12.11.10

Heute wird beim Webmaster-Friday gefragt, was ein guter Kommentar ist. Darauf möchte ich gerne eingehen und die schlechten Kommentare nur am Rand behandeln.

Sind Kommentare in Blogs wichtig?

Aber hallo! Ich denke die Anzahl und die Qualität von Kommentaren ist für den Blogger des jeweiligen Artikels ein wichtiges Erfolgskriterium.
Sicherlich kann man bei mangelnder Anzahl von Kommentaren nicht gleich von einem schlechten Blog oder einem schlechten Artikel ausgehen. Aber wenn man mal einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht hat und damit verbunden auch gewisse Besucherzahlen und Stammleser, dann spiegelt sich denke ich schon die Qualität in den Kommentaren wieder. Zumindest ist das mein Empfinden.

Momentan kann ich z.B. noch damit leben, wenn es zu einem Beitrag mal keine, wenige oder nur relativ kurze Kommentare gibt. Aber wenn der Blog mal wie eben geschrieben eine gewisse Reichweite hat, dann würde ich persönlich die Qualität meiner Artikel auch an Anzahl und Qualität der Kommentare messen.

Mal vom eigenen Empfinden abgesehen, gibt es natürlich weitere Gründe, warum Blogkommentare wichtig sind:

  • Kommentare können weiterführende Informationen enthalten.
  • Kommentare sind für Suchmaschinen relevant und damit auch wichtig.
  • Durch Kommentare können interessante, hilfreiche und aufschlussreiche Diskussionen zum Thema entstehen.
  • Durch Kommentare können aber auch tolle Kontakte, Kollegen, Partnerschaften (geschäftlich) und Freundschaften entstehen.

Kommentare sind also auf den Punkt gebracht ein sehr wichtiger Punkt im Dasein eines Blogs und dessen Blogger.

Was ist nun ein guter Kommentar?

Was eigentlich klar sein sollte ist die Grundvoraussetzung für einen guten Kommentar, dass der Kommentator/Leser den Beitrag vorher auch gelesen hat. Nennt man dann auch themenrelevanter Kommentar, der nur so zu Stande kommen kann -> Klar soweit 😉

Wichtig ist finde ich auch, dass ich einen Menschen vor mir habe. Mindestens den Namen oder Nickname sollte man schon verwenden. Das macht auch die Kommunikation persönlicher, was bei einem Blog wichtig ist. Ich glaube die weit verbreitete Neigung zum „Du“ in Blogs bzw. deren Kommentare spiegelt wieder, das Blogger meist offene Personen sind, die gerne kommunizieren. Und wenn ich dabei jemand mit xy-ungelöst.de ansprechen muss, finde ich das schade! Perfekt wäre noch ein Bild zum Namen. Aber viele wollen das einfach nicht, was man dann akzeptieren muss.

Hinter einem guten Kommentar, steckt meiner Meinung nach auch ein Autor, der wieder kommt. Also guckt, ob es eine Reaktion auf sein Kommentar gibt. Sicher geht das nicht immer, vor Allem und gerade dann nicht, wenn man sehr viel kommentiert. Da kann man auf Blogs, die man nicht unbedingt regelmäßig besucht und die zudem kein Kommentar-Abo anbieten, auch mal vergessen wo man was kommentiert hat. Generell finde ich aber, sollte man sich angewöhnen, nach Reaktionen zu schauen. Ich geh manchmal sogar soweit, dass ich in der Chronik, sofern noch nicht bereinigt, nachgucke wo der Blog steckt auf dem ich kommentiert habe.

Noch eine Anmerkung zu den Zwei-Wort-Kommentaren alla „Klasse Artikel“.

Diese sind durchaus auch gute Kommentare. Wobei, das ist Ansichtssache, aber ich finde diese Kommentare unter bestimmten Voraussetzungen gut.

Beispiel: Der Autor des Kommentars hat vorher schon andere Kommentare bei mir verfasst, die unter anderem auch länger und/oder Teil einer Diskussion waren. Dann kann ich davon ausgehen, dass ein solches Kommentar ein ehrliches Lob darstellen soll. Und in diesem Falle nehme ich das Lob gerne an und freu mich sogar darüber.

Ein NoGo dabei ist aber, dass ein solches Kommentar das erste des Autors ist und Casino- oder Porno-URLs dabei angegeben wurden. Das muss nicht sein und hat auch nichts mehr mit sinnvollem Linkaufbau zu tun.

Und was geht gar nicht bei Kommentaren?

Darauf möchte ich nur ganz kurz eingehen, da die andere Seite zum Thema nicht fehlen sollte, aber nicht danach gefragt wurde. Außerdem möchte ich mir nicht großartig Mühe geben und mich mit dieser Form der Kommentare beschäftigen. Auf den Punkt sind schlechte Kommentare also Kommentare die:

  • offensichtlich NUR dem Linkaufbau dienen
  • offensichtlich oder auch versteckt Werbung darstellen sollen
  • keinen themenrelevanten Inhalt haben (Von oben genannten Kurzkommentaren abgesehen)
  • NUR das oder die Keywords im Namen enthalten
  • von Autoren geschrieben wurden, die nirgends sonst Aufmerksamkeit bekommen
  • NUR dazu da sind, etwas schlecht zu reden (destruktive Kritik)

Schlusswort, oder Satz 😉

Mein Blog, meine Ansicht, meine Regeln. Sicher hat jeder seine eigene Meinung dazu. Lasst es aber nicht soweit kommen, dass unsere Blogosphäre zugemüllt wird! THX for your Attention 😉

Wie ist eure Meinung zu dem Thema. Seht ihr das eher locker oder sogar noch strenger?

Über den Autor Ralf Bohnert

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12 Kommentare für “Kommentare in Blogs sind wichtig – was macht aber ein guter Kommentar aus?”

  1. Ich teile da deine Meinung. Momentan ist es (bei mir) wieder extrem schlimm mit den ganzen Kommentaren die ausschließlich dem Linkaufbau zuzuordnen sind. Es nervt einfach nur.

  2. Wenn es keine Kommentare gebe, würden wir nicht bloggen – das ist doch mal klar. Ohne dieses gefühl „beschtet“ zu werden, würden wir die Blogs doch höchstwahrscheinlich nach spätestens einem halben Jahr einstampfen und uns wieder anderen Freizeitbeschäftigungen zuwenden.
    Was die Qualität der Kommentare angeht: ich bin schon froh, wenn es kein offensichtlicher Spam ist. Ein netter Einzeiler von einem google-Reisendem ist mir dann schon wesentlich lieber, als die Aussage von Kollegen, die regelmäßig meinem Blog lesen, aber noch nie einen Kommentar hinterlassen haben, weil Sie „nichts zum Thema sagen konnten“
    Du hattest es schon kurz angerissen: die Länge der Kommentare.
    Leider sind bei einigen Bloggern lange Kommentare verpönt – man hat das Gefühl, als würde man sie persönlich beleidigen, oder ihnen kostbare Lebenszeit rauben, wenn Sie mal einen längeren Kommentar lesen müssen.
    Grüße Peter

  3. @Kalliey® ja, das kann schon nerven. Aber was hilft es sich aufzuregen, letztlich muss man es nehmen wie es kommt und einfach seine Linie durchziehen!

    @Peter, deiner ersten Aussagen stimme ich zu. Dass ist das was ich meinte, dass wir/ich den Erfolg des Blogs auch an den Kommentare messen und diese Freude und Motivation hervorrufen.
    Also ich persönlich kenne keinen Blogger der lange Kommentare verpönt. Kann ich mir ja kaum vorstellen und eigentlich sollte es anders herum sein. Naja, es gibt wohl überall solche und solche!

    Danke für eure Meinungen bisher!

  4. Hey Bohn 🙂

    Ein echt super Artikel ( 2 Wort comment 😛 ) ne…

    Ich denke das kann mann so wie es ist unterschreiben. Kommentare sind für einen Blog sehr wichtig, den schließlich kommuniziert man ja mit diesem Medium und freut sich natürlich wenn man nicht nur Selbstgespräche führt. Ob man einen guten Artikel / Blog an der Menge der Kommentare messen kann, ist denke ich Ansichtssache. Ich würde es nicht tun, gute Artikel haben manchmal nur einige kleine Kommentare, weil jeder der selben Meinung ist und viele einfach nicht „Guter Artikel“ schreiben wollen und fertig. Dafür gibts es dann aber einge mehrer Erwähnungen in Tweets oder FB.

    Grüße

    Maxim

  5. @Maxim, da hast du natürlich Recht. Aber wenn man über Monate Top-Artikel raushaut und kein Feedback bekommt, dann fühlt es sich für den betroffenen Blogger schon ein wenig nach Misserfolg an. Wenn ich mir vorstelle ich hätte bisher kaum Kommentare…hmmm…wäre blöd.

    So sehe ich es aber als Erfolg an, da schon einige Kommentare hinterlassen wurden und das, obwohl mein Blog noch sehr jung ist!

    Aber sicher kann man das von verschiedenen Seiten sehen. Das sind dann eben die grundsätzlich verschiedene Ansichten zur Definition von Erfolg!

    grüße Bohn

  6. @Bohn

    Ja so ist das leider. Aber für genau jene Gruppierung habe ich jetzt ein tolles Dofollow-Plugin eingebaut und gebe diesen Kommentatoren generell ein Nofollow mit.

    Das bremst die Leute zwar nicht wirklich aus, aber viele hören auf wenn sie sehen das ihr Link ein nofollow-attribut mitbekommt.

    So jedenfalls passiert es bei mir auf dem Blog.

  7. Immerhin hält es den ein oder anderen davon ab dauerhaft sinnlosen Mist zu hinterlassen. 🙂

    Löschen ist auch ne Alternative, aber das hat immer einen faden Beigeschmack.

  8. Wie gesagt ein Blog bedeutet „Kommunikation“, und da sollte es egal sein ob es ein kurzer Blog oder eine ausführlicher ist, denn seine Meinung kann man manchmal auch mit zwei Worten wiedergeben!

  9. Hallo Bohn,
    ich finde es bleibt jedem Blogger selbst überlassen ob er einen Kommentar freigibt oder nicht. Ich für mich würde das eher locker handhaben. Solange man sich mit dem Artikel im Kommentar auseinandersetzt gibt es für mich eigentlich keinen Grund den Kommentar nicht zu veröffentlichen. Hierbei darf der Kommentar auch ruhig etwas knapper ausfallen. Keywords im Namen finde ich nicht so prickelnd. Muss aber letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Schließlich haben ja beide etwas vom Kommentar. Der Blogger hat zusätzlichen Content und der Kommentierer erhält einen Backlink.

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