21.06.12

Gastartikel von Enno – In der Regel tendieren gängige Portale dazu Ratschläge für die Workflow-Optimierung mit einem How to zu beginnen. Wenn ich wissen möchte, wie ich LESS-Variablen korrekt verwenden oder eine CSS-Eigenschaft implementieren muss, ist das unbestritten der richtige Weg. Es gibt wenig Spielraum, die Syntax steht i.d.R. fest.

Ganz anders verhält es sich da bei Workflows. Erstens führen hier viele Wege nach Rom und zweitens ist der jeweils Eingeschlagene oftmals sehr individuell. Dazu muss man sich nur einmal vor Augen führen, wie es 2 verschiedene Leute mit der Musik beim Arbeiten halten. Ich z.B. kann bei denkintensiven Aufgaben auf keinen Fall Musik hören. Lenkt mich zu sehr ab. Der Nächstbeste kann vielleicht gar nicht ohne Musik und arbeitet dadurch möglicherweise sogar konzentrierter. Hier gibt es kein ultimatives How To.

Beim Vorstellen eines Workflows – und genau das möchte ich heute tun – sollte man es meiner Meinung nach so halten wie Mike Vardy und vor jeden Ratschlag, jeder Vorstellung und jeden Tip stattdessen ein How I schreiben. Siehe Überschrift :)

Ich selbst bin sehr interessiert an fremden Workflows und rede entsprechend gern darüber. Das hier ist quasi mein erster Schritt in dieser Unterhaltung, indem ich euch zeige, wie ich momentan beim Verfassen eines Blogposts vorgehe. Vielleicht könnt ihr etwas daraus mitnehmen. Vielleicht wisst ihr sogar, wie der ein oder andere Prozess in meinem Fall noch vereinfacht werden kann. Vielleicht könnt ihr mit meinem Vorgehen aber auch so gar nichts anfangen, weil es absoluter Müll ist. Ich denke in jedem Fall können wir voneinander lernen. Und deshalb freue ich mich auf eine rege Diskussion :)

3 Aufgabenfelder

Im Wesentlichen lässt sicher der Prozess des Bloggens in 3 Teile gliedern: das Sammeln von Ideen, das Niederschreiben des eigentlichen Blogposts und – ja das gehört auch dazu – die Veröffentlichung eines solchen.

Ideenfindung

Das gute an Ideen ist: sie kommen jederzeit. Das schlechte an Ideen ist: sie kommen jederzeit. Auf dem Klo, in der Bahn, während eines Telefonats mit dem US-Präsidenten. Und das allerschlimmste an Ideen ist: sie sind vergänglich. Vor allem bei jemandem mit einem Siebhirn wie dem meinen. Wenn ich sie nicht unverzüglich festhalte, ist kurze Zeit später nicht viel mehr als ein “irgendwas wolltest du dir doch aufschreiben” übrig.

Darum ist es wichtig ein System für das Sammeln dieser Geistesblitze zu haben. Für manche tut es der klassische Notizzettel. Andere haben ein cooles Notizbuch im Ledereinband mit integriertem, von Porsche gebrandetem Kulli. Ich bin da eher digital veranlagt. Dank einem Gerät, das sie Smartphone nennen, eröffnen sich die entsprechenden Möglichkeiten. ToDo-Apps gibt es én masse. Dank Synchronisation über dieses komische Cloud kann ich außerdem jederzeit über meine Notizen verfügen.

Es gibt viele Ansätze in diese Richtung. Ich habe mich auf stinknormale Text-Dateien eingeschossen, die über Dropbox synchronisiert werden. Flexibel (eine Armada gängiger Schreibprogramme bietet Dropbox-Support) und zukunftssicher (plain text never dies). Konkret verwende ich auf meinem Mac nvALT, auf iOS Byword. Es sollte aber jeder für sein eigenes System Programme finde, die die eigenen Bedürfnisse erfüllen.

Um bei allen Notizschnipseln nicht die Übersicht zu verlieren, greife ich außerdem auf eine Namenskonvention zu, die ein Datum und die Kategorie beinhaltet. Der Working-Title dieses Posts lautet z.B. 120526xg Workflow. Gründe dafür: Übersicht, automatische Sortierung nach Erstellungsdatum und Durchsuchbarkeit dank dem “x” vor der Kategorie (g = Gast-Post). Sehr wertvoller Helfer dabei ist übrigens TextExpander.

Hier sollte allerdings jeder das System finden, mir dem er oder sie am besten zurecht kommt und das vor allem funktioniert.

Niederschrift

Sind die spontanen Geistesblitze einmal festgehalten und abrufbereit, lohnt es hin und wieder mit der äußeren Struktur anzufangen. Egal ob über Mind-Maps, Outliner oder einfach im Textdokument selbst – bei längeren Texten macht es durchaus Sinn das zu Schreibende zu gliedern. Dadurch verhindert man, dass man sich in einer Argumentationskette verliert oder anderweitig verhaspelt. Wie gesagt: bei längeren Texten finde ich das durchaus sinnvoll.

Es soll sie ja geben, die Leute, die im WordPress-WYSIWYG-Editor schreiben. Vermutlich sind sie sogar in der Überzahl. Ich kann es niemandem verübeln, jedoch pflege ich zu diesem Ding ein ähnlich gutes Verhältnis wie zu Microsoft Word. Es ist einfach zugekleistert mit unnötigen Funktionen und für das Schreiben suboptimal. Im Gegensatz zu Word, auf das man durch die Verbreitung bei Kunden einfach angewiesen ist, kann ich den WP-Editor aber umgehen.

Es gibt zahlreiche Programme, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Schreiberlingen ihre Arbeit so angenehm wie möglich zu machen. Buzzword dafür: Distraction Free Writing. Ich persönlich verwende Byword (leider Mac-only).

Zum einen liebe ich das Interface, das nichts als die pure Konzentration auf das Geschriebene erzwingt. Daneben gibt es noch nette Features wie das automatische Schließen von Klammern. Beim Tippen einer öffnenden Klammer, wird die schließende automatisch hinzugefügt, während der Cursor genau dazwischen bleibt. Kennen die Entwickler unter euch vielleicht aus ihrer Lieblings-IDE :)

Zum anderen stehe ich auf den Markdown-Support, inkl. dezentem Syntax-Highlighting und Shortcuts galore. Markdown ist grob umrissen eine vereinfachte Syntax des an sich schlecht lesbaren HTML. Durch das Strukturieren meiner Texte mit Markdown erspare ich mir eine Menge Zoff mit dem WP-Editor. ⌘⌥C und schon ist mein Markdown in HTML konvertiert, bereit um im WP-Editor nur noch eingefügt zu werden.

Nun ist Markdown nicht jedermanns Sache und das ist auch gut so. Das Schreiben fühlt sich für mich jedoch einfach schneller an. Gerade das Setzen von Links, was neben dem Einfügen von Bildern so ziemlich das Zeitaufwändigste beim Bloggen ist, geht unglaublich schnell von der Hand. Gepaart mit einigen Services und Skripten lässt sich dadurch ridiculously viel Zeit sparen, so dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: das Schreiben.

Veröffentlichung

Wie bereits mehrfach erwähnt ist ein Workflow etwas sehr individuelles. Was der eine nie mehr missen möchte ist für den Anderen einfach nur anstrengend. Wenn ich aber von Optimierung spreche, komme ich um einen Punkt nicht herum, der auf alle Workflows anzuwenden ist: Automation.

Mit WordPress 3.4 wurde die XML-RPC-Schnittstelle ein wenig erweitert, weswegen sie sich – in meinen Augen – erstmals sinnvoll für das automatische Veröffentlichen benutzen lässt, quasi Bloggen ohne das WordPress-Backend, bzw. den Editor. Dabei meine ich nicht einfach das Ersetzen des Klicks auf den Veröffentlichen-Button. Durch die Kombination der aktualisierten Schnittstelle mit entsprechenden Programmen lässt sich über einen simplen Shortcut der komplette Vorgang erledigen. Der Text wird hochladen und automatisch formatiert (Stichwort Markdown), Bilder können ohne Zutun des Benutzers nicht nur hochgeladen sondern mit korrekter Beschriftung versehen werden. Außerdem lassen sich Tags setzen, Kategorien auswählen, und und und.

Die Zeitersparnis dabei ist monströs und gern würde ich diese Lösung mit entsprechend stolz geschwellter Brust kurz umreißen, allerdings würde ich den Großteil unnötig langweilen. Nicht jeder ist ein Scripting-Kiddie. Darum belassen wir es an dieser Stelle dabei. Bei Interesse könnt ihr mir ja gern eine Mail schreiben oder die Fragen einfach in die Kommentare hauen :)

Schlusswort

Keine Ahnung ob es mir gelungen ist, mein Prozedere halbwegs verständlich zu schildern. Vielleicht hat der ein oder andere ja ein wenig Inspiration abbekommen. Falls nicht, sorry für die verschwendete Zeit 😉

Wie eingangs erwähnt, hoffe ich auf eine ergiebige Diskussion, darum: Habt ihr Tipps, die ihr mit der Bloggerlandschaft teilen möchtet? Versucht ihr durch bestimmte Maßnahmen beim Bloggen Zeit zu sparen und Prozesse zu optimieren?

Über den Autor: Mein Name ist Enno, ich bin goldige 24 Jahre alt und Student. Unter ienno.de blogge ich über Software auf Apple Betriebssystemen. Meiner Leidenschaft als Webentwickler gehe ich als Co-Autor auf senaeh.de nach.

25 Kommentare für “Wie ich blogge – yet another blogging workflow”

  1. Das kenne ich zur genüge:
    „Wenn ich sie nicht unverzüglich festhalte, ist kurze Zeit später nicht viel mehr als ein “irgendwas wolltest du dir doch aufschreiben” übrig.“

    Aber nun mal etwas genauer. Das mit der Dropbox und dem Markdown unterschreibe ich sofort. Allerdings fehlt mir jetzt noch der genau Workflow:

    1. Wie machst Du das mit den Bildern im Markdown
    2. Wie bekommst Du aus dem Markdown den HTML Code?
    3. Wie kann ich die neue API so nutzen?

    Kleine Empfehlung: https://write-box.appspot.com/ die Editor im Browser auf der DropBox, genial

    Gruß
    Wolfram

  2. Ja, egal ob Artikel-Ideen, Dinge die man noch unbedingt erledigen wollte oder Geburtstage. Das Gehirn hat die unangenehme Eigenschaft sich im falschen Moment an die falschen Sachen zu erinnern. Daher müssen alle guten Einfälle möglichst schnell aus dem vergänglichen „RAM“ des Gehirns raus :)

    Mich würde auch das automatische Einbinden der Bilder interessieren. Das finde ich doch immer recht mühsam.

  3. Aaaaaaalso

    1. Bilder-Einbettung:
    Die Bilder ziehe ich einfach in Byword. Dort wird erkannt, dass es sich um ein Bild handelt und es wird eben über Markdown-Syntax eingebunden (![Titel des Bildes](Pfad/zum/Bild.png)).
    Beim Hochladen des Blogposts muss man ein bisschen scripten, um den Byword-HTML-Output auf das, was WordPress benötigt, anzupassen. Byword macht ein einfaches img-Tag draus. An sich tut’s das schon, ich möchte aber gern so nah wie möglich am Original bleiben. Und wenn man sich die Einbindung von Grafiken über das WordPress-Frontend anschaut, wird das ganze von einem caption-Shortcode und einem Link gewrappt. Muss man halt per Skript erledigen.

    2. HTML exportieren:
    Das ist eine Funktion in Byword, sollte eigentlich jeder Markdown-Editor können. Schließlich war das mal der Zweck von Markdown: HTML vereinfachen.

    3. Upload
    Bei der XML-RPC-API (sieht aus wie ne Seriennummer^^) gibt es hauptsächlich 3 Funktionen, die von Belang sind:
    wp.uploadFile (Bild hochladen) → gibt u.a. generierte ID und URL zurück
    wp.editPost (für das Bearbeiten von Titel, Alternativtext und Co, kann man bei uploadFile nicht alles mitgeben)
    wp.newPost (Hochladen des eigentlichen Blogposts)
    Um ein Bild per uploadFile hochladen zu können, muss man per Regex (so mach ich es) erstmal den Bildpfad auslesen, das Bild als Datei im Skript laden und base64-codieren. Anschließend dann eben uploadFile. Hat man dann die ID kann man zusätzliche Datenbankfelder (und somit Eigenschaften des Bildes) über editPost mit Inhalt befüllen, insofern man das denn möchte. Da uploadFile außerdem die genaue URL zurückgibt, kann man das HTML-Markup des Bildes anpassen. Ist das wiederum erledigt kann mit newPost eben der Blogpost hochgeladen werden.

    Alles ein bissl schwierig in kurz zu erklären =/ Ist halt ziemlich viel Geskripte und Rumge-geek-e dabei. Vielleicht veröffentliche ich dazu mal nen eigenen Blogpost auf senaeh.de *Feed-Abonnenten-anlock* 😀

  4. Ich gehöre wohl eher zu den Leute, die alles direkt im WP-Editor machen, denn der ist ja für mich überall erreichbar. Bei einer groben Idee lege ich einfach einen Entwurf an und dann werden da entsprechende Links und/oder Gedanken dazu reingeworfen. Verfolge ich dann die Idee später weiter folgt dann meist ein Artikel in einem Rutsch und fertig ist das Ding. :-)

  5. Solang du damit zurecht kommst, ist das ja auch vollkommen ok. Ich kann den ollen Editor halt nicht ab, ist mir zu überladen. Jeder so, wie er kann :)

  6. Hi Enno,

    oh ja, Ideen kommen wirklich immer. Vor allem im Freien. Und ja, sie sind vergänglich und ja, ich habe auch so ein Siebhirn wie du 😀

    Zum Verwalten meiner Ideen benutze ich Evernote, „mein virtuelles Gedächnis“. Evernote ist kosenlos, die Bentzeroberfläche und das iPhone App sind ganz schick und jep, die Cloud funktioniert einwandfrei. Außerdem habe ich Kategorien, Daten (von Datum) und kann die Notizen wie wild hin und her schieben. Achja, und ich mag der Evernote Elefanten, ist mir sympatisch :)

    Zum Schreiben benutze ich schlicht und einfach Word. Hauptsächlich wegen der Rechtschreibprüfung, die tut was sie soll. Byword hört sich auch gut an, bin momentan leider an Windows gebunden. Behalte ich aber im Hinterkopf!

    Gruß
    Vladislav

  7. Hey Vladislav, danke für deinen Kommentar 😉

    Du wirst lachen, ich benutze Evernote auch, jedoch für andere Sachen. Der von mir im Artikel geschilderte Workflow funktioniert nur für’s Bloggen. In nvALT habe ich also nur Blog-Notizen. Den Rest behalte ich in Evernote. Vor allem für alles Bildergebundene ist Evernote der Hammer durch die OCR-Spielerei. Macht den Text im Bild durchsuchbar. Hilft beim Aufbau eines papierlosen Büros.

    Ich benutze Evernote außerdem auch als Bookmarking-Dienst. Ist halt schon en Stück weit ne eierlegende Wollmilchsau. Was mir daran nicht gefällt sind eigentlich immer die Interfaces. Es funktioniert alles, aber schick geht anders. Außerdem hat mein 3GS mit Evernote ganz schön zu kämpfen. Mal schnell aufmachen is nicht, dauert alles ewig. Die mobilen Apps finde ich teils auch sehr umständlich von der Handhabung.

    Wie dem auch sei… 😀

    Rechtschreibprüfung haste übrigens beim Mac eigentlich in allen Programmen, sogar in diesem Kommentarfeld im Chrome. Das is schon ziemlich cool.

    Viele Grüße,
    Enno

  8. ich selber mache auch alles über den wp editor. nur habe ich anfangs viele fehler eingebaut. aus unwissenhait habe ich viele befehle nicht eingefügt, welches der wp editor auch nicht erkennt.
    nun bin ich schlauer, anfängern empfehle ich aber einen freien editor

    beste grüße

    daniel

  9. Hi Enno,

    keine Ursache! 😉

    Wieso benutzt du dann Evernote nicht auch fürs bloggen?

    Ich benutze fürs bookmarken Zootools, ist auch ganz nett. Was für Vorteile hat Evernote zum Bookmarken?

    Die Evernote App hat beim Starten ne kleine Ladezeit, aber das ist verkaftbar.

    Gruß
    Vladislav

  10. Warum kein Evernote für’s Bloggen?
    Kein Markdown-Support, nicht besonders geeignet für ablenkungsfreies Schreiben, generell eher hässlich und vor allem: lange Startzeit. Letzteres ist auf dem Mac verkraftbar. Eh ich aber auf dem iPhone mal die Notiz offen habe, die ich gerade brauche, sind ein Großteil der Ideen schon wieder verflogen =/

    Besondere Vorteile hat Evernote als Bookmarking-Dienst nicht zwingend. Halt der Web Clipper als Browser-Extension. Für mich funktionierts an dieser Stelle. Beim Bookmarken bin ich weniger anspruchsvoll, kommt auch nicht soooo oft vor.

    Viele Grüße,
    Enno

  11. Clouds gehört zwar aus meiner Sicht die Zukunft, heute sind sie aber noch zu limitiert, um wirklich von großem Stellenwert zu sein. Aber überallverfügbare Notizen, das ist auf jeden Fall ein Argument für eine Cloud. Für mich die erste Anwendung, die ich konsequent nutze, sehr empfehlenswert.

  12. @Valentin: ich bin von dieser Methode der Notizsynchronisierung auch ziemlich begeistert. Und auf dem Gebeit des Cloud-Computing werden wir vermutlich noch einiges erleben, da gebe ich dir Recht.

    Übrigens habe ich tatsächlich eine Serie angefangen, die vermitteln soll, wie genau das Skript funktioniert, das den Blog-Post automatisch hochlädt: Interessenten klicken hier :)

  13. Hi Enno,

    mein Kommentar kommt ein wenig spät, aber besser spät als nie 😀

    Ah ich verstehe, sind Punkte, die ich nachvollziehen kann.

    Den Web Clipper habe ich schon öfters gesehen, mir aber generell den Bookmarking-Dienst noch nicht angeschaut, werd‘ ich mal machen!

    Gruß
    Vladislav

  14. Ich habe aufgegeben meine Ideen aufzuschreiben. Meist kommen mehr Ideen als Artikel zu stande. Daher versuche ich wenn ich Zeit habe, gleich die Idee zu verfassen.

    Beste Grüße,
    Alex

  15. Hey Alex,

    aber genau für Leute wie dich ist dieses System doch wie gemacht. Schnell Idee notieren, wenn sie in den Sinn kommt, später drum kümmern. Dann bist du auch nicht damit beschäftigt, dir krampfhaft den Tag über die Idee wieder in den Kopf zu rufen, um abends – wenn du Zeit hast – einen Artikel dazu zu schreiben.

    In dem Moment wo du resignierst und beschließt nur noch Ideen umzusetzen, wenn du gerade Zeit dafür hast, stehst du vor folgendem Problem: du gehst davon aus, dass deine besten Ideen dann kommen, wenn du Zeit hast. Und du wärst der Erste, den ich kenne, bei dem das so wäre 😉

    Viele Grüße,
    Enno

  16. Hallo,
    Das mit den Ideen ist schon so ’ne Sache, die sind in der Tat schneller wieder weg als einem lieb ist. Da ich, wenn ich mal grob schätze, was das Bloggen betrifft ungefähr 60% über’s iPhone mache, nutze ich die folgenden Tools:
    Office2 für iPhone; ideal im seine Ideen festzuhalten und zu sortieren. Man kann somit auch mal im Urlaub ohne Internetzugang weiter an Entwürfen arbeiten und Artikel redigieren.
    Dropbox: auf jeden Fall und sowieso in Office2 einsetzbar. So hat man seine Entwürfe auf allen Geräten.
    Camera+ für iPhone: Wenn schnell mal ein Foto aufgenommen und weiterverarbeitet werden soll, was aber eher weniger der Fall ist.
    Wordpress nutze ich eher auf dem Laptop, obwohl ich die mobile Version auf dem iPhone installiert habe. Mobil sind da zu viele Funktionen und man hat sich schnell in Sachen verrannt die man eigentlich nicht beabsichtigt hatte.
    So hat das Artikelschreiben alles in allem bei mir bisher immer ganz gut geklappt!

    Mein persönlicher kleiner Tipp was die globale Planung des Blogs betrifft:
    Mindmeister für iPhone, iPad und Laptop kombiniert mit der Cloud finde ich immer noch unschlagbar. Man kann in der Gratisversion bis zu 3 Mindmaps erstellen, was mir bis dato auch immer gereicht hat!

    Viel Spass weiterhin und frohes Artikelschreiben!!!

  17. Sehr, sehr geiler Artikel. Danke. Warum mir Google Alerts den erst heute ausgegeben hat… keine Ahnung.

    Aber meine Vorgehensweise ist sehr ähnlich. Auf meinem Handy, wie auf meinem iPad ist die Dropbox drauf und Geistesblitze gehen sofort drauf und hoch in den Äther.

    Vor allem nach und während dem Joggen habe ich die meisten Ideen. Da ich das mittlerweile auch weiß, ist mein Handy, mein Player und ich quake dann da mit Siri einfach drauf los.

    Dann hoch damit ins Netz.

    Da ist sowieso sehr, sehr viel Schreibe, weil ich eben ein Werbetexter bin, habe ich mir angewöhnt Pages zu vergrößern. Heißt: Ich blende den gesamten Desktop aus und kann mich dann voll auf das Geschriebene konzentrieren.

    Wenn ich aber in einer Direct Mail zum Angebot und zum C2A komme, mache ich meisten sehr druckvolle Musik an. Metallica, oder auch Dubstep. Etwas was sehr energiegeladen ist.

    Leider ist meine Arbeit so voll von Geschreibe, dass ich mich kaum angemessen auf meinen Blog konzentrieren kann, was natürlich eine dicke Ausrede ist:)

    An der Orga mangelt es mir diesbezüglich immer noch. Aber ich hab meinen Blog lieb und ich mag es für mich und andere zu schreiben. Deshalb gebe ich nicht auf.

    Ich werde mich noch schaffen zu planen. YEAH!

  18. @Mario: stelle mir grad vor, wie du neben mir im Park vorbei joggst und währenddessen Siri mit Werbetexten anbrüllst :’D

    Ansonsten scheint dein System ja für dich ziemlich gut zu funktionieren, was eh das Wichtigste ist 😉

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