21.02.11

Gastartikel von Andreas – Ein eigenes Theme oder Template für seine Webseite bzw. Blog zu erstellen kann ziemlich aufwendig sein. Zudem sind dazu ausreichend Kenntnisse in Html, PHP und CSS vonnöten. Als wenn das nicht schon reichen würde, sollte man heutzutage auch noch ein wenig Grafikdesign beherrschen. Das kann natürlich schnell abschrecken und wer ein individuelles Layout entwerfen möchte, gibt aufgrund mangelnder Kenntnisse, sehr schnell auf. Allerdings gibt es mittlerweile auch Alternativen, die selbst für absolute Anfänger geeignet ist.

Eine davon ist beispielsweise Artisteer und ist eins meiner absoluten Lieblingstools. Ein eigenes Theme für WordPress ist damit sehr schnell und einfach erstellt. Man wird bestimmt nicht zu einem echten Web Designer aber mithilfe von Artisteer kann man seine Kreativität gut ausleben. Bei mir hat es sogar dazu geführt, dass ich mich intensiver mit PHP und CSS beschäftigt habe, genutzt hat es aber dennoch nichts 😉

artisteer-oberflaeche

Ausstattung

Artisteer unterstützt, je nach Version, zahlreiche CMS wie zum Beispiel WordPress, Joomla oder Drupal. Auch normale Html Seiten sind ohne Weiteres machbar. Mit der kleineren Version, der Home Edition, können schon WordPress, Blogger und Html Templates entworfen werden. Dabei hat man ziemlich viel Freiraum zur Gestaltung und so einiges kann bis ins kleinste Detail verändert werden. Normalerweise dauert es meistens eine Zeit lang, bis man sich bei einem so funktionsreichen Programm zurechtfindet. Nicht so bei Artisteer denn die Oberfläche erinnert schon ein wenig an Office, nur mit dem entscheidenden Unterschied, das die Handhabung bei Artisteer in meinen Augen gelungener ist. Erfreulicherweise ist die Software auch komplett ins Deutsche übersetzt, was die Lernphase nochmals reduziert. Generell kann sagen, dass man binnen kürzester Zeit, die ersten ansehnlichen Ergebnisse damit erstellt hat. Wer mal keine gute Ideen für ein neues Theme hat, kann sich auch Ideen sowie Design Vorschläge von Artisteer generieren lassen. Praktisch aber nicht immer mit dem erhofften Ergebnis.

Artisteer beinhaltet zudem viele grafische Elemente wie Bilder, Fotos, Flash, Icons, Effekte oder Hintergründe, die eine schier unendliche Anzahl von Kombinationen ermöglichen und dem Design ein eigenständiges Aussehen verleihen können. Wer mag, kann auch eigene Fotos und Grafiken verwenden. Diese lediglich importieren und mit ein paar Effekten weiter bearbeiten, schon hat man ein unverwechselbares Template. Eine kleine Einschränkung bei der Benutzung der Fotos gibt es allerdings und will hier auch erwähnt sein. Die Vordergrund Fotos für den Headerbereich, dürfen nur für private Zwecke, sprich für den eigenen Blog, verwendet werden. Sollen also Templates verschenkt oder verkauft werden, dürfen diese Fotos aus lizenztechnischen Gründen nicht verwendet werden. Dies betrifft aber nur ganz wenige Fotos aus dem gesamten Pool, von daher ist dies locker zu verschmerzen.

Nachteile

Mit Artisteer erstellte Templates funktionieren sehr gut mit WordPress. Ich selber nutze es nun gut 2 Jahre und alle meine WordPress Projekte wurden damit ausgestattet. Diese Themes haben aber leider einen relativ heftigen Quellcode, was auch immer wieder bemängelt wird. Jedoch besitzen selbst die wenigsten Premium Themes einen wirklich schlanken Source Code, da eben haufenweise Extras mit eingebaut wurden. Von daher sehe ich das nicht als weiter schlimm an. Viel wichtiger ist, zumindest für mich, dass das Theme sauber in allen gängigen Browser dargestellt wird und genau das ist der Fall. Mit der aktuellen Version 2.6 wurde auch der komplette Quellcode wieder übersichtlicher generiert. Das war für eine kurze Zeit nicht der Fall und wurde von jedem Anwender, zu Recht kritisiert. Hier hat man glücklicherweise nachgebessert und auf den Kunden gehört.

Wer gedenkt Artisteer zu erwerben, erhält zudem 1 Jahr lang kostenlose Updates. Mit fast jedem Update werden neben den Fehlerbereinigungen und Verbesserungen zudem zusätzliche Effekte, Funktionen oder Fotos geliefert. Artisteer wird also auch regelmäßig vom Umfang her erweitert. Keine schlechte Sache, wie ich finde. Auch der Preis für das Gebotene kann man sicherlich als fair bezeichnen. Für die Home Edition muss umgerechnet ca. 38 Euro, für die Standard Edition die mehr CMS unterstützt sowie mehr Inhalte bietet, ca 95 Euro bezahlt werden (via PayPal). Für WordPress Blogger empfiehlt sich also die günstigere Home Edition. Spaß macht das Programm auf jeden Fall und bietet jedem die Möglichkeit, auch ohne echte Programmier-Kenntnisse, ein eigenes Theme zu entwerfen.  Ich persönlich würde aber vielleicht erst das Erscheinen der kommenden Version abwarten da diese doch einiges mehr anzubieten hat. So lange kann sich auch mit der Demo Version vertraut machen, die kaum Einschränkungen aufweist. Die Entscheidung ist aber jedem selbst überlassen. Mehr Informationen was Artisteer 3.0 in Zukunft beinhalten wird, kann in diesem Artikel nachgelesen werden.

Artisteer Demo zum Ausprobieren

Dieser Gastartikel wurde von Andreas geschrieben der unter anderem auch auf WP-Zone und Webseiten-Labor bloggt. Vielen Dank Andreas für den Artikel!

Über den Autor Ralf Bohnert

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16 Kommentare für “Artisteer: WordPress Themes selbst gemacht”

  1. Den Artikel kann ich so unterschreiben. Bin zu meinen WordPressanfängen durch Andreas auf Artisteer aufmerksam geworden und habe mir das Programm auch recht schnell gekauft und keine Sekunde bereut. Sicherlich sind einem beim Design des Themes Grenzen gesetzt, aber ich finde man kann wirklich viele kleine Details einstellen und damit doch optisch ansprechende Ergebnisse erzielen. Ich bin sehr gespannt auf die Version 3.0, denn die Preview sieht schon vielversprechend aus. 🙂

  2. Klasse Tool. Nur Schade wegen dem großen Quellcode… dürfte auf die Dauer doch stark auf die allgemeine Leistung der Webseite Einfluss nehmen.

  3. Schön, die Ausführungen.
    Das muß man aber wohl wirklich mal persönlich in die Hand nehmen …
    Wo liegt die Einschränkung bei der Demo ?
    Kann ich etwas feines, einfaches damit lauffähig realisieren ?
    Ich habe aus dem gewaltigen, erdrückenden Angebot der fertigen Gebilde „Koi“ (kostenfrei) für mich entdeckt und passe es mit meinen „autodidaktischen Fähigkeiten“ für mich an. Test siehe Link.
    Zum Kennenlernen, um Erfahrungen zu sammeln gefällt es mir sehr gut …

    Vielleicht schreibt der Ralf ja bald noch über „xtreme one“ …
    Dankeschön.

  4. @Viktor – Ja, aber man kann auch keinen perfekten Quellcode erwarten, wenn man auf einen Wysiwygö-Editor setzt 😉

    @KChristoph – Xtreme One wird nächste Woche kommen. Diese Woche schaffe ich es zeitlich nicht mehr und ich will nicht nur 3 Sätze dazu schreiben!

  5. @Viktor
    Wenn Du einen vernünftigen Hoster hast, ist das kein Problem.

    @KChristoph
    Ich glaube, die Demo hat nur eine Einschränkung. Beim Exportieren werden Wasserzeichen ins Template geschrieben. Ansonsten sollte alles andere wie in der Vollversion funktionieren.

  6. Klingt zwar ganz nett dieses Tool und für alle, die das Theme Design nicht selbst hinbekommen mag das auch eine interessante Lösung sein. Ich persönlich setze aber ausschließlich nur auf „made by me“ 😉

  7. @trendy – ja, jeder eben wie er kann und/oder möchte 😉
    Man kann halt jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, nicht sagen: „Ey, mach das lieber selbst, ist viel besser und bei deinem Wissensstand dauert es auch nur 6 Monate“ – um es mal übertrieben zu sagen 😛

  8. @Bohn: Und jemand der keine Ahnung von der Materie hat kriegt das mit Artisteer hin?

  9. Besser und schneller wie von grund auf neu erstellen! Artisteer ist kein Hexenwerk was die Bedienung angeht, deswegen denke ich auch, dass jeder der sich etwas damit beschäftigt (das muss halt immer sein) auch was damit hinbekommt.

    Wie gesagt, wir reden hier nicht davon, das es ein ernster Ersatz für ein gutes und selbst geschriebenes Theme wäre. Da bin ich ja völlig deiner Meinung.

  10. Hallo Bohn, finde deinen Artikel sehr gut und ich arbeite auch schon lange mit Artisteer. Seit Version 2.3 hilft es mir, hübsche und vor allem valide Templates zu erstellen. Ich möchte dich einladen, meinen Artikel – der durchaus ergänzend zu deinem ist – über die Version 3.0 zu lesen. Einige Neuerungen und auch ein kleines Tutorial. Ich warne vor, es ist mein erstes Tutorial *gg*

    Hier der Link zum Artikel: http://www.alexandra-steiner.at/2011/01/artisteer/

    Würde mich über ein kurzes oder auch längeres Feedback freuen.

    Liebe Grüße aus dem aprilligen Wien, Alexandra

  11. Hallo, ein sehr interessanter Beitrag zu Artisteer, ich bin über die Google Suche auf Euren Beitrag gestossen und finde auch den Artikel von Alexandra sehr gut, zumal sie dort auch Pros und Contras gut aufgelistet hat. Ich benutze jetzt übrigens auch die aktuelle Version und finde durch die Integration der Veränderungen per Mausklick ist das ganze noch einmal einfacher und intuitiver geworden. Früher mußte ich mich immer durch die einzelnen Menüpunkte durchhangeln, jetzt geht es mit einem einfachen Mausklick… Und das beste an Artisteer ist, man kann das Programm wirklich erst ausgiebig ausprobieren (die Testversion) um zu sehen ob es einem gefällt. Das habe ich auch gemacht und erst danach habe ich mich zum Kauf entschieden….

  12. Ich denke das man mit sehr schnell eine Umsetzung eines WordPress Themes erreichen kann. Jedoch frage ich mich inwiefern der Quellcode W3C valid generiert wird. Darauf wurde in dem Artikel leider nicht eingegangen, Ansonsten finde ich das dies ein guter Artikel ist. Vielleicht können die Neuerungen der Version 3.0 auch als Kommentar ergänzt werden!

  13. Hallo,
    ich habe schon mehrere Websites mit Artisteer erstellt und bin auch überwiegend zufrieden. Was mich nervt, ist, dass die Seite auf dem Server immer anders aussieht als in der Voransicht. Ich versuche dann, die zu weit ein- oder ausgerückten Module über ein Costum CSS zu verändern, aber auf manchen Websites wird die Costum CSS ignoriert – wenn ich die Änderungen im Webdeveloper vornehme, sieht alles schick aus, aber wenn ich sie in die Costum CSS übertrage, tut sich nichts (auch nicht mit !important). Wenn du da eine Idee hättest, wäre ich dir sehr dankbar.
    Viele Grüße, Michaela

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