vor Allem sind dort (Twitter) auch gleich mehrere Links zu verschiedenen Standpunkten vorhanden, so dass man gleich mehrere Seiten der Medaille mitbekommt.

    Ich finde halt das einen die Nachrichten, egal über welches Medium, negativ beeinflussen und das muss nicht in vollem Umfang sein. Wenn ich ein Thema habe, wo ich mehr wissen will, kann ich mich immer noch informieren. Aber jeden Tage „alles“ aufsaugen, ist mir zu heavy. Ich muss auch gucken wo ich bleibe 😉

    Aber du hast recht, das ist ein Thema, über das man länger diskutieren könnte 😉

    Freut mich, das du kommentiert hast. 😛

  3. Ich habe auch mit einem Beitrag teilgenommen, das Thema ist ja auch interessant. Bei mir verhält es sich genau umgekehrt. Gedruckte Medien, bis auf Tageszeitungen, machen bei mir immer noch den größeren Teil meines Leseverhaltens aus. Kann natürlich auch an meiner Altersgruppe liegen, ich bin Jahrgang 1964. Ich bin mit Büchern aufgewachsen, nicht mit Computern und Internet. Und eine Leseratte war ich schon immer!

  4. Klar, die Art wie man aufgewachsen ist spielt sicherlich eine Rolle, wobei ich in meiner Kindheit auch noch kein Internet hatte. Aber dann doch recht früh, so dass ich gar nicht mehr weiß, wie es ohne war. 😉

  5. Ich würde sagen, ich bin eher auf Online-Medien konzentriert, aber eigentlich nur wegen Beruf. Aber nach einem langen Arbeitstag (und den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen), habe ich überhaupt kein Lust mehr, Abends zu Hause online was zu lesen, oder überhaupt was zu lesen (wenn ich ehrlich bin). Am WE ist es aber eine ganz andere Geschichte. Dann lese ich ganz gerne gedruckte Zeitungen und Bücher.

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