07.05.12

Man glaubt gar nicht, wie viele Links im Laufe der Zeit „sterben“. Bis man es mal wirklich prüft, was viele nicht tun. Hatte ich bisher auch nicht. Allerdings ist das ein wichtiger Punkt wenn man eine Website erfolgreich betreiben will. Außer, man steht nicht auf Rankings und Besucher 😉

Tote Links sorgen für das Sterben von Rankings

Auch wer sich nicht so mit dem Thema SEO beschäftigt sollte dennoch ein paar Spielregeln beachte, sollte man mit seiner Website halbwegs in den Rankings vertreten sein wollen. Es gibt ja sehr viele Blogger, bei denen das Wort SEO irgendwie eher negativ eingestuft ist. Ist zwar unverständlich, aber dennoch ist es leider so. Und trotzdem will man viele Leser, gute Rankings, usw.

Auch ich habe was diesen Blog hier betrifft nicht wirklich viel im Bereich SEO gemacht. Nicht das ich es nicht wollte oder könnte – Nur war es so das ich die Zeit die ich hatte eher genutzt habe um Artikel zu schreiben. Aber was bringen mir die Artikel wenn sie keiner oder wenige lesen. Und genau in diesem Sinne sollte man sich immer Mal wieder die Zeit nehmen und ein paar Dinge voranbringen oder überprüfen. Unter anderem der meiner Meinung nach wichtige Faktor „Broken Links“ – Also Links (extern sowie intern) die ins Leere bzw. auf eine (404-)Fehlerseite führen.

Denn sammeln sich mal viele davon (und das ist mehr als natürlich), dann zeigt euch Google irgendwann den Mittelfinger. Und das will ja niemand, ist man doch gewissermaßen vom Suchmaschinen-Monopolist abhängig.

Fakt ist: Viele und qualitativ hochwertige Links sind nicht nur ein wichtiger Faktor fürs Ranking – sondern umgekehrt sind tote Links ein Faktor für sterbende Rankings. Nur leider werden letzteren in den meisten Fällen nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Vielleicht wurde mir das nun zum Verhängnis.

Mein Blog ist angeschossen

Wie viele von euch vielleicht mitbekommen haben (vor Allen die, die sich intensiv mit SEO beschäftigen), hat Google in den letzten Wochen und Monaten mehrere Updates ausgerollt. Manche wurden dabei überrollt. Zu Recht? Zu Unrecht? Irgendwie kann man das pauschal nicht sagen. In Falle meines Blogs denke ich zu Unrecht – aber was weiß ich schon wie Tante Google denkt 😛 Fakt ist aber, mein Blog ist schon seit Anfang des Jahres immer weiter nach untern gerutscht, was Ende letzter Woche den Tiefpunkt erreichte:

Nun ist es aus finanzieller Seite her nicht weiter tragisch. bohncore.de ist zwar ein Hauptprojekt was meine Aufmerksamkeit anbelangt, aber nicht in finanzieller Hinsicht. Aber trotzdem steckt der Kopf erst Mal tief im Sand wenn man sich fast zwei Jahre sehr viel Mühe gibt und den Blog auf- und ausbaut und man dann direkt eine in die Weichteile bekommt. Aber ich will nicht ausschweifen.

Die Vermutung liegt nahe das diese Entwicklung auch was mit den Updates zu tun hat. Zumindest in sofern, das durch die Updates der Blog auf den Schirm kam und eventuell Umstände nun Wirkung zeigten, die vorher schon da waren. Nun wurde viel über die Updates berichtet. Ein Punkt wurde aber (soweit ich den Überblick habe) nirgends angesprochen: Broken Links. Und wenn es bei mir nicht ohnehin an der Zeit war die Rankings zu verlieren weil mein Blog zu viele davon hatte, dann hat dieser Umstand vielleicht deshalb jetzt Auswirkungen, weil Google solche Kriterien im Sinne der Qualität stärker im Auge hat. Vielleicht……

Broken Links finden und vermeiden

Broken Links mit dem Broken Link Checker ausfindig machen

Wer WordPress im Einsatz hat, hat auch hier wieder tolle Plugins zur Hand, die einem die Arbeit „abnehmen“ oder vielmehr sehr erleichtern. Eines dieser Plugins ist Broken Link Checker, der euch tote Links sucht und auflistet.

Auf Wunsch kann man sich auch regelmäßig via Mail benachrichtigen lassen, sobald tote Links gefunden werden.
Feine Sache also. Zudem kann man in den Optionen des Plugin alles sauber konfigurieren. Man hat es also selbst in der Hand ob das Plugin alle x Stunden Links prüft oder ob ihr es einfach immer mal wieder manuell macht.

Mit dem Broken Link Checker hat man also eine bequeme und zuverlässige Methode um tote Links aufzuspüren und diese zu ändern oder zu entfernen. Denn es befinden sich unter den toten Links sehr sehr oft Trackbacks, dessen verlinkte Seite nicht mehr existiert. Und das manuell ausfindig zu machen wird bei zunehmender Artikel-Anzahl unmöglich 😉

Man kann bei der Übersicht der Links (siehe oben) bequem auswählen was man damit machen möchte:

  • URL bearbeiten
  • Link erneut prüfen
  • Feste Umleitung definieren
  • Als nicht fehlerhaft markieren
  • Link aufheben (löschen)
  • oder gleich die Quelle in den Papierkorb pfeffern 😉

Tote Links vermeiden

Wie oben geschrieben handelt es sich bei der Mehrzahl der toten Links um Trackbacks, die automatisch (oder nach Freigabe) unter dem Artikel stehen. Es hilft aber auch, wenn man selbst schon keine Böcke in den Artikel haut. Um sich trotzdem warnen zu lassen, falls das mal passieren sollte, gibt es ein nettes kleines Plugin namens Save Post – Check Links von Sergej Müller. Da ich es hier schon vorgestellt habe nur noch mal kurz:

Das Plugin pingt beim speichern oder publizieren des Artikels alle gesetzten Links an und prüft sie somit auf Erreichbarkeit. Sollte ihr euch nun vertippt haben, bekommt ihr auch die entsprechende Meldung das mit dem Link was nicht stimmt:

Save Post - Check Links

Kann ich nur empfehlen.

Tote Links ohne WordPress finden

Wer kein WordPress im Einsatz hat, wird die oben genannten Plugins leider nicht nutzen können. Aber dafür gibt es 2 Webtools die ich auch schon genutzt habe:

Xenulink

Xenulink hatte ich mal getestet als ich noch Windows nutzte, denn dafür ist das Tool gemacht. Zwar kann man das natürlich auch über Umwege unter Mac nutzen, aber auf solche Kreuzungen steh ich nicht 😛
Das Tool checkt alle defekten Links einer Website. Diese Lassen sich wiederum nach verschiedenen Kriterien sortieren.

Bildquelle: Xenu’s Link Sleuth 

Dead Link Checker

Wer es lieber online haben möchte, kann sich den Dead Link Checker von backlinktools.com mal anschauen. Hat bei mir nicht alle Links gefunden (wobei ich auch nicht weis ob der Broken Link Checker alle gefunden hat), aber nah dran und schnell bedient. Dauert unter Umständen je nach Website ein paar Minütchen, aber das ist bei den anderen Tools nicht anders 😉

Fazit

Tote Links sorgen für sterbende Rankings. Das Kriterium ist für Google schon immer ein wichtiger Faktor gewesen, aber wenige kümmerten sich drum. Vor Allem wenn man sich vielleicht nicht so mit SEO beschäftigt und dementsprechend auch nicht weiß dass das negativen Einfluss auf das Ranking nehmen kann.

Ob es bei mir so war, kann ich noch nicht sagen. Auch nicht, ob es mit einem der kürzlich ausgerollten Updates zu tun hatte. Das war nur eine Vermutung. Vielleicht war das auch nur Zufall, ich kann dazu keine belegten Aussagen machen, werde aber nach dem fixen der Links ein Antrag auf erneute Überprüfung bei Google einreichen. Denn ich bin mir sonst keiner Schuld bewusst. Das muss aber nicht heißen das nicht ein Problem besteht, sondern nur das ich es bisher noch nicht gefunden habe. Es gibt zwar noch 2-3 Vermutungen, aber da es hier um Links geht, möchte ich nicht noch weiter abschweifen. Das kommt evtl. mal in einem Extra-Artikel. Vielleicht gibt es ja aber den ein oder anderen, dem ähnliches widerfahren ist und evtl. auch ein Link-Friedhof vorfindet 😛

33 Kommentare für “Broken Links finden und vermeiden – dann mag dich auch Google”

  1. Für Mac sei noch „integrity“ empfohlen.
    Kostet nix, findet schnell alle toten Links und erzeugt auf Wunsch sogar noch Google Sitemaps beim Crawlen.

  2. Hi Ralf,

    danke für den Tipp mit dem Broken Link Checker PLugin für WordPress, das kannte ich bisher noch nicht. Habe meinen Blog sonst immer in regelmäßigen Abständen durch den Check von http://www.dead-link-checker.com/en/ laufen lassen. Via Plugin sicherlich die bequemere Variante. Schau ich mir heute auf jeden Fall noch mal an! :)

  3. Hallo Ralf, danke für den wirklich sehr interessanten Artikel. Wir haben neulich auch einen Blog für die Website http://www.24translate.de eingerichtet. Eines der o.g. Plugin werden wir dann wohl doch mal in WordPress installieren für alle Fälle. Danke für den Tipp 😉 LG, Gabriele

  4. Toller Artikel!

    Ich habe gleich den Dead Link Checker ausprobiert und einige tote Links gefunden!

    Und in den nächsten Tagen werde ich auch das WP-Plugin Broken Link Checker antesten!

  5. Vielen Dank für Deinen ausführlichen Artikel zum Checker, habe mir das Plugin auch gleich mal installiert. Bei der Anzahl der Links kann es ja eine Weile dauern bis der sich durchgewühlt hat. Bin auf mein Ergebnis gespannt.

  6. Alter Schwede, bei dem Abgang ist „Tritt in die Weichteile“ ja total untertrieben. Das grenzt ja an Meuchelmord.

  7. Der Beitrag kommt genau zur richtigen Zeit. Habe schon ewig ein schlechtes Gewissen, was sich in über neun Jahren an toten Links angesammelt hat und habe das Thema immer vor mir her geschoben. Nun will ich es endlich angehen!

  8. Die Google Webmastertools sind auch noch gut geeignet um EXTERNE Tote Links zu finden und die dann ggf. umzuleiten.

  9. Klasse Artikel. Man könnte noch Integrity (gratis) für den MAC nennen und Screaming Frog für MAC/PC (bis 500 Seiten gratis). Die toten Links in Blogs werden i.d.R. nicht beachtet und man kann die ein oder andere Domain sich schnappen.

  10. Super Artikel und noch besserer Tipp zum Plugin – Danke dafür ! :-) „Save Post, Check Links“ habe ich zwar schon länger im Betrieb, aber der Broken Link Checker ist wirklich eine gute Hilfe!

    LG
    Jasmina

  11. Werd das WordPress Plugin gleich mal ausprobieren. Da mich auch der Penguin erwischt hat, versucht man ja so manches, um sein Ranking wieder auf Vordermann zu bringen. Evtl. hilft es ja auch die Broken Links sauber zu halten.

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. :)

  12. @bohn Was mich an Broken Link Checker sehr stört ist die Tatsache, daß es den Blog fast in die Knie zwingt. Es ist ein unglaublich performancefressendes Ungeheuer. Ich wieß nicht, ob es das nur beim ersten Mal ist, aber ich hatte es wieder deaktiviert weil dann mit dem Blog plötzlich nichts mehr ging. Und besonders schnell ist es ja auch nicht. Das sucht dann da ganz gemütlich vor sich hin, liest interessiert die Posts, klickt sich Kaffee trinkend durchs Internet und dann – irgendwann – spuckt es mal hunderte Meldungen aus.
    Vielleicht sollte man es besser erstmal in Zeiten laufen lassen, wenn keine Besucher zu erwarten sind.
    Wollte ich nur mal am Rande anmerken. :)
    Gruß, Max

  13. @Martin – Integry getestet und für gut befunden 😉 vielen Dank für den Tipp!

    @Karsten – ja, eine ätzende Arbeit die man gerne vor sich herschiebt oder gar (mit Absicht) aus den Augen verliert 😛

    @Adrian – stimmt, ich glaub ich sah beim Tippen vor laute Wald die Bäume nicht mehr 😛

    @Max – jop. Deswegen auch im Artikel der Hinweis das man alles selbst bestimmen kann. Im Notfall kannste auch einfach alle paar Wochen das Plugin aktivieren, laufen lassen, verbessern und wieder deaktivieren 😉

  14. Über welches Tool hast du dir das mit Google auswerten lassen? oder sind das die Besucher von Google?

    Grüße, Vincent

  15. @Vincent – Das ist der Verlauf des Sistrix Sichtbarkeitsindex. Also die Sichtbarkeit in den Rankings.

    Hab übrigens deine URL im Kommentar gelöscht. War ein Broken Link 😉

  16. Danke für den schönen Beitrag. Ich bin schon lange der Meinung, dass Dead Links das Ranking negativ beeinflussen können. Denke mal es geht in Richtung „Aktualität“ und „Pflege“ der Webseite. Kann mir gut vorstellen, dass Faktoren in die Richtung von Google bestimmt werden. Übrigens: Kleiner Tippfehler. Du hast geschrieben „Dead Link Checker von backlinktools.com“ – die Domain heist aber backlinktest.com…
    Viele Grüsse

  17. Die „toten“ Links habe ich bei mir ziemlich vernachlässigt obwohl einige in den Webmastertools angezeigt wurden. Danke für die Plugintipps, die werde ich gleich mal testen.

  18. Danke für den Plugin Tipp. Wie ist das aber mit den eigenen 404 Fehlermeldungen. Kann man da auch etwas machen?

  19. Hey Ralf,

    danke für den tollen Post. Du hast mich jetzt veranlasst auf meinem frischen Blog nach Broken Link zu suchen und – siehe da – es haben sich sogar welche eingeschlichen. Danke auch für diesen kleinen Anstupser! :)

    Ich kann auch noch Check My Links (Chrome Extension) empfehlen. Das Tool checkt alle Links auf der Seite und färbt diese eben grün oder rot. Kannst dir ja mal anschauen und gegebenenfalls in die Liste oben mit aufnehmen. Ich find’s schlank, schnell und optisch ganz schick: http://bit.ly/JyH0lX

    Gruß
    Vladislav

  20. Ich bin heute auch durch den TagSeoBlog über diesen Blogpost gestolpert. Vorallem das WordPress Plugin ist gut, ich habe es jetzt auch für meinen Blog auf http://wissenslager.de eingerichtet. Den DeadLinkChecker von Backlinktest.com finde ich nicht soo gut, der hat bei mir nur 2 URLs geprüft (warum auch immer). Aber ein ganz wichtiges Tool hast du dabei nicht genannt, die Google Webmaster Tools liefern ebenfalls sehr zuverlässige Informationen über kaputte Links (bzw. eigene 404 Error Seiten). Sogar mit der Information von welcher Seite darauf verlinkt wird.

    Also ich würde sagen für WordPress Blogs ist die Kombination von dem Plugin + Webmastertools sehr gut.

    Gruß Sarah

  21. Kann mich da einigen der Vorredner nur anschließen: lieber für den Mac Integrity nutzen und Finger weg vom Broken Link Checker…

  22. Der Broken Linkchecker ist wirklich ein sehr gute Methode um „tote Links“ zu finden. Nutze ich manchmal auch. Super Sache sag ich da nur!

  23. Peter Demel

    Ein super Artikel, gerne gelesen und kann wirklich gut anwenden. Danke.

  24. Also, ich finde nicht, dass der Broken Link Checker viel Performance frisst. Habe das Plugin vor ein paar Tagen installiert, und muss sagen, dass es mich durchaus zufrieden stellt.
    Bei einer grösseren Webseite braucht es natürlich seine Zeit, bis der Checker alle Links durch hat. Ein Grund zu heulen ist das aber nicht.

    Das Plugin gehört für mich auf jeden Fall zu den WP Standards für jeden (neuen) Blog.

    Danke an den Author für den guten Artikel 😉

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