10.02.11

Man startet einen Blog, versucht sein Ding durchzuziehen wie man es für richtig hält und irgendwann kommt der erste Gegenwind. Ich würde jetzt einfach behaupten das passiert jedem ab einem gewissen Punkt bzw. Bekanntheitsgrad. Doch wie sollte man damit umgehen?

Allgemein gesehen

Egal wo man hingeht, bzw. in welchem Umfeld man sich bewegt – Sobald mehrere Personen in ein Gespräch verwickelt sind, kann es zu Differenzen kommen. Das kann schon passieren wenn man nur zu Zweit ist. Je mehr Leute beteiligt sind, egal um was es geht, umso mehr verschiedene Meinung und Charaktere treffen aufeinander. Der Eine ist Meinung A, der Andere ist Meinung B. Wieder ein anderer findet grundsätzlich alles doof und der Vierte im Bunde ist neidisch weil er gar nicht mitreden kann.

Da kann es schnell zu hitzigen Diskussionen kommen und jeder verteidigt seinen Standpunkt. Bedenkt man jetzt, wie viele Leute im Schnitt den eigenen Blog lesen, wird schnell klar wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass es auch hier zu Diskussionen, Nörgeleien, Neid und Frust kommt. Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so.

Und gerade die Leute, die grundlos draufhauen, meckern oder einfach nur neidisch sind, sind die, über die man sich dann doch mal Gedanken macht. Der ein oder andere Blogger macht da auch schon Mal einen Rückzug. Ein Fehler wie ich finde.

Ein Blog lebt von einer authentischen Persönlichkeit

Die Meisten unter uns lesen bestimmte Blogs doch auf Grund der Persönlichkeit die dahinter steckt. Die Ansichten, die Schreibweise, Ehrlichkeit, what ever. All das gepaart mit interessanten und informativen Artikeln ist doch das, was einen guten Blog ausmacht. Man ist wie man ist und es gibt Leute die stehen drauf und Leute die es scheiße finden. Und genau das sollte man sich vor Augen halten. Lasst diese Trolle, die grundlos und meistens anonym den großen Harry markieren, nicht dafür verantwortlich sein, dass ihr euch verändert und eure Persönlichkeit ablegt.

Wenn ihr eurer Linie treu bleibt, dann werden auch die Leser hängen bleiben, die zu euch passen!

Ihr solltet aber sehr wohl versuch zu unterscheiden ob jemand grundlos draufhaut, oder er euch mit konstruktiver Kritik helfen will. Kritisiert jemand in einem menschlichen „Ton“ und gibt damit einfach seinen Standpunkt wieder, ist das völlig in Ordnung und das sollte man auch drauf eingehen.

Standpunkt ändern erlaubt?

„Bleibt eurer Linie treu“ heißt nicht, dass man seine Meinung nicht ändern darf. Im Laufe der Zeit kann man seine Meinung zu bestimmten Dingen ändern, das ist völlig legitim. Das Ändern der eigenen Ansichten ist dabei auch keine Schwäche, wie wieder die nächsten Trolle behaupten würde. Wenn euch Erfahrungen und/oder Argumente von anderen Menschen eines Besseren belehren, dann ist das völlig normal und passiert einem im Leben geschätzte 5000000 Mal 😉

What’s the Problem? – Immer das Gleiche!

Es gibt so ein paar Themen, über die man immer und immer wieder stößt. Dabei sollte das eigentlich kein Grund zur Diskussion sein:

  • Werbung allgemein – Und? Warum gibt es Leute die deswegen einen Aufstand machen? a) ist es doch jedem selbst überlassen ob er Werbung schaltet und warum er das tut und b) besteht keine Besuchspflicht. Die Werbung stört? Einfach nicht mehr kommen anstatt unnütze Mails oder Kommentare zu schreiben. Wenn ich einen Blog finde, bei dem mir dauernd ein Layer ins Gesicht springt komm ich auch meist nicht wieder. Muss man sich ja nicht antun. Jeder wie er will!
  • Gekaufte/Verkaufte Links oder Artikel – Wenn jemand der Meinung ist mit verkauften Links seinen Blog zu monetarisieren, dann lasst ihn doch. Ihr müsst ja nicht draufklicken, also was ist das Problem. Honorierte Artikel sind auch so eine Sache. Why not? Wenn diese gekennzeichnet sind und einem nichts vorgegaukelt wird, ist doch alles in Butter. Klar, wenn jeden Tag so ein Ding kommt…aber dann gibts wieder die Möglichkeit nicht wieder zu kommen, anstatt auf den Putz zu hauen.
  • Veröffentlichte Einnahmen und Statistikel – Dazu gab es jetzt schon oft Diskussionen. Hier im Blog und im Blogszene-Forum sind dabei nur die neusten und mir spontan bekannten Quellen. Ich verööfentliche meine Einnahmen und bin der Meinung, dass es eben Menschen gibt, die sich daraus ihre Schlüsse ziehen können, sich motivieren lassen oder sonst was. Dann gibt es wieder die, denen die Einahmen sonst wo vorbei gehen. Ist doch alles in Ordnung – Nicht selten gabs deswegen schon Beschimpfungen oder ähnlich kindisches. Das muss doch nicht sein. Man kann ja seine kritische Meinung dazu äußern, aber was da bei einigen schon vorgefallen ist (böse Mails, Beleidigungen, Unterstellungen), das muss doch nicht sein.

Es gibt sicherlich noch weitere oft vorkommende „heiße Themen“. Aber ich denke die Grundaussage sollte klar sein. Man kann über alles reden, sollte dabei aber ein gewisses Niveau beibehalten oder einfach den Blog um den es geht nicht mehr besuchen. Ein Blog lebt von Kommunikation und von Diskussionen und ja, letztlich auch von verschiedenen Meinungen. Und solange man diese respektvoll und mit einem gewissen Grundniveau an den Mann bringt ist die Welt doch in Ordnung. Aber Draufhauen ohne nachzudenken, Beleidigungen und sonstige niveaulose Aktionen kann man sich sparen.

Fazit

Bleibt einfach wie ihr seid, vor Allem authentisch. Das bringt euch am meisten weiter.
Und den Leuten, die an mangelnder Hirndurchblutung leiden, oder verzweifelt nach Aufmerksamkeit ringen, denen könnt ihr eh nicht mehr helfen (vor allem wenn diese anonym bleiben). Überlasst das den Fachleuten. Lasst euch aber nicht von eurem Weg abbrignen.

Man kann es nicht jedem recht machen!

PS: Der Artikel ist spontan, an einem Stück und ohne Rechtschreibprüfung geschrieben und veröffentlicht worden und beruht nicht auf bestimmte aktuelle Anlässe, sondern musst einfach raus 😛

Bildquelle: aboutpixel.de / Nachtschicht © Michael Stachurski

Über den Autor Ralf Bohnert

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16 Kommentare für “Man kann es nicht jedem recht machen!”

  1. Oh gott, du hast einfach „gebloggt“? So total ohne redaktionellen Anspruch? Wie kannst Du das nur tun! ;D

    Denke immer daran: Finger in Po – Mexiko.

  2. Da spricht mir jemand aus der Seele 🙂 Man es nicht allen recht machen ja…

    Finde es immer wieder traurig zu sehen, dass sich manche wirklich bei kostenlosem Inhalt im Netz über Werbung hier und da aufregen. Fernsehen, Zeitschriften und sonstiges funktioniert ja nicht anders und auch ein Blog muss bezahlt werden…

    Klasse was du hier im Blog machst, werfe immer wieder einen Blick auf deine Artikel.

    Weiter so!

  3. „beruht nicht auf einem bestimmten Anlass…“ kann man sich beim Lesen des Artikel gar nicht vorstellen 😉
    Aber klar: das gehört dazu. Wer besonders clever ist, nutzt den Gegenwind sogar (so wie beim Segeln). Aber gerade wenn man noch nicht so lange dabei ist, ist das riskant. Am besten ist immer: sachlich bleiben und weitermachen. Auf Dauer verschafft man sich damit Respekt.

  4. Blödmannsgesellen gibt’s überall.
    Ich hab solche Erfahrungen mit Blogs bisher eher nicht gemacht. Dafür aber desöfteren in diversen Fachforen. Da gehts mitunter noch schlimmer zu.

    Entweder ignorieren, oder sachlich gegenargumentieren

  5. Prima Artikel und du sprichst mir aus der Seele. Genau das denke ich wenn ich bestimmt Diskussionen im Netz und auf manchen Blogs verfolge.

    Zum Thema Werbung: Als ich angefangen habe zu bloggen habe ich das aus Spaß an der Freude gemacht. Auch heute noch macht es mir viel Freude. Das ich mal so blogge konnte ich mir zu beginn nicht ausmalen.

    Jetzt ist es eben mal so das „bloggen“ eine Menge Zeit mit sich bringt. Das muss auf eine Art und Weiße vergütet werden. Das ist meine Meinung. Und warum nicht über Werbung.

    Zum Beispiel habe ich aktuell „Check24“ Affiliate neben in meiner Leiste. Warum soll ich damit nicht mal so grad 16 Euro verdienen wenn jemand sich ein kostenlosen Angebot schicken von einen anderen Stromanbieter.

    Schaue ich da auf den Kontostand macht das bloggen einfach nochmal 10 mal mehr Spaß. Ich hoffe Ihr wisst was ich meine!?

    viele Grüße
    Dominik

  6. Und jetzt stell dir vor, du programmierst (kostenlose) Apps und Plugins, die eigentlich sehr beliebt sind und genau deswegen eine angenehme, verlockende Wiese für Nörgler, Besserwisser und Motivation-Zerstörer darstellen. Danksagung ist keine Stärke der Menschheit, aber das eigene Recht bzw. die Meinung versuchen durchzusetzen, sehr wohl.

    Mittlerweile habe ich auch verstanden, dass meine Lösungen nicht jedem schmecken müssen. Sonst verbringt man das halbe Leben damit, zu beweisen, klar zu stellen und zu überzeugen. Muss nicht sein.

    Guter Artikel, danke.

  7. Stimmt, bietet du etwas kostenloses an, reicht das einigen nicht. Bietest du es kostenpflichtig an, ist es sowieso immer zu teuer. Die Kunst es allen Recht zu machen, die beherrscht keiner und wird wohl auch in Zukunft von keinem beherrscht werden.

    Schöner Artikel, gruß Frank

  8. @Kai, was ist redaktioneller Anspruch? 😛

    @Viktor, danke dir, freut mich 😉

    @Martin, siehst du, die „Vorfälle“ die ich dauernd woanders lese, gehe mir schon so aufn Sack, das ich wie ein Betroffener schreibe 😉 Sachlich bleiben und weitermachen ist genau das was man tun sollte. Ich kann mir im Moment nicht unbedingt vorstellen was negatives als Chance zu sehen.

    @Frank F. Ja, Foren können ganz schön grausam sein 😉

    @Dominik, ich blogge hier auch zum Spaß, was aber nicht heißen muss das ich nicht ein paar Euro mitnehme, wenn es geht. Außerdem interessiert mich das ja auch, was möglich ist und was funktioniert, oder eben auch nicht. Dazu sollen dann auch die passenden Artikel kommen, wenn man dann wirklich mal von Erfahrungen reden kann!
    Mehr Spaß, wenn ich den Kontostand sehe macht es mir nicht. Ok, meine Einnahmen sind nicht der Rede wert. Aber ich freue mich trotzdem darüber.

    @Sergej, ich weiß was du meinst. Für eine Kostprobe muss man sich nur mal den App-Store angucken. Gefühlte 90% der Kommentare sind Mist. Entweder weil die Leute vorher nicht Lesen was sie da installieren und dann enttäuscht sind, oder weil Funktion A oder B nicht in der Lite-Version dabei ist.
    Was deine Arbeit angeht kann ich nur sagen weiter so – aber das weiß du auch. Aber ich kann mir vorstellen, dass man bei deiner Reichweite sehr viel Mist zu hören/lesen bekommt.

    @Frank so siehts aus. Kostenlos ist scheiße und kostenpflichtig ist Abzocke 😛

  9. Mir gefällt der Artikel auch sehr gut. Ich habe in den letzten Tagen (und vorhin auf Facebook schon wieder) die hitzigen Diskussionen darüber verfolgt und sehe es wie du.
    Niemand wird zu irgendwas gezwungen und jeder solls so machen, wie es ihm gefällt. Man muss Sachen ausprobieren, um Erfahrungen zu sammeln.
    Ich habe mich die ganzen Tage gescheut auch so einen Artikel mit meiner Meinung dazu zu schreiben, aber ich möchte vermeiden, dass das jemand als „Rechtfertigung“ ansieht. Das bin ich nämlich niemandem schuldig.
    Ein bißchen Werbung (seien es Banner oder bezahlte Links/Artikel) stören mich nicht. Ein bisher beliebter Blog wird dadurch nicht uninteressant, ich lese sowieso nur Artikel, die mich interessieren.
    Naja, das ist wohl ein ewiges Thema 😉

  10. Genau das was du hier schreibst, bekomme ich auch immer wieder gesagt. Warum soll man sich eigentlich über seinen eigenen Blog seine Gedanken machen? Vermutlich gibt es deshalb immer mehr davon, weil man eben diese Freiheiten komplett ausleben kann.

  11. Schöner Artikel und spricht mir aus der Seele. Da meine Blogs noch nicht von Besuchern überlaufen sind habe ich diese Probleme noch nicht. Aber wie schon weiter oben angesprochen, in Foren geht es da oft weitaus schlimmer zu. da fragt man sich des öfteren ob man es überhaupt mit erwachsenen Menschen zu tun hat!

  12. @Bine, genau sowas finde ich auch schade, wenn man einen Artikel mit seiner Meinung nicht schreibt, weil es Leute in den falschen Hals bekommen könnte. Schreib einfach! Solange du niemand beleidigst, sondern nur deine Meinung schreibst, ist das doch in Ordnung 😉

    @Daniel, ja, der Blog ist immer noch was Eigenes, mit dem man tun und lassen kann was man möchte. Jenachdem was man macht, muss man halt auch mit den Konsequenzen rechnen (z.B. ausbleibende Besucher), aber die Entscheidung liegt immer noch bei einem selbst.

    @Karin, Foren sind teilweise wirklich schlimm. Aber in Blogs ist es auch manchmal nicht besser, nur nicht so häufig, da in Foren meist eine Frage zu einem bestimmten Thema vorausgeht!

  13. Hi Ralf,

    interessanter Artikel und schön zu lesen. Wenn mal wieder ein Artikel von mir in irgendeinem Forum zerrissen und verrupft wird, lasse ich den Diskutanten einfach den Link zu Deinem Artikel zukommen 😉

    Schmunzelnde Grüße,

    Karl

  14. @Karl, freut mich dass dir der Artikel gefällt. Und wenn du dir für die Foren eine Standardantwort parat legst, die auf diese Artikel verlinkt bin ich dir auch nicht böse 😉
    Man sollte mal eine extra Website für Blogger anlegen, in der alle Punkte abgearbeitet werden und die dann als Antwort auf eben diese Mails, Kommentare und Forenbeiträge immer verlinkt werden kann. Dann muss man nicht jedes mal das Selbe schwafeln 😛

  15. Hallo Bohn! Interessanter Beitrag! Ich finde ja, dass Blogs am spannendsten sind, wenn man die Personality der Autoren durchblitzen sieht. Das funktioniert selbst bei Blogs, die mit einem größeren Autorenstamm zusammenarbeiten. Und von Neidern oder Leuten, die immer B sagen, wenn man selbst A gesagt hat, lass ich persönlich mich eher beflügeln zu noch mehr Präzision und Wortwitz:-)
    Alles Gute und viele Grüße!

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