22.12.10

Screenpresso ist ein simples aber geniales Screenshot-Tool, mit dem man mehr als nur Screenshots machen kann. So ist auch die direkte Bearbeitung möglich. Zudem gibt es die direkte Anbindung an die eigenen Social Media Profile.

Die wichtigsten Funktionen von Screenpresso

Screenpresso kann einem das Leben, gerade als Webworker, ziemlich erleichtern. Hier eine kleine Übersicht, was Screenpresso alles drauf hat:

  • Screenshots des ganzen Bildschirms
  • Screenshots von Fenstern oder individuellen Teilbereichen
  • Panorama-Screenshots (z.B. ein Komplette Website von oben bis unten)
  • Social Media Anbindung (Screenshot direkt über Twitter, Facebook und Co. verbreiten)
  • Größenanpassung individuell oder mehrerer Bilder auf einmal
  • Integrierter Editor (Hinzufügen von Beschriftungen, Aufzählungen, Pfeilen, Formen, usw.)
  • Screenshots direkt via Email versenden
  • Portable Anwendung ohne Installation (Auf den Stick ziehen und überall starten)

Das sind die Kernfunktionen von Screenpresso. Schauen wir uns das mal genauer an.

Screenpresso einstellen

Screenpresso in der TaskleisteHat mal Screenpresso installiert, das man übrigens hier herunterladen kann, erscheint zukünftig ein Symbol in der Windows Taskleiste, über das sich bei Bedarf Einstellungen vornehmen lassen können.

In den Einstellungen braucht man eigentlich nicht viel ändern. Einzig das Verzeichnis, wo die Screenshots temporär abgelegt werden sollte man angeben wenn einem das Standard-Verzeichnis von Windows nicht passt (was mir nie passt).

Screenpresso Einstellungen

Unter dem Reiter „Screenshot“ findet man dann noch Grundeinstellung für die getätigten Screenshots. Unter Anderem Dateiformat, Dateiname, Größe, Effekte und noch 2-3 Sachen mehr, die eigentlich unwichtig sind. Spannender wird es dann im Bereich „Sharing“.

Screenpresso Sharing-Möglichkeiten

Hier könnt ihr jetzt die verschiedenen Sharing-Optionen sehen. Sind eigentlich die wichtigsten Dienste dabei. Einfach das gewünschte Netzwerk anklicken und den Anweisungen folgen.
Im Falle von Twitter musste man logischerweise die Zugangsdaten von Twitter eingeben und einen Pin von Twitter anfordern, der wiederum in Screenpresso eingetragen wird. Dies dient dazu, den Zugriff von Screenpresso auf Twitter zu genehmigen und dauert wenn überhaupt ne Minute! Wie das ganze dann im Einsatz aussieht, zeige ich weiter unten.

Screenpresso im Einsatz

Hat man Screenpresso also installiert und gestartet wird dich Taste „Druck“ automatisch mit Screenpresso verknüpft. Folgende Aktionen lassen sich dann via Tastenkombination tätigen:

  • Bereich aufnehmen Druck
    Wenn man einen Bereich auf nimmt hat man 2 Optionen. Entweder man zieht ein „Fadenkreuz“ über den gewünschten Bereich, oder man ziehlt mit dem „Fadenkreuz“ auf den Rand eines gewünscht Fensters. Diese wird dann automatisch erkannt und ausgewählt was ziemlich praktisch ist.
  • Den vorherigen Bereich aufnehmen Shift + Druck
  • Gesamten Bildschirm aufnehmen Strg + Druck
  • Panorama aufnehmen Strg + Shift + Druck
    Benutzt man die Panorama Funktion das erste Mal, öffnet sich ein kleines Hilfefenster, in dem der Vorgang erklärt wird. Alternativ erscheint auch ein Link zu einem YouTube Video in dem es in Videoform gezeigt wird
  • Verlauf lange auf Druck

In der Praxis ist das Tool noch geiler wie in der Beschreibung. Das muss ich jetzt einfach so sagen. Ich hab mal ein Screenshot gemacht, in dem ich mehrere Bearbeitungsfunktionen des integrierten Editors benutzt habe:

Screenpresso in der Praxis

  • Die Nummerinung sind z.B. mit dem Editor erstellt. Das Ganze mit wenigen Klicks.
    1. (1) Hier habe ich zwei Werkzeuge benutzt. Einmal um den roten Rahmen um den Text zu ziehen und dann noch um den Text unkenntlich zu machen. (Sehr nütztlich wenn man Screenshots von Tools macht, in denen auch Daten zu sehen sind, die niemanden etwas angehen)
    2. (2) Hier habe ich noch einen Pfeil gemacht. Es lassen sich hier unterschiedliche Pfeil-Arten auswählen und der Pfeil lässt sich beliebig drehen und ziehen.
    3. (3) Hier habe ich die Beschriftung-Option benutzt. Anstatt einer Sprechblase lassen sich auch normale Rechtecke oder andere Elemente benutzen. Oder eben einfach Text-Only.

Nach jedem Screenshot wird kurz der Screenshot-Verlauf angezeigt, der auch über das längere Gedrückt halten der Print-Taste aufrufbar ist. In diesem Verlauf sieht man in Bereich (1) die letzten Screenshots. Heißt, man macht einmal alle Screenshots und kann sie im Nachhinein dann bearbeiten (2), wenn gewünscht.

Screenpresso Screenshot Menü

Oder man kann den Screenshot direkt im Netz verbreiten. In meinem Fall mach ich das jetzt mal mit Twitter (3).
Ich mach also einen Screenshot und im gleichen Atemzug erscheint kurz das Verlaufsfenster (kann man in den Einstellungen auch ausstellen was aber eigentlich kein Sinn macht). Dort gehe ich dann direkt auf meinen vorher angelegten Twitter Account (3).

Screenpresso und Twitter

Nun habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich füge eine Nachricht hinzu und sende dann die Nachricht inkl. des Screenshots, der bei Twitpic hochgeladen wird, an Twitter. Das sieht dann nach dem Klick auf „senden“ so aus:

Screenpresso Screenshot an Twitter gesendet

Oder ihr wählt die Option „Nur auf Twitpic senden“. Danach wird euch der Link angezeigt, den ihr dann manuell in euren Tweet kopieren könnt. Die empfiehlt sich vor Allem, wenn man die volle Textlänge braucht, die durch das „Gesendet von screenpresso.com“ eingeschränkt wird.

Wobei, es gibt noch die Option, einfach die PRO-Version von Screenpresso zu kaufen. Kostet schlappe 8,99€ und ist jeden Cent wert. Ich werde mir das selbst zu Weihnachten schenken 😉

Kostenlose Version gegen Pro-Version

Wie eben angedeutet gibt es eine kostenlose Version und eine so genannte Pro-Version.
Die Unterschiede sind ganz einfach erklärt. Beide Versionen haben den selben Funktionsumfang. Einzig das beigefügte Branding bei direkten Tweets oder der Verbreitung via Facebook, Email, usw. ist bei der Pro-Version weg.

Hier könnt ihr die Features und „Unterschiede“ im Detail sehen.

Fazit von Screenpresso

Ich muss sagen, ich bin einfach nur begeistert. Bisher habe ich das alles viel umständlicher gemacht.
Screenshot gemacht -> in Photoshop geöffnet -> Größe angepasst -> Beschriftungen und Pfeile eingefügt -> abgespeichert -> hochgeladen -> und und und.

Nun geht das alles SEHR einfach und in einem Zug. Wenn man alleine meine Zeitersparnis an einem Tag mit meinem Stundensatz hoch rechnet, könnte ich mir min. 20 Lizenzen davon kaufen (oder sinnvollerweise noch andere Tools).

Für mich ein Muss für jeden Webworker oder Blogger, die von Haus aus ja in der Regel so einige Screenshots machen und bearbeiten müssen. Also klar Dauem hoch.

PS: 2011 kommt noch eine Videofunktion, mit der man dann auch Screencasts produzieren kann. Ich bin gespannt.

Hier gehts zu Screenpresso!

Wie gefällt euch das Tool? Hattet ihr es schon im Einsatz? Wenn jemand noch bessere Alternativen hat, bin ich für Tipps dankbar!

Über den Autor Ralf Bohnert

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6 Kommentare für “Screenpresso – kostenloses Screenshot-Tool mit Bearbeitungsfunktion und Social-Media-Anbindung”

  1. Nicht schlecht das Tool… bin bisher mit dem integrierten Screenshot-Tool auf dem Mac gut zurechtgekommen. Das hat aber nicht die besonderen Extras die Screenpresso auszeichnen…

  2. @Viktor, kommt ja auch immer auf die Anforderungen an, die man an das Tool hat. Im Falle von Windows 7 würde für normale Screenshots auch das integrierte Snipping Tool reichen, mit dem man ebenfalls einen Bereich markieren kann, aus dem dann der Screenshot besteht.
    Aber sobald man Tutorials oder Tool-Vorstellungen z.B. für einen Blog machen will, erspart man sich so, also mit Screenpresso, schon viel Zeit!

  3. Ich mache meine Screenshot auch immer noch so umständlich und bearbeite die Screenshots in Powerpoint oder Photoshop. Irgendwie tue ich mich immer schwer neue Tools zu nutzen. Aber wie Du das beschrieben hast finde ich es gut, auch dass man es vorher mal testen kann, bevor man es sich kauft. Vielen Dank für den Tipp 😉

  4. @Silke – gerne doch 😉 Du musst es nicht einmal kaufen. Nur bei direktem Senden an z.B. Twitter oder Facebook setzt das Tool automatisch ein Branding dahinter. Wie schon geschrieben kann man den Screenshot aber einfach nur bei Twitpic hochladen und den Link dann in den Tweet kopieren.

    Sollte es aber nur um die Bearbeitung gehen, hast du keine Einschränkungen bei der kostenlosen Version. Aber 8€ für ein gutes Tool ist auch nicht wirklich viel, wenn man bedenkt das die Entwickler da sehr viel Arbeit reinstecken.

  5. wirklich sehr praktisch um panoramabilder von großen webseiten zu machen. danke dafür!

  6. Mir gefällt Screenpresso auch wirklich gut. Die Bearbeitungsmöglichkeiten sind einen Tick besser als bei anderen Screenshot-Tools. Schade ist aber, dass das Hinzufügen eines eigenen Wasserzeichens nur in der Pro-Version möglich ist. :-/

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