Liebster-Award

22.05.15

Momentan geht der „Liebster Award“ durch die Blogosphäre. Robert Weller von toushenne.de, hat mir und anderen Bloggern 11 Fragen zum Bloggen gestellt, die ich gerne beantworte und an der Aktion teilnehme.

Was ist der „Liebster Award“?

Der „Liebster Award“ ist letztendlich eine Art Kettenbrief unter Bloggern, um neue Blogs zu entdecken, andere Blogger eine Bühne zu bieten oder um sich einfach zu vernetzen. Der Award ist auch unter vielen anderen Namen wie „Best Blog Award“ oder „Mein liebster Blog Award“ bekannt und hat eigentlich weder Anfang noch Ende.

Ich hatte versucht den Ursprung zu ermitteln, jedoch ohne Erfolg. Der Award ist schon sehr lange oder besser gesagt immer wieder im Umlauf und neben den unterschiedlichen Namen gibt es auch unterschiedliche Logos und Regeln.

Im Endeffekt sind die Grundprinzipien aber immer gleich und unter meinen Antworten bei den Nominierungen zu finden.

Nun aber meine 11 Antworten auf die Fragen von Robert Weller (toushenne). Vielen Dank dafür Robert!

11 Fragen und Antworten zum Thema Bloggen

Worauf legst du beim Bloggen größten Wert?

Generell versuche ich ich zu bleiben. Sprachlich locker und so, dass es jeder versteht. Zudem versuche ich immer so zu schreiben, das auch Themen-Einsteiger nicht wie der Ochs vor dem Berge stehen. Und ich blogge nichts nur damit ich etwas gebloggt habe.
Mir ist wichtig stets über Themen oder Werkzeuge zu schreiben, die mir schon weitergeholfen haben oder die mich gerade bewegen. Nicht, was vielleicht die Masse gerade hören möchte, weil es gehyped wird.

Wie wichtig ist dir das Aussehen deines Blogs?

Schon wichtig. Deshalb auch das neue Layout, das ich vor Kurzem eingeführt haben. Zwar bin ich noch nicht 100% mit allem zufrieden, aber das zeigt, dass es schon einen gewissen Stellenwert hat. Allerdings habe ich auch gelernt, dass man sich da auch zu sehr verzetteln kann, ohne am Ende einen Nutzen davon zu haben, oder sich gar selbst im Weg zu stehen.

Welchen Stellenwert hat die Publikationsfrequenz für dich?

Früher war sie mir sehr wichtig. Anschließend habe ich den Blog 2 Jahre wegen anderer Projekte vernachlässigt. Nun ist mir vor allem Regelmäßigkeit wichtig, nicht unbedingt die Frequenz. Besonders wichtig ist mir also, dass ich mir jede Woche Zeit für den Blog nehme. Ob dann jede Woche ein, zwei oder nur alle 2-3 Wochen ein Artikel kommt, ist dann nicht ganz so wichtig.

Welche Vorteile glaubst du hat es, lediglich einen einzigen Blog zu betreiben?

Da ich eben nicht nur einen einzigen Blog betreibe, kann ich zumindest sagen: Wenn man mehrere Blogs betreibt, fehlt manches Mal der Fokus und die Einschätzung der richtigen Prioritäten kann schwerer fallen. Selbst bei einem Blog weiß man stellenweise nicht, wo man anfangen soll, ist ja ein Fass ohne Boden. Verbessern und Erweitern kann man immer etwas. Und das gilt bei mehreren Blogs eben mehrfach und kann schon dazu führen, dass man sich auch hier verzettelt, wenn man nicht aufpasst bzw. klare interne Prios und Pläne hat. Das musste ich auch erst schmerzlich lernen.

Inwieweit gehört die „Offline-Welt“ für dich zum Bloggen dazu?

Generell gehört die Offline-Welt sicherlich mehr zum Bloggen dazu als viele sehen. Für mich persönlich gehört sie nicht wirklich dazu. Ich kann nicht Mal begründen warum. Klar, man hat ein paar Kontakte mit denen man mal telefoniert oder einen Kaffee oder ein Bierchen trinkt. Aber sonst und vor allem in Sachen Marketing ist bei mir offline nicht viel los. Man könnte sagen, verschenktes Potential, aber ich muss offen gestanden erstmal weiter lernen wie man das Online-Potenzial ausnutzt.

Worauf würdest du heute in Hinblick aufs Bloggen nicht mehr verzichten wollen?

Puh, da kann man einige Dinge nennen. Erfahrung, WordPress als Werkzeug aber insbesondere die Menschen, die ich kennenlernen durfte und mit denen ich mich immer wieder austausche.

Nutzt du einen Content-Plan um deine Blogartikel zu planen, oder bevorzugst du Agenda-Surfing?

Bisher habe ich Content immer oder meistens aus der Laune heraus produziert. Ich habe ein WordPress-Plugin aktualisiert, was ich schon seit Jahren nutze und begeistert davon bin? Moment, darüber muss ich jetzt schreiben.
Ich habe eine Laune oder ein Thema im Kopf, das irgendwie verarbeitet werden muss oder ich denke es könnte helfen -> Schreiben. Das will ich mir auch bewahren und das macht das Bloggen auch aus. Allerdings bin ich gerade dabei mir meine eigene Art von Content-Planung zu erarbeiten. Das ist momentan aber ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Welche Art und Weise ist zum einen sinnvoll und passt auch zu meiner Arbeitsweise – zu meinem Workflow? Das ist gar nicht so einfach und wird wenn ich da mal zum Punkt komme sicher auch in einem Artikel thematisiert.

Agenda-Surfing habe ich noch gar nicht eingesetzt. Zwar schon über das Thema gestolpert, aber noch nicht im Näheren damit befasst.

Wie lange wird es deiner Meinung nach dauern, bis Unternehmen den Mehrwert von Bloggern für ihr Unternehmen erkennen und wie lange, bis sie auch bereit sind, auf Augenhöhe mit ihnen, bzw. uns zu kommunizieren?

Auch das ist ein laufender Prozess, der aber gerade in Deutschland teilweise noch etwas stockt. Wobei ich sagen muss, dass sich das im Vergleich zu meinen Anfangszeiten als Blogger (2010) schon sehr ins Positive entwickelt hat. Auch wenn das noch nicht immer so klappt, wie es könnte, man merkt oftmals zumindest die Bemühungen der Unternehmen. Und das ist schon sehr schön zu sehen. Aber bis es mal überwiegend auf Augenhöhe stattfindet, wird es noch ein wenig dauern. Das ist aber, muss man klar sagen, abhängig von der Branche.

Welche Entwicklung oder Veränderung würdest du dir für die Blogosphäre wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass jeder den Anderen sein Ding machen lässt. Es gibt so ein typisches Verhalten, so typische Muster. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich versuche es mal an ein paar ganz kurzen Beispielen aus der Online-Marketing/Webworker-Sparte.

  • Ohgott, jetzt fangt der auch mit XY an…
  • Ohje, ist das jetzt Mode oder ein neuer Hype, dass jeder XY macht…
  • Oweia, das sind doch alte Kamellen…
  • Autsch, jetzt verlangt er auch noch Geld für YX…

Nicht zuletzt wegen solcher oder ähnlicher Aussagen, auch von bekannteren Personen, lassen sich eben weniger Bekanntere oder gefestigte Leute verunsichern. Dadurch agieren viele mit angezogener Handbremse oder lassen Dinge bleiben von denen sie innerlich überzeugt sind. Man will ja nicht dumm darstehen.
Ich finde man sollte jeden machen lassen, solange es moralisch unbedenklich ist. Jeder sollte sein Ding machen können ohne innerhalb der Branche dafür überall sinnlos oder im Kollektiv kritisiert zu werden, nur weil jemand wieder zeigen will, wie toll er selbst doch ist. Letztlich alles nur Selbstbeweihräucherung und am Ende kochen doch alle nur mit heißem Wasser.

Und man kann nicht alles und jeden gut finden. Man muss aber auch nicht darauf herumreiten und versuchen dadurch zu profilieren. Ich hoffe man versteht, was ich ansprechen will 😉

Welches war der wertvollste Tipp, den du bisher von einem anderen Blogger erhalten hast?

Passend zur Frage zuvor: „Scheiß darauf was andere sagen! Glaub an dich und mach dein Ding!“
Und das gilt nicht nur fürs Bloggen sondern das ganze Leben.

Was wird der nächste große Schritt für dich bzw. deinen Blog?

Der nächste große Schritt ist der Weg zurück zu alter Stärke. Ausmisten, optimieren und wieder regelmäßig publizieren und kommunizieren. Dazu möchte ich mich gerne an E-Mail Marketing versuchen. Ein Bereich, den ich bisher irgendwie immer vernachlässigt oder vor mir hergeschoben habe.

Regeln, Nominierungen und meine Fragen

Nun möchte ich natürlich die Kette nicht unterbrechen.

Folgende Regeln gelten beim „Liebster Award“:

  • Verlinke den Blog-Artikel, in dem du nominiert wurdest.
  • Beantworte die 11 Fragen.
  • Nominiere selber weitere Blogs und informiere diese darüber.
  • Stelle den Nominierten 11 interessante Fragen.

Meine Nominierungen:

Und nun meine Fragen:

Meine Fragen sind eine Mischung aus den Fragen von Robert die auch ich beantwortet habe und die Fragen die Peer gestellt hat:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Was liebst du am Bloggen besonders?
  3. Was ist das Ziel deines Blogs – was möchtest du bewirken?
  4. Hast du einen Content-Plan? Wie organisierst du deine Themen?
  5. Welchen Stellenwert hat die Monetarisierung deines Blogs?
  6. Welchen Stellenwert hat haben Twitter, Facebook und Co. für dich?
  7. Welche Rolle spielt die Offline-Welt bei deinem Blog/bei dir als Blogger?
  8. Welche Entwicklung oder Veränderung würdest du dir für die Blogosphäre wünschen?
  9. Was war dein schlimmster/schwierigster Tag als Blogger?
  10. Welches war der wertvollste Tipp, den du bisher von einem anderen Blogger erhalten hast?
  11. Was wird der nächste große Schritt für dich bzw. deinen Blog?

Natürlich darf jeder mitmachen der Lust darauf hat. Nicht nur die nominierten 😉 Gebt mir einfach in einem Kommentar bescheid, falls ihr die Fragen bei euch auch beantwortet habt 😉

Über den Autor Ralf Bohnert

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