13.12.10

Heute gibt es mal wieder ein Interview. Jonas Voges, den meisten von euch wahrscheinlich von seinem Blog bloggonaut.net bekannt, hat mir einige Frage beantwortet.

Jonas ist hauptberuflich selbstständiger Webworker. Im Interview steht er Rede und Antwort zu seinen Projekten, der Arbeit als Webworker und zur Entwicklung von Internetprojekten als Einnahmequelle.

Hi Jonas. Wie immer zuerst der Dank für die Beantwortung des Interviews. Wer ist Jonas? Viele kennen dich eher unter dem Blognamen „Bloggonaut“ oder gar nicht. Deshalb wären ein paar Worte von dir, über dich, ganz nett. Stell dich doch bitte kurz vor. Was sollte man von dir wissen und was treibst du so privat und beruflich?

Hallo Ralf. Vielen Dank für das Interesse an meiner Person 🙂 Tja, wer bin ich? Jahrgang 1978 und stolzer Vater eines zweieinhalbjährigen Sohns. Bis Anfang diesen Jahres einfacher Büroangestellter und seitdem selbständiger Webworker und Familienmanager. Wenn ich also nicht gerade am PC hocke, werden die Freundin und das Kind betreut, gehe aber auch gerne mal aus oder schaue mir eine DVD bzw. Blue-Ray Disc an 😉

Du bist also hauptberuflich Webworker. Heißt also du lebst von Internetprojekten. Erzähl mal ein bisschen – Wie kam es dazu, wie ist dein Einstieg in die Branchen verlaufen und was waren deine Meilensteine zum hauptberuflichen Webworker?

Im Internet bin ich seit Ende der 90er aktiv, Anfangs nur zum Spielen und Staunen, später auch im Bereich Hobby-Webdesign und dem Erstellen von Clan-Webseiten. Angefangen Geld zu verdienen habe ich ungefähr 2003 mit einer kleinen Grußkartenseite, auf der ich Jamba Klingeltonbanner von affili.net einbaute, welche mir die ersten Online-Euros einbrachten. Leider hatte ich zu der Zeit auch noch andere Dinge im Kopf und somit das Ganze einige Jahre schleifen lassen, bis ich 2008 zum Bloggonaut.net Blog kam. Ohne den Blog hätte ich den Schritt in die Selbständigkeit sicher nicht (oder erst viel später) gewagt.

Im August 2008 hast du deinen ersten Beitrag auf deinem Blog Bloggonaut.net verfasst. Doch dies war nur dein erster Beitrag, den Blog gabs ja schon davor. Wie ist es dazu gekommen, dass du den Blog übernommen hast und was war die damalige Zielsetzung für den Blog?

Ehrlich gesagt war es nie meine Absicht einen Blog zu betreiben 🙂 2008 Habe ich in einem Online-Marketing Forum nach einem größeren Projekt gesucht, welches ich käuflich erwerben wollte. Gemeldet hat sich der Vorbesitzer von Bloggonaut.net und so kamen wir ins Gespräch. Auch wenn ich vorher nix mit Bloggen am Hut hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. Eine Zielsetzung und große Pläne gab es nicht 🙂 Es war eine reine Bauchentscheidung den Blog zu übernehmen und ich habe es bis heute nicht bereut.

Nach etwas mehr als 2 Jahren lebt der Blog immer noch. Hast du deine ursprünglichen Ziele also erreicht? Was sind die Ziele für die Zukunft was den Bloggonaut angeht?

Du hast Recht. Für einen Blog sind 2 Jahre schon ein recht hohes Alter. Viele Blogger geben nach kurzer Zeit wieder auf, was meistens an der Motivation liegt. Ich wollte nie mit Bloggen reich werden und die große Kohle machen. Was übrigens mit einem Blog sauschwer ist, wenn man nicht täglich Top-Artikel raushaut, und das über Monate/Jahre. Eigentlich nutze ich den Blog hauptsächlich als Spielwiese, zum „Networking“ und natürlich auch mal um ein neues Projekt zu bewerben. Durch das Bloggen auf Bloggonaut.net habe ich unheimlich viel gelernt und wertvolle Kontakte geknüpft. Ich hoffe das wird auch in der Zukunft so sein.

Erst vor kurzem hast du einen Co-Blogger gesucht und mit Christian von zweidoteins.de auch gefunden. Läuft die Arbeit mit einem Co-Blogger im Nachhinein so, wie du sie dir vorgestellt hast? Eine weiter ausbaufähige Idee bzgl. Co-Autoren?

Christian ist ein Glücksgriff. Wir sind auf einer Wellenlänge und ich bin froh Ihn als Co-Blogger zu haben. Da ich durch andere Projekten und auch privat ziemlich viel um die Ohren habe, kam ich in letzter Zeit kaum noch zum Bloggen, und wenn, dann hatte ich immer öfter eine Schreibblockade, weil der Druck da war, unbedingt wieder einen Artikel veröffentlichen zu müssen. Mir war es wichtig einen Co-Blogger zu finden, der Lust am bloggen hat und sich nicht des Geldes wegen bewirbt. Christian ist zwar noch jung, lernt aber schnell, ist hoch motiviert und hat gerade mit seinem neuen Affiliate-Projekt die ersten Einnahmen erzielt. Weitere Autoren stehen nicht zur Diskussion, wobei ich natürlich für Gastartikel Anfragen immer offen bin 😉

Ebenfalls vor ein paar Wochen hast du dein neues Projekt vorgestellt in dem es um Facebook-Games geht. Mich persönlich nerven diese Apps/Games immer. Wie bist du darauf gekommen? Läuft das Projekt gut an?

Mir gingen die unerwünschten Statusmeldungen der Games auch immer auf den Senkel, was ja zum Glück jetzt abgeschafft wurde. Die ganzen Quiz- und Sprüche-Apps nerven auch tierisch, werden aber nicht auf meiner Seite vorgestellt. Ehrlich gesagt spiele ich auch kein einziges Facebook Spiel 😉 dafür hat mich die Thematik gereizt. Facebook ist groß im Kommen, warum also nicht auch Social-Gaming? In nächster Zeit wird es wohl noch ein Nischenprojekt bleiben, denn hier in Deutschland sind eher Flash- und Browsergames angesagt. Da die Konkurrenz aber eben noch klein ist, wollte ich das Thema einfach mal ausprobieren. Momentan noch ohne größeren Erfolg, da meine Seite durch einen Anfängerfehler beim Linkaufbau in der Google Sandbox festhängt 😉

Hauptberuflich mit Internetprojekten seine Brötchen zu verdienen ist ein Wunsch von sehr vielen Leuten. Welche Tipps kannst du den Leuten mit auf den Weg geben, die ihnen vielleicht helfen, irgendwann dieses Ziel erreichen zu können?

Wer würde nicht gerne von zu Hause aus (oder jedem anderen Ort auf der Welt!) Geld verdienen? Freie Zeiteinteilung und sein eigener Chef sein ist schon klasse. Habe ich mir auch gedacht und die Sache einfach umgesetzt 🙂 Natürlich ist es alles andere als einfach, genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können. Von Reich werden möchte ich gar nicht sprechen. Als erstes gehört, wie bei jedem anderen Job auch, der Einsatzwillen und harte Arbeit dazu. Wer meint, er kann mal eben im Schlaf Online den schnellen Euro verdienen, hat sich getäuscht. Mein Rat: Ein paar Jahre Erfahrungen sammeln, Wissen aneignen und vieles ausprobieren. Außerdem sollte man auch mal ein Risiko eingehen und etwas Geld investieren. Sei es in Werbung oder neue Projekte. Wer dran bleibt und nicht gleich wieder aufgibt, hat sehr gute Chancen.

Was glaubst du wie sich das Geschäft im Internet entwickelt. Auf welche Arten von Projekten sollte man sich in Zukunft konzentrieren, um nachhaltigen Erfolg zu haben?

Wie Eric Schmidt von Google schon angedeutet hat: Marken werden sich durchsetzen. Das Web-Business wird immer professioneller und die Großen werden die Kleinen verdrängen oder auffressen 😉 Ich würde anstatt auf viele kleine, eher auf weniger, aber dafür größere Projekte bauen. Kann aber auch ganz anders kommen. Who knows 🙂

Hauptberuflich von Internetprojekten zu leben hört sich gemütlicher an, als es wirklich ist. Was für Tipps kannst du zu Themen wie Produktivität und Effizienz geben. Wie findet man den roten Faden und sorgt dafür, auch voran zu kommen?

Ich bin nicht gerade ein Paradebeispiel für Produktivität und Effizienz. Man sollte sich Wochen oder Tagesziele setzen, was ich nicht immer mache. Auch ein Homeoffice ist nicht gerade Ideal, da immer die Gefahr besteht, dass man abgelenkt wird. Voran komme ich, weil mir der Job einfach spaß macht, da brauche ich keine Motivationshilfen und rote Fäden 🙂

Abschließend noch die Frage, wo man sich deiner Meinung nach regelmäßig informieren sollte, wenn man als Webworker arbeitet? Welche Blogs, Magazine oder andere Quellen dürfen nicht fehlen?

Einige Blogs, Seiten und Foren, die ich regelmäßig aufsuche:

Empfehlen kann ich außerdem noch den Newsletter von internetworld.

Momentan nutze ich aber eher Twitter und Facebook um auf dem Laufenden zu bleiben. In meinen Feedreader schaue ich leider nicht mehr so oft rein.

Jonas, ich danke dir für das Interview und wünsche dir natürlich weiterhin viel Erfolg.

Ich habe zu danken 🙂


Wieder mal ein interessantes Interview und ich freue mich auch immer, wenn die Interview-Partner mit mehr als einem Satz antworten. Jonas hat auch ein paar Einblicke in den Job als Webworker gegeben und damit wieder aufgezeigt, dass die „Über Nacht Millionär Angebote“ für den Allerwertesten sind. Von Internetprojekten leben zu können erfordert Durchhaltevermögen und harte Arbeit. Das sollte jedem klar sein.

Wie gewohnt gibt es natürlich noch die Links des Interview-Partner, in dem Fall von Jonas:

Bloggonaut: BlogRSSFacebook
Follow Jonas/Bloggonaut: @Bloggonaut

Hat euch das Interview gefallen? Über eure Kommentare, Anregungen und Kritiken freuen wir (auch Jonas) uns 😉

Über den Autor Ralf Bohnert

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6 Kommentare für “Interview mit Jonas Voges, dem Bloggonaut:“Das Web-Business wird immer professioneller“”

  1. Super Interview mit meinem Blog-Chef. Die Fragen waren sehr interessant, besonders weil es um die Selbständigkeit im Internet geht, was auf vielen Blogs ein sehr erfolgreiches Thema ist. Super Bohn, da hast du dir wieder einen Top Interview-Partner ans Land gezogen!

  2. Danke Christian, freut mich das es dir gefällt. Ich geb mir Mühe das auch so beizubehalten 😉

  3. Halli hallöle!
    Ein super Interview. Habe scon gespannt auf dein nächstes Interview gewartet und muss sagen, dass du dir viel Mühe gibst, um das Ganze etwas persönlicher zu machen – gefällt mir sehr gut. Auf meinem Blog hatten wir diese Diskusion ja auch schon 😉

    Freue mich auf jedenfall auf das nächste Interview!

    Liebe Grüße
    Patrick

  4. Danke Patrick! Nächstes Interview kommt auch bald. Hab ich erst heute versendet 😉
    Freut mich, das dir die Interviews gefallen!

  5. Sehr angenehme und auf meine Person zugeschnittene Fragen. So sollte ein Interview aussehen. Haste echt gut gemacht 🙂

    Gruß
    Jonas

  6. Danke Jonas. Aber die besten Fragen bringen nichts, wenn die Antworten scheiße sind. Von dem her…danke 😛 Genug mit der Schleimerei, hehe

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