16.12.10

Bestimmte Statistiken der eigenen Website/des eigenen Blogs im Auge zu behalten gehört heute zum Alltag eines Webworker. Bei Google Analytics ist es möglich, benutzerdefinierte Berichte direkt ins Postfach zu bekommen.

Das geht eigentlich schon sehr lange, doch viele Wissen es gar nicht. Dabei ist es so bequem sich die wichtigsten Zahlen regelmäßig zuschicken zu lassen.

3 wichtige Gründe, für den automatischen Versand von Analytics Berichten

Für mich gibt es 3 Gründe, warum ich den automatischen Versand von benutzerdefinierten Berichten in Anspruch nehme.

  • Tägliche Zeitverschwendung mit dem Sichten von meinen Zahlen
    Bei mir ist es gerade bei neu gestarteten Projekten eine Angewohnheit, jeden Tag das Google-Konto zu besuchen, um mir die Entwicklungen meines Projektes anzugucken. Manche haben diese Angewohnheit auch noch, wenn das Projekt nicht mehr so neu ist. Regelmäßige Kontrolle und Auswertung ist auch wichtig, aber wenn man es übertreibt hat das 2 entscheidende Nachteile. Zum einen ist das jeden Tag Zeit die drauf geht, in der man unter Umständen hätte was sinnvolleres machen können. Zum anderen kann es auch demotivieren, wenn die Zahlen nicht sofort den eigenen Vorstellungen entsprechen.
  • Einfache Statistik für Kunden, die evtl. mit dem Umgang von Google Analytics überfordert sind
    Google Analytics ist ein feines Tool. Doch es gibt eben auch die Sorte von Menschen, die für Ihre Webprojekte eine Agentur oder einen Freelancer beauftragt habe, da sie sich nicht tiefgründig mit der Materie befassen möchten. Bevor ich nun aber einem Kunden (wie es leider häufig gemacht wird) monatlich einen gewissen Betrag in Rechnung stelle, damit ich ihm bestimmte Zahlen zusammenstelle, erstelle ich leiber einmal die Berichte und plane den Versand z.B. zum 1. jeden Monats.
    Damit hab ich keine Unnütze Arbeit und der Kunde keine unnötigen Kosten. Ich glaube das nennt man ehrlichen Service 😛
  • Vernachlässigung von Projekten
    Der dritte Punkt ist die mögliche Vernachlässigung eines Projektes. Bei den Hauptprojekten kümmert man sich meist automatisch um die Überwachung und Optimierung. Kleinere Projekte kann man aber schnell mal aus den Augen verlieren, obwohl aus diesen evtl. auch mehr rauszuholen ist. Also lasse ich mir den Bericht in regelmäßigen Abständen ins Postfach schicken, und werfe somit dann auch regelmäßig einen Blick drauf. Und wenn dann die ein oder andere Idee dadurch kommt, was ich optimieren könnte, gut. Auf jeden Fall hab ich das Projekt im Blick und kann bei Bedarf handeln wenn ich es für erforderlich halte.

Das sind 3 Punkte, die aus meiner Sicht die Berichtserstattung via Email sinnvoll erscheinen lassen. Gibt sicherlich noch andere, da hat denke ich jeder seine eigenen Ansichten. Nun aber zum Versand des Google Analytics Berichtes.

Den Standard Google Analytics-Bericht via Email zusenden lassen

Um einen Standard Bericht via Email zu versenden braucht es nur wenige Klicks.

Standard Bericht von Google Analytics via Email versenden

Einfach auf dem Dashboard den E-Mail Button anklicken. Danach kann man dann den Empfänger wählen, den Betreff eingeben und bestimmen, in welchem Format der Bericht angehängt werden soll.

Standard Bericht von Google Analytics via Email versenden

Will man den Bericht nur an sich selbst senden, muss einfach das Häckchen „An mich senden“ aktiviert sein. „An mich senden“ heißt in diesem Fall an die Googlemail-Adresse die in diesem Konto hinterlegt ist. Soll der Bericht an mehrere Absender, nutzt man das Eingabefeld darüber. Anschließend kann man noch Betreff und Beschreibung eingeben und das Dateiformat wählen.

Schickt man die Mail aus dem Dashboard heraus, sendet Google eine Zusammenfassung aller Daten. Allerdings kann man auch benutzerdefinierte Berichte erstellen.

Benutzerdefinierten Google Analytics Bericht erstellen und versenden

Um einen benutzerdefinierten Bericht anzulegen, müsst ihr unter der linken Navigation in den Bereich „Benutzerdefinierter Berichtserstellung“ gehen, danach darunter auf „verwalten“.

Google-Analytics - Benutzerdefinierte Berichterstellung

Dort auf der rechten oberen Seite erscheint der PunktGoogle Analytice Bericht erstellen

Nun kann man seinen Bericht „gestalten“ und individualisieren.

Google Analytics Bericht erstellenAuf der linken Seite habt ihr verschiedene Kennzahlen (blau) und Dimensionen (grün) zu Verfügung. Die Auswahl ist wie von Google Analytics gewohnt sehr umfangreich. Nun könnt ihr eure Auswahl einfach via Drag & Drop in den dafür vorgesehen Bereich ziehen. Wer nicht klar kommt, weil er mit den Begriffen bzw. der Vorgehensweise nicht zurecht kommt, findet hier eine Einführung von Google zu dem Thema. Dort sind dann auch weiterführende Links enthalten.

Habt ihr nun euren Bericht angelegt, geht ihr einfach auf „Bericht speichern“. Alternativ könnt ihr euch auch eine Vorschau anzeigen lassen.

Berichte planen und mehrere Berichte zusammenfügen

Wenn man nun wie oben beschrieben jedes Mal manuell eine Mail versenden muss, macht das natürlich keinen Sinn. Die Funktion für einmaliges Versenden ist auch nützlich, aber in den meisten Fällen wird eine Versand-Planung die gewünschte Option sein.

Diese erreicht ihr wenn ihr innerhalb des Berichtes wieder auf das Email-Symbol klickt. Dort aber nun den Reiter „Planen“ auswählen (Ist oben auf dem Screenshot zu sehen).
Nun sind die Einstellungen an sich nicht anders wie oben. Die entscheidende Funktion die aber jetzt auswählbar ist, ist der Zeitraum des Plans, bei dem sich über ein Dropdown-Menü nun 4 Zeiträume einstellen lassen:

Google Analytics Zeitraum für Email-Planung

Einfach den gewünschten Zeitraum auswählen und auf „Planen“ klicken. Und schon kommen im ausgewählten Intervall die Berichte ins Postfach geflattert.

Mehrere Berichte zusammenfügen

Nun kommt es natürlich (wahrscheinlich nicht selten) vor, dass man mehrere benutzerdefinierte Berichte hat. In diesem Fall macht es natürlich kein Sinn jeden Bericht einzeln zuschicken zu lassen, sonst hat man am Ende 8 Mails im Postfach, spammt sich also selbst die Bude voll :P.

Sollten es also mehrere Berichte sein, legt man die Planung für einen Bericht an und fügt andere Berichte hinzu. Steht die Planung für einen Bericht, geht ihr anschließen wieder auf das Email-Symbol und wählt diesmal den Reiter „Zu Vorhandenem hinzufügen“.

Google Analytics Berichte zusammenfügenIn meinem Beispiel gibt es nun nur eine Planung, der man den Bericht hinzufügen könnte. Wenn es mehrere Berichte und Intervalle gibt, muss man eben den entsprechenden Eintrag auswählen und auf „Bericht hinzufügen“.

Schon landen eure Berichte automatisch in bestimmten Intervallen in eurem Postfach.

Nutzt ihr die Email-Funktion von Google Analytics, oder seid ihr jeden Tag manuell auf der Jagd nach neuen Zahlen?

Über den Autor Ralf Bohnert

Servus. Hat dir der Artikel gefallen? Freue mich über Kommentare oder wenn ihr die Artikel mit anderen teilt! Und denkt an den Feed ;-)

5 Kommentare für “Google Analystics Berichte bequem via Email zusenden lassen”

  1. Ich habe die Email-Funktion bisher übersehen bzw. gar nicht gewusst, dass es sowas gibt und war „[…] manuell auf der Jagd nach neuen Zahlen […]“. 😀

    Danke für den Tipp, werde die Funktion von nun an benutzen. 🙂

  2. @Paul, mir ging es ähnlich. Ich wusste das es die Funktion gibt, aber ich hab lange übersehen, dass man das ganze auch planen kann. 😉 Besser spät rausgefunden als nie 😛

  3. Ich bin kein Freund von Google Analytics, schließlich weiß Google eh schon genug über mich und auch sonst. Warum sollte ich denen also noch mehr über mich und mein Netzwerk (aka die Besucher auf meiner Seite) verraten? Daher benutze ich Piwik, die Open-Source Alternative zu Analytics (piwik.org wen’s interessiert).
    Dort gibt es zwar auch einen PDF/eMail Button, aber normalerweise schaue ich lieber auf die Live-Statistiken, bunt und interaktiv sozusagen.

  4. @mySHA – Gott sei Dank kann man es sich aussuchen :P. Piwik ist da aber wohl eine der wenigen qulitativ hochwertigen Alternativen. Zumindest die WordPress Statistik-Plugins taugen nichts.

Trackbacks/Pingbacks

  1.  Linkliste 18 at Random People

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.