19.10.10

Die Sonic Media Verlag GmbH hat vor kurzem ein neues Sonderheft herausgebracht. Es handelt sich um das inoffizielle WordPress Handbuch, das ich euch an dieser Stelle vorstellen möchte.

Der Inhalt des inoffiziellen WordPress Handbuchs

Das Buch, das eigentlich ein 198-seitiges Heft ist, beinhaltet fünf Haupt-Themenbereiche. Diese beinhalten insgesamt 50 Workshops, die mit Screenshots aufgelockert sind. Viele Screenshots!
Das Heft Buch soll sich sowohl an Einsteiger, als auch an fortgeschrittene WordPress-User richten.

Nun aber zur Inhaltsübersicht:

  • Der Einstieg
    Unter „der Einstieg“ wird wirklich bei null angefangen. Dabei werden 2 Varianten für den Start beschrieben. Zum einen, wie man einen Account bei wordpress.com erstellt und zum anderem eben der eigenständige WordPress-Blog, der selbst installiert wird und für den man einen Webhosting-Anbieter benötigt. Bei beiden Varianten wird das Dashboard und die verschiedenen Module erklärt.
  • Gestalten und Verwalten
    Hier werden nun die ersten Schritte mit dem eigenen Blog erläutert. Artikel schreiben und bearbeiten, Medien einfügen und gestalten (Bilder, Video, Audio) und auch Kategorien, Tags und Permalinks. Es wird eigentlich alles Wichtige angesprochen, was mit dem Verwalten und Gestalten von Artikeln und Medien zu tun hat.
    Am Ende dieses Kapitels wird man noch in das Thema Widgets und Plugins eingeführt. Dazu gibt’s Beispiele anhand einiger grundlegenden Widgets und Plugins (Tag Cloud Widget, XML Site Map Generator, My Page Ordner, usw.)
WordPress verwalten
  • WordPress einrichten
    Im dritten Kapitel „WordPress einrichten“ geht es nun um die Einrichtung von WordPress an sich – denkt man zumindest. Vielmehr geht es um Themes, Plugins und Custom Fields. Nun, auf den Sinn der hier gewählten Reihenfolge und Benennung der Kapitel gehe ich später noch ein. Jetzt aber weiter mit dem eigentlichen Inhalt 😉

    Den Anfang von Kapitel 3 macht der Workshop „Gestalten Sie Ihr eigenes WordPress Theme“.  Angefangen wird mit einer kurzen Erklärung wo man WordPress herunterlädt und wie man es installiert. Da war doch schon mal was in Kapitel 1!? Ok später……. 😉

    Wie installiert man Themes, wo findet man diese überhaupt und welches sind die besten Gratis- und Premium Themes. All das wird nun aufgezeigt. Ebenso die Bearbeitung der Stylesheets eines Themes. Anschließend werde die „Top WordPress Plugins“ vorgestellt. Sind natürlich sinnvolle und weniger sinnvolle dabei. Aber das liegt immer im Auge des Betrachters und ist auch Geschmackssache. Nun geht’s noch an die Installation und das Verwalten von Plugins, bevor es im letzten Workshop dieses Kapitels noch an das Thema Custom Fields geht.

  • Designs für WordPress
    Gerade ging es um Themes nun um Designs. Das heißt im Detail: Nun dürft Ihr euch an Adobe Photoshop und Illustrator versuchen. Mehr möchte ich gar nicht auf das Thema der Designs eingehen, das mach ich weiter unten.
    Haben wir uns nun als Grafiker versucht, geht es zur  Einführung in CSS. Grundlagen wie Hintergründe und Schriftarten werden beschrieben.
  • Mehr als Bloggen
    Kommen wir zum letzten Kapitel „Mehr als Bloggen“.
    Hier wird relativ kurz beschrieben, wie man mit HTML zum WordPress Layout kommt. Dazu kommen einige nicht zusammenhängende Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen. U.a. wie man seine Flickr-Bilder hübsch darstellen kann, wie man eine statische Startseite gestaltet, wie man WordPress optimiert und vieles mehr. Auf jedes hier behandelte Thema einzugehen würde den Rahmen sprengen. Letztlich ist es einfach ein Tipps & Tricks Sammlung, die auch wirklich interessantes enthält.
Mehr als Bloggen
  • Glossar und die Heft-CD
    Am Ende des Hefts Buchs findet man noch ein Glossar und die Heft-CD.
    Auf der CD befinden sich die Projektdateien (für PC & Mac), die in die Workshops verwendet wurden, 10 Gratis-Themes und nützliche Links und Ressourcen.

Fazit

Das Heft Buch schimpft sich als „inoffizielles WordPress Handbuch“ und soll Anleitungen für Einsteiger und Fortgeschrittene sein.
Mir stellt sich nun die Frage, als was man es wirklich bezeichnen könnte und wer die eigentliche Zielgruppe ist. Ich versuche das mal in Worte zu fassen, die in meinem Kopf kreisen, nachdem ich das Heft Buch gelesen habe.

Negativ

Der Titel ist eigentlich nicht der Richtige. In diesem Buch ist alles drin, nur kein Handbuch für WordPress wie man es anfangs vermutet. Sicher, man lernt die Grundlagen von  WordPress und auch einige Tipps&Tricks. Allerdings wird man auch mit Grafikdesign, Webdesign, usw. konfrontiert. Aber unter einem WordPress-Handbuch stelle ich mir dann doch etwas anderes vor.

Was die Zielgruppe angeht ist es genau so unklar zu definieren. Letzt sollte man eigentlich ein Allrounder sein, der eben nicht nur auf WordPress aus ist, sondern auch andere Bereich kennenlernen will, z.B. die Einführung in Design.

Bei der Struktur der Inhalte muss ich zudem noch einen weiteren Minuspunkt geben. Für die Tatsache, dass es ein Handbuch sein soll und man erwartet, das man Schritt für Schritt durch WordPress geführt wird, ist das ganze ziemlich durcheinander. Mir kam das ganze eher wie ein Magazin für WordPress, Webentwicklung und Webdesign vor. Alles wird mal hier und da gesprochen, es gibt aber eigentlich keinen roten Faden, was gerade für Einsteiger eher störend sein wird.

Positiv

Ich will das Heft Buch aber nicht nur schlecht machen. Der Inhalt selbst ist ja teilweise gut und interessant. Es gibt auch ein paar Abschnitte die wirklich auch für fortgeschrittene interessant sein könnten.
Die Aufmachung ist auch in Ordnung. Jeder Schritt ist mit einem Screenshot versehen. Die einzelnen Workshops lassen sich also locker flockig lesen.

Ich sehe es allerdings wie oben beschrieben eher als „Allround-Magazin“ wo sich jeder das rausziehen kann, das ihn interessiert. Kauft man es mit diesem Hintergedanken, wird man auch nicht unbedingt unzufrieden sein. Und auch der Preis von 12,95€ ist für die Fülle an Informationen akzeptabel. Allerdings gilt das nur dann, wenn man nicht ohnehin schon die Blogs zum Thema WordPress und alles was dazugehört liest. Liest man diese, findet man nur wenig neues und sieht demnach den Preis als nicht gerechtfertigt an. Der Preis ist auch dann ein Knackpunkt wenn man wirklich mit dem Gedanken kauft, ein vollständiges Handbuch im eigentlichen Sinne zu bekommen.

Aber, und das ist gut so, man kann es bei Zeitschriften-Händler seines Vertrauens ja reingucken und dann entscheiden ob es die Art von Infos enthält, die man sucht. Ich habe es einfach ohne aufzumachen mitgenommen, da ich es so oder so hier vorstellen wollte. Und meine Erwartungen, ein wirkliches Handbuch mit rotem Faden durch das Thema WordPress zu bekommen, haben sich leider nicht erfüllt.

Alternative: Da würde ich dann für Einsteiger eher das Praxisbuch von Perun empfehlen, das sich wirklich auf ein Thema beschränkt: WordPress.

Was sagt Ihr dazu – hat euch meine Vorstellung geholfen? Habt ihr es vielleicht selbst schon gelesen und habt eine ganz eigene Meinung dazu? Auf eure Meinung bin ich gespannt 😉

Über den Autor Ralf Bohnert

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4 Kommentare für “Das inoffizielle WordPress Handbuch | Buchvorstellung”

  1. Moin Bohn,

    danke für das Review des Heftes/Buches. Ich hatte nach eisys Tweet mit dem Gedanken gespielt es mir zu kaufen und hatte nach dem ersten Blick auf die Seite und die Previews ein wenig bedenken das es nicht mehr ist als das Wissen von bekannten Blogs. Die Frage die ich mir momentan Stelle ist, besteht ein Mehrwert gegenüber den ganzen Blogartikeln und Tuts da draußen, oder ist alles einfach nur gebunden und neu aufbereitet? … Ich mein für die 12.95 bekomm ich auch ne neue Domain^^ 😉

  2. Hi Lars,

    naja, der Mehrwert ist wieder so eine Sache, die im Auge des Betrachters liegt.
    Ich sag mal so, für Leute die schon etwas Erfahrungen mit dem Bloggen haben und auch andere Blogs zum Thema lesen, finden sicherlich nichts neues was man als Mehrwert bezeichnen könnte….
    Kauf dir die Domain, alles weitere findest du in der Blogosphäre und das nicht nur einmal.

    Ich glaube der Inhalt ist nur für die jenigen interessant, die keine Blogs zu diesen Themen lesen.

    PS: Habs im Bericht oben, wo es um den Preis geht, auch nochmal anders beschrieben. War wohl etwas unklar!

  3. Es kommt halt auch immer darauf an was man von einem „Heftchen“ erwartet.
    Ich hab mir vor kurzem das Webdesign Sonderheft von CT geholt. Natürlich war mir klar damit kein Profi werden zu können, allerdings habe ich mir so eine gute Übersicht zu den aktuellen Techniken und Tools verschaffen können.
    Das Geld war also gut investiert.

  4. @Dennis, ja, deswegen schrieb ich das es immer mi Auge des Betrachters liegt! Da ist es, gerade in diesem Fall, schwer die richtige Worte zu finden wenn man so ein „Heftchen“ 😉 vorstellt!

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