13.01.11

Als Webworker oder Blogger kommt man nicht um die Bearbeitung von Bildern oder Screenshots. Und wenn es nur um ein Artikel-Thumbnail geht – Oft sollte man vor der Verwendung eines Bildes Anpassungen vornehmen. Allerdings braucht man nicht immer das teure Photoshop oder das kostenlose, aber dennoch umfangreiche Gimp. Mit pixlr.com kann man das bequem online erledigen.

Was genau ist pixlr.com?

Pixlr.com ist ein Online-Image-Editor. Wer schon mit Photoshop gearbeitet hat, bzw. es regelmäßig tut, wird schnell feststellen dass das Online-Tool an Photoshop angelehnt wurde. Nicht nur der Aufbau des Tools, sondern auch die vorhandenen Werkzeuge sind an Photoshop angelehnt. Ebenso die Bedienung. Wer mit Photoshop umgehen kann, wird mit pixlr.com keine Probleme haben. Anders herum werden jene, die mit Pixlr umgehen können, auch weniger Probleme haben wenn sie doch mal vor dem recht komplexen Photoshop sitzen.

Doch wenn es eine Umschreibung gibt, die für Pixlr nicht zutrifft, dann ist dies „komplex“. Denn der Online-Editor beschränkt sich auf die Werkzeuge, die man am Meisten braucht, wenn es um die unkomplizierte Bildbearbeitung geht. Auf den ganzen Rest, den man oft nur braucht wenn man auch Grafiker oder Designer ist (oder sich eben intensiver mit der Materie beschäftigt), wird verzichtet. Ideal also für Webworker und Blogger, die zwar zwangsweise mit dem Thema in Berührung kommen, sich aber nicht weiter damit beschäftigen möchten.

Pixlr.com besteht im großen und ganzen aus 4 Modulen:

  • Pixlr Editor – Der besagte Online-Editor
  • Pixlr Express – Kleiner Editor für kleine Bildanpassungen (Größe, Ausschnitte, Effekte, Filter)
  • Pixlr Grabber – Addon für Firefox und Chrome, mit dem man z.B. einen Screenshot direkt im Pixlr Editor öffnen und bearbeiten kann
  • Pixlr Imm.io – Plattform zu teilen von Bildern und Screenshot (Also ähnlich wie Twitpic z.B.)

Man hat also alles was man braucht.

4 Gründe PRO pixlr.com

Meiner Meinung nach gibt es 4 gute Gründe für den Einsatz von Pixlr:

  1. Kostenlose und kompakte Alternative zu Photoshop (Wenn man es für umfangreiche Arbeiten benötigt)
  2. Etwas einfacher zu bedienen als das ebenfalls kostenlose Gimp, da nur die nötigsten Werkzeuge
  3. Überall nutzbar, da online.
  4. Bearbeitung aller gängigen Formate möglich (auch PSD inkl. Ebenen)

Pixlr.com im Einsatz

pixlr-auswahl

Ist man auf der Website von pixlr angekommen kann man im horizontalen Menü nun das gewünschte der 4 Tools auswählen. Ich zeige euch hier nur den Editor, da es über die anderen 3 Tools nicht wirklich etwas zu sagen gebe. Was man dahinter findet, habe ich bereits oben aufgezählt und der Rest ist wirklich selbsterklärend.

Der Pixlr Editor

pixlr-editor-start

Die erste Auswahl die man zu Gesicht bekommt spricht eigentlich für sich. Man kann entweder ein neues Bild erstellen, eines von der Festplatte öffnen, oder ein Bild von einer bestimmten URL oder von einem Online-Dienst auswählen. Ich persönliche habe nun mal ein Beispielbild von der Festplatte geöffnet, dass ich mit Photoshop erstellt habe. Der Grund ist ganz einfach, dass ich das Beispiel gleich anhand einer Photoshop-Datei (PSD) mit mehreren Ebenen machen möchte. Das Bild habe ich mir als Artikel-Thumbnail für den Webmaster-Friday erstellt um nur noch den Text des Themas ändern zu müssen.

pixlr-übersicht

Die Bearbeitungsfläche ist natürlich größer als auf dem Screenshot. Ich wollte nur nicht unnötig Platz im Screenshot verschenken. Folgend, verschaffe ich euch eine kleine Übersicht, was im Tool enthalten ist und wo man es findet. Ich bitte euch aber um Verständnis, dass die Erklärung von jeder Option im Detail, den Rahmen des Beitrags sprengen würde.

Im horizontalen Menü (1) lassen sich nun verschiedene Einstellung für Programm und das geöffnete Bild vornehmen. Der Punkt Datei ist wohl bei jedem Programm im Ursprung gleich (Neu, Öffnen, Speichen, Drucken, Schließen). Unter Bearbeiten findet man die gängigen Optionen wie Rückgängig, Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, usw. Unter Bild kann man die Bildgröße ändern, Das Bild drehen, spiegeln oder freistellen. Unter Ebenen kann man Ebenen duplizieren, anordenen, rastern und mehr. Beim Punkt Anpassungen gibt es Einstellungen für die Helligkeit und den Kontrast, Farbton und Sättigung und andere Bildeffekte/Einstellungen. Der Punkt Filter spricht für sich und unter Anzeigen gibt es Einstellungen wie Zoomen, Vollbildmodus, oder die Anzeige der Fenster (4)(5)(6). Dann gibt es noch die Punkte Sprachen und Hilfe, die ich wohl auch nicht näher erläutern muss. (Stellt man die Sprache nicht schon vorher auf der Website von pixlr ein, ist der Editor Standardmäßig in Englisch.)

Die Werkzeugleiste (2) beinhaltet die wichtigsten Werkzeuge die man eigentlich in jedem gut organisiertem Grafikprogramm findet. Beim drüberfahren mit der Maus wird der Zweck des jeweiligen Werkzeugs eingeblendet. Wenn man auch mit dem eingeblendeten Begriff nichts anfangen kann, kann man einfach die Hilfe benutzen, oder eine Suchmaschine seiner Wahl. Man kommt sehr schnell zur gewünschten Beschreibung.

Zum Fenster der geöffneten Bild-Datei (3) muss gibt es eigentlich nichts zu sagen. Weiter geht es auf der rechten Seite wo wir den Navigator (4) finden. Mit diesem kann man über den Reglner zoomen und sieht in der kleinen Ansicht immer, in welchem Ausschnitt man sich gerade befindet. Darunter gibt es das schon erwähnte Fenster für Ebenen (5). In meinem Beispielfall habe ich mit Photoshop ein Bild erstellt, das ich immer für den Webmaster-Friday benutze. Hier sieht man die 3 Ebenen nun. An unterster Stelle findet man das Hintergrundbild, das immer unverändert bleibt. Eine Ebene drüber ist die weiße transparente Fläche, die hinter dem Text steht. Diese wird dann immer von der Größe an den Text angepasst. Und an oberster Stelle steht eben der Text, denn ich dann je nach Thema des WMF anpassen kann. So muss ich nicht immer bei null anfangen.

In der Historie (6) werden immer die letzten Schritte angezeigt die man gemacht hat. Im Beispielfall hab ich also nur das Bild geöffnet. Hier wird jeder Schritt den man macht „notiert“. Der Vorteil liegt darin, dass man schnell ein oder zwei Schritte zurückgehen kann, wenn einem ein Fehler unterlaufen ist. So sieht man dann auch gleich, an welche Stelle man springt, bzw. kann sich diese aussuchen.

Fazit

Ich finde das Tool genial. Ich arbeite eigentlich ausschließlich mit Photoshop. Aus Interesse habe ich mal Gimp getestet. Gimp ist ein sehr gutes und umfangreiches Bildbearbeitungs-Programm, allerdings hatte ich mit der Bedienung teilweise etwas zu kämpfen, da ich Photoshop gewöhnt bin und dass dann doch etwas abweicht. Für neutrale Nutzer sieht das natürlich wieder anders aus.

Pixlr.com finde ich wirklich sehr gut. Man kann Photoshop-Dateien bearbeiten und hat auch die Ebenen zur Verfügung. Außerdem ist das Tool online und damit ist nur ein PC (oder MAC) mit Internetanschluss notwendig um das Tool zu nutzen. Für ein solches Programm ist die Performance erstaunlich gut. Ich hab bisher zu keiner Zeit das Gefühl gehabt es würde etwas länger dauern. Somit kann ich auch bei Kunden oder Bekannten mal ein Bild auf die schnelle öffnen oder bearbeiten, auch wenn diese kein Photoshop besitzen.

Und für Webworker und Blogger ohne Vorkenntnisse mit Photoshop oder sonstigem ist es wirklich eine gute und übersichtliche Lösung, die alles hat was man braucht, aber eben nicht mehr. Von mir klar den Daumen hoch!

Hier gehts zum Pixlr.com

Ich hoffe der ein andere von euch kann damit was anfangen und freue mich wie immer über Kommentare, Meinungen oder auch (konstruktive) Kritik.

Über den Autor Ralf Bohnert

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7 Kommentare für “Pixlr.com – Kompakte Online-Alternative für die Bildbearbeitung”

  1. Kann man eigenltich auch die Ebenen umbennen? Habs grad irgendwie nicht hinbekommen, aber ansonsten ein super Tool!

  2. Hallo, ich finde die Bildbearbeitung mit pixlr auch super einfach,aber kannst du mir sagen,ob ich durch einen Online-Editor Rechte auf meine Bilder an Dritte abgebe? Für eine Antwort wäre ich dir sehr dankbar! Lg

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