17.01.11

Tägliches,zwanghaftes und nicht unbedingt nötiges Kontrollieren der Website-Statistiken kann einen schnell vom Kern der Arbeit ablenken. Vor Allem wenn man mehrere Analytics-Konten hat und sich dauernd Ab- und Anmelden muss. Etwas Nerven und Zeit erspart man sich durch das Tool TrakkBoard.

TrakkBoard ist ein Tool, in dem man mehrere Kontent von Google Analytics verwalten kann. Aufmerksam geworden bin ich durch den Artikel von Lars. Nun hab ich es schon einige Wochen im Einsatz und möchte es euch nicht vorenthalten.

Was genau ist TrakkBoard?

Trakkboard ist ein Desktop-Tool in dem sich mehrere Analytics-Konten und Profile einbinden lassen, um diese gesammelt zu überwachen. Das Tool basiert auf der Laufzeitumgebung Adobe Air und lässt sich direkt von der Website aus installieren.

Hat man das Tool samt Adobe Air installiert, hat man nun die Möglichkeit Daten aus mehreren Google Analytics Konten einzubinden und zu vergleichen. Dazu muss man nicht bei Google angemeldet sein. Die Zugangsdaten gibt man einmal bequem ein und schon holt sich TrakkBoard die gewünschten Daten über die Google-Analytics-API.
Nun kann man für jedes Konto und jedes Profil ein Tab anlegen. Unter jedem Tab hat man nun ein Dashboard, dass man individuell gestalten kann. Besuche, eindeutige Besucher, Zugriffsquellen, usw. Das alles kann man als Widget einfügen und hat es somit auf dem jeweiligen Dashboard. Nun kann man für jeden Widget noch einen bestimmten Zeitraum auswählen und es beliebig via Drag & Drop platzieren bzw. vergrößern und verkleinern. Somit hat man völlige „Gestaltungsfreiheit“ für jedes Dashboard.

Die wichtigsten Funktionen von TrakkBoard

Wie erwähnt lassen sich die verschiedenen Informationen als Widget einbinden. Die wichtigsten sind:

  • Besuche
  • eindeutige Besucher
  • Seitenzugriffe
  • Seitenzugriffe / Besucher
  • Medium
  • Zugriffsquellen
  • Top und Flop Keywords
  • Absprungrate

Fügt man eine gewünschte Statistik hinzu, lässt sich noch der Zeitraum einstellen, z.B. letzte x Tage, von Datum x bis Datum x, usw. Die  Statistiken/Widgets kann man dann wie gesagt nach belieben anordnen. Ich hab euch mal einen Beispiel Screenshot gemacht, auf den ich kurz eingehe:

Trakkboard-Dashboard

Klicken zum Vergrößern

Unter Punkt (1) seht ihr nun die Tabs, unter denen die verschienden Konten/Profile zu finden sind. Außerdem sieht man hier ein eingerichtetes Dashboard mit einigen Informationen, auf die ich glaube ich nicht näher eingehen muss. Wer Google-Analytics nutzt, weiß ja welche Informationen man dort vorfindet 😉

(2) Hier kann man die besagten Widgets hinzufügen. Hat man ein Widget hinzugefügt, kann man es via Drag & Drop auf dem Dashboard platzieren und die Größe anpassen. Somit kann man sich das Dashboard so einrichten, wie man es möchte und kann Dinge gleich weglassen, die unwichtig sind, bzw. dann in bestimmten Intervallen im Google Analytics Konto selbst nachgesehen werden. Zumindest ich mache das so. Ich nutze das Trakkboard quasi nur für den kurzen Blick am Morgen. Für detaillierte Auswertungen, logge ich mich dann schon bei Google ein, denn alles, kann man hier auch nicht einbinden.

Unter Punkt (4), was eigentlich (3) sein sollte ;-), kann man die Statistiken aktualisieren und neue Tabs anlegen unter denen man wiederum weitere Konten / Profile einrichten kann.

Das sind mal die wichtigsten Funktionen. Zu erwähnen sei noch, dass man auch ein Twitter-Widget hinzufügen kann. In diesem Widget gibt man dann einen bestimmten Suchbegriff an, der überwacht werden soll. Einmal eingerichtet, kann man die Statistik verfolgen, wie oft dieser Begriff bei Twitter getwittert wird. Beispielsweise den eigenen Blog-Namen.

Fazit

Das Desktop-Tool ist wirklich praktisch und dazu komplett kostenlos. Man muss zwar seine Email-Adresse hinterlassen um einen Lizenzschlüssel für die Aktivierung zu erhalten, aber das ist ja nicht weiter schlimm. Anders als bei anderen Tools, ist die Checkbox „Newsletter bestellen“ standardmäßig deaktiviert. Lässt man es dabei, bekommt man auch keine weiteren Mails. Zumindest habe ich in fast 3 Monaten keine bekommen.

Das Tool an sich ist wirklich genial. Am Morgen beim ersten Kaffee einen flüchtigen Blick in die wichtigen Konten und los geht’s mit der eigentlichen Arbeit. Keine Massen Ab- und Anmeldung mehr bei Google. Auf der Website von Trakkboard habe ich noch gesehen, dass das Tool wohl zukünftig auch andere Analyse-Tools unterstützen wird. Wenn nicht ist das aber auch nicht tragisch. Immerhin ist das Tool kostenlos und dafür ist das, was man als GA-Nutzer bekommt sehr viel wert.

Hier kommt ihr zur TrakkBoard-Website

Danke nochmal an Lars für den tollen Tip.

Ich hoffe ihr könnt was damit anfangen und würde mich auch über eure Meinung freuen. 😉

Über den Autor Ralf Bohnert

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8 Kommentare für “TrakkBoard – Mehrere Google Analytics-Konten auf einen Blick”

  1. Das ist ja mal ein schönes Teil. Danke für den Bericht, hätte ich sonst sicher nicht gefunden. Werde es gleich installieren 🙂

  2. @Dennis, und ist es so wie es sich lieset? 😉

    @Torsten, bitte und freut mich. 😉 Hätte Lars nichts davon gesagt, wäre ich bis heute wohl auch nicht drauf gekommen.

  3. Also das was ich bisher so gefummelt habe ist schon echt nice.
    Dummerweise gefällt es mir schon so gut das ich quasi minütlich damit rechne das nun die Beta geschlossen wird und das Tool nur noch gegen Gebühr zu nutzen ist.
    Das Affiliate Dashboard von „Piet“ macht auch einen vielversprechenden Eindruck, aber bevor ich da was mit anfangen kann wird auch das kostenpflichtig. Schade eigentlich, ich muss mich wohl endlich mal darum kümmern mal ein wenig Geld zu verdienen.
    Dann machen sich die Tools bestimmt auch schnell bezahlt. 🙂

  4. Hi Bohn,

    Danke für diesen Artikel bzw. den Hinweis zum Tool! Ich werde es gleich mal downloaden, testen und Dir dann mal Feedback geben!

    Viele Grüße
    Jasmina

  5. Hallo Bohn,

    ich hatte vor einiger Zeit schon einmal etwas darüber gelesen und es wieder aus den Augen verloren. In letzter Zeit schaue ich eher auf meine Piwik Statistiken. Aber ich werde es mir wohl doch noch einmal ansehen, denn in der Tat stört auch mich manchmal der Aufbau von GA.

    Gruß Torsten

  6. @Jasmina, gerne 😉

    @Torsten, wie geschrieben sollen noch andere Tools dazukommen die eingebunden werden können. Vielleicht kommt Piwik ja auch. Ist immerhin auch weit verbreitet.

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