22.09.15

Egal ob selbst gepflegter Feedreader, die sozialen Netzwerke oder andere Möglichkeiten. Viele Wege führen nach Rom zu relevantem Inhalt. Doch welcher Weg ist der Beste für dich? Mit „Soziello“ hat Torben Leuschner nun eine weitere Möglichkeit geschaffen interessante Artikel zu finden und zu filtern, die mir richtig gut gefällt.

Soziello – Alternative für den Feedreader?

Bei mir hat der Feedreader eigentlich ausgedient. Zumindest im Moment. Nachdem ich ihn vor zwei Jahren mal komplett aus den Augen verloren habe (mein Favorit war/ist Feedly) habe ich ihn Anfang 2015 im Zuge der Webworker-Quellenbibel wieder ausgepackt, ausgemistet und neu strukturiert. Gelesen habe ich leider nicht viel. Es ist einfach so viel, was man serviert bekommt, wenn man verschiedene soziale Netzwerke, News-Seiten, Feedreader & Co. im Einsatz hat. Also hat es sich für mich so eingespielt, dass ich mir die Inhalte direkt aus meinem Netzwerk fische. Immerhin stimmt da ja auch die Ausrichtung und vieles überschneidet sich ohnehin.

Nun hat Torben Leuschner eines Tages ein neues Tool rausgehauen, das mir liefert was ich brauche. Ich muss nicht mehr nach relevanten Inhalten suchen, sondern „Soziello“ findet diese für mich. Eine Alternative zum Feedreader?

Was ist Soziello?

Soziello macht letztlich, was ich bis dahin noch manuell gemacht habe. Es sammelt Inhalte von deinem Netzwerk und stellt diese übersichtlich und gesammelt für dich bereit. Das Durchforsten der Nachrichten-Streams auf Facebook & Co. wird also automatisiert.

Algorithmus für die Relevanz

Damit die Inhalte auch wirklich relevant sind, hat Torben einen Algorithmus entwickelt, der auf über zehn Faktoren basiert. Dabei geht es neben den Menschen in deinem Netzwerk auch um Interaktionsrate, Beliebtheit des Inhaltes und mehr. Und das Beste ist, Soziello lernt dazu.

Wenn du Soziello eine Weile regelmäßig nutzt, lernt das Tool. Was liest und teilst du, was gefällt dir gar nicht (kannst du direkt markieren), usw. Gerade heute hat mir Torben von den neusten Änderungen berichtet, die dieses Lernverhalten noch besser werden lassen. In der Tat war es noch nicht ganz so perfekt während meiner Nutzung. Aber das pendelt sich gerade super ein und Torben ist auch wild auf euer Feedback dazu 😉

Fokus auf die wichtigen Dinge!

Soziello legt den Fokus klar auf die wichtigen Dinge:

  • Eine gute Nutzererfahrung – Soziello wurde mobile-first entwickelt und ist von jedem Device intuitiv nutzbar (Wischgesten inklusive).
  • Ich hatte da mal was gelesen… – und Soziello weiß auch was. Im Verlauf findest du alles wieder.
  • Einfaches Teilen der Inhalte direkt aus dem Tool heraus.
  • Lesezeichen – dazu braucht man nichts sagen.

Du kannst dich via Twiter oder Facebook bei Soziello anmelden und genau von diesen Netzwerken kommt auch der Input.

Fazit und Feedback

Genau genommen macht Soziello exakt was es soll. Und das immer besser. Mit der heute integrierten Algorithmus-Änderung sollen die Ergebnisse optimiert werden. Sie waren bei mir persönlich bisher wirklich gut. Nur gab es bei mir eine Person, die sich sichtbar aufdrängte. Aber genau das soll durch die neuen Änderungen gefixed werden.

Was wenn euch Inhalte nicht gefallen? Einfach auf „Gefällt nicht“ klicken und Soziello wertet die Quelle und Art des Inhaltes ab. Ich persönlich würde mir noch eine Blacklist wünschen. Ab und zu sickert dann doch mal eine Quelle durch, die ich nicht sehen möchte.

Ein Vorschlag wäre vielleicht noch, ähnlich wie bei den Emails auf dem Smartphone, dass man die länge des Teasers bestimmen kann. Beispielsweise nach Zeilen. So kann ich noch schneller sehen, ob ich das bekomme, was ich erwarte. Aber das sind Spielereien. Um zum Ende zu kommen:

Ich bin von Soziello bisher begeistert. Mein Kritikpunkt mit der sehr aufdringlichen Quelle wurde heute gefixed und zeigt hoffentlich schnell Wirkung. Für mich momentan, sofern ich zum Lesen komme, eine echte Alternative zum Feedreader. So sehr ich Feedly mochte, Soziello automatisiert letztendlich das, was ich selbst normal mache: Inhalte meines Netzwerkes finden, bewerten und sammeln. Und ich muss nur noch klicken und konsumieren. Schaut es euch unbedingt an, wenn es euch ähnlich geht. Nutzt das Tool dann bitte auch eine Weile, damit es euch „kennenlernt“ – Dann macht die Sache Spaß!

Hier geht es zu Soziello

7 Kommentare für “Soziello – Verpasse keine relevanten Inhalte”

  1. Ich habe grade einmal ein wenig damit rum gespielt. Ist auf jeden Fall ein interessantes Tool, welches recht schnell dazu lernt. Ich werde es in den nächsten Tagen noch ein wenig intensiver testen und bin gespannt auf die Ergebnisse.

    Ich schätze (so scheint es mir zumindest), Inhalte von FB Gruppen kann es über die API nicht auswerten und dazu passende andere Inhalte (außerhalb der Gruppen) aus meinem Netzwerk verstärkt ausgeben/vorschlagen oder?

  2. Hi Kai,

    schön, dass dein erster Eindruck positiv ist.

    Inhalte aus FB Gruppen oder von Freunden können leider seit kurzem nicht mehr per API ausgelesen werden. Facebook hat hier einen Riegel vorgeschoben :-(

  3. @Torben schade, aber klar. Da kannst du natürlich wenig bis garnichts dran ändern.
    Auf jeden Fall gute Arbeit.

    Grml… Und noch ein Tool, welches mich von der Arbeit ab hält! 😀

  4. Ganz spannend, in der Tat. Ich hoffe nur sehr, dass sie den Sprung rein in bestehende Netzwerke schaffen. Denn daran scheitern imho die meisten Tools (meine feedly-Erfahrung deckt sich mit deiner fast 1:1) daran, dass sie so gekapselt bleiben: Um sie zu benutzen, muss man sie ständig bewusst aufrufen oder sich Erinnerungen schaffen, sie müssen also irgendwie „selbstverständlich“ in der täglichen Nutzung werden. So wie ein Twitter, Facebook oder Konsorten.
    Das schafft man m. E. nur dann, wenn es ausreichend Berührungspunkten zu genau den Tools/Netzwerken gibt, die man eh schon ständig benutzt.

  5. Keine Kritik, aber rein aus Interesse @Torben wie soll sich das ganze irgendwann finanzieren? Werbe-Einblendungen? Kostenpflichtige Varianten mit zusätzlichen Features?

  6. @Kai: Kostenpflichtig soll das ganze sicher nicht werden. Dafür ist die Wertschöpfung einfach zu gering. In der Regel entwickle ich solche Tools auch immer ohne an eine mögliche Monetarisierung zu denken. Spart Nerven und schärft den Blick für den Mehrwert. Sobald ein Tool in der heutigen Zeit genug Nutzer hat, ist die Monetarisierung oder ein Verkauf doch eh kein Problem mehr 😉

Trackbacks/Pingbacks

  1.  Die Social Web News aus der 39. Kalenderwoche

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *