03.06.11

Heute möchte ich mal etwas über meine Erfahrungen zur Direktvermarktung berichten. Der Blog ist ja auch dafür da solche Dinge zu testen und anderen meine Erkenntnisse mitzuteilen und da ich nun schon ein paar mal danach gefragt wurde, werde ich dies nun tun.

Sicherlich ist mein Blog nicht unbedingt ein „Big-Player-Beispiel“, aber ich denke einige Tipps kann ich geben. Immerhin gibt es einige, die noch davor stehen ihren Blog in diese Richtung zu vermarkten und denen ist das hoffentlich eine kleine Hilfe. Liegt also alles im Auge des Betrachters und hängt von der eigenen Situation ab. Soviel schon mal vorweg. Dies wird übrigens ein Zweiteiler – Fortsetzung am Montag!

Was ist Direktvermarktung?

Ich denke dazu lassen sich mehrere Definitionen finden, bzw. es gibt sicherlich je nach Bereich eine andere Umschreibung. Im Falle eines Blogs ist die Direktvermarktung wie der Name schon sagt schlichtweg das direkte Vermarkten von Werbefläche, Reviews oder Links. Dabei wickelt man alles direkt mit dem Werbe- /Kooperations-Partner ab.

Vorteile der Direktvermarktung

  • Zusätzliche Einnahmequelle
  • Kalkulierbare Einnahmenquelle mit der man planen kann
  • Kontrolle der Werbung – Man entscheidet selbst welche Art von Werbung geschalten wird
  • Profitabler als Bannernetzwerke in denen niedrige Preise bezahlt werden und noch Zwischenhändler dazukommen die den Preis weiter drücken

Nachteile der Direktvermarktung

  • Man hat natürlich auch etwas Arbeit damit. (Werbepartner suchen, Kommunikation, Verwaltung von Banner und Rechnungen)
  • Man steht in gewisser Weise in der Pflicht. 3 Monate einfach nicht mehr bloggen geht nicht. Dafür bezahlt der Kunde nicht.

Gerade die Kontrolle der Werbung finde ich ein sehr wichtiger Punkt. Somit kann ich steuern was meine Leser zu Gesicht bekommen und das Ganze auch als Empfehlung aussprechen. Dazu aber später mehr. Ein weiterer Punkt den ich nicht unbedingt als Nachteil aufzählen wollte ist der Einstieg. Aller Anfang ist schwer. Man braucht zuerst die richtige Basis und dann auch etwas öffentliches Vertrauen. Google würde es als Trust bezeichnen 😉

Die Direktvermarktung braucht eine solide Basis

Aller Anfang ist es wie gesagt schwer. Wobei schwer schon wieder zu negativ wirkt. Sagen wir mal es braucht Fleiß und gute Arbeit über längeren Zeitraum. Denn ein potentieller Werbekunde bucht sicherlich keine Werbung auf einem Blog mit 5 Beiträgen, der seit einem Monat online ist. Auf der anderen sind aber Besucherzahlen auch nicht an oberster Stelle. Es gibt aber wichtige Eckpunkte, auf die oft Wert gelegt wird:

  • Gibt es regelmäßigen Inhalt?
  • Ist der Inhalt qualitativ hochwertig?
  • Hat das Gesamtkonzept die identische oder weitgehend überschneidende Zielgruppe?
  • Wirbt die Konkurrenz dort?
  • Und natürlich auch Besucherzahlen, „soziale Reichweite“ und Reputation

Meiner Meinung nach, bzw. das ist meine Erfahrung, kommt es aber nicht nur auf die Besucherzahlen an. Sehr wichtig ist eine sichtbare Entwicklung. So habe ich auch schon folgendes zu hören bekommen:“Der Blog entwickelt sich sehr gut und ist auf der Überholspur – Bevor ein andere die Werbefläche hat…“
Alles in allem ist Qualität und und eine gesunde Entwicklung oft ausschlaggebend. Aber klar – Besucherzahlen und im speziellen die der Besucher ausgelösten Page-Impressions sind natürlich ein Richtwert und ein wichtiges Kriterium. Ich hoffe aber plausible ausgedrückt zu haben, das nicht nur diese entscheidend sind. Wieviel Bullshit-Seiten gibt es die trotz minderwertiger Inhalte hohe Besucherzahlen haben?

Fassen wir also zusammen das eine solide Basis ein der wichtigste Punkt für den Beginn der Direktvermarktung ist. Qualität, Entwicklung, Reichweite und Trust – dann kann es los gehen.

Entschuldigung, werben?

Was hilft einem eine solide Basis, wenn keiner weiß das ich Werbeflächen, oder auch honorierte Reviews anbiete? Die Antwort kennt ihr selbst 😉
Man sollte darauf aufmerksam machen, dass man Werbeflächen anbietet. Im speziellen würde ich folgende Maßnahmen empfehlen:

  • Kommunikation via Twitter, Facebook, Xing und Co. (Die Lösung ist manchmal näher als man denkt, dazu aber gleich mehr)
  • Die allseits bekannte „Hier-werben Seite“
  • Xing – Aktiv suchen oder gefunden werden 😉
  • Banner-Dummy
  • Konkurrenz analysieren

Es gibt also einiges, was man aktiv machen kann.

Kommunikation und Kontakte

Erst kürzlich habe ich darüber berichtet, wie wichtig die Kommunikation und das Netzwerken ist. Kontakte aufzubauen ist das A und O im Geschäftsleben und kann in vielerlei Hinsicht profitabel sein. Für mich steht der Austausch, gegenseitige Unterstützung und das soziale im Allgemeinen an erster Stelle. Aber da man sich in der Regel mit Gleichgesinnten austauscht und vernetzt, können und sollen sich natürlich auch wichtige geschäftliche Beziehungen bilden, bei der beide Seite profitieren.

Da wären wir auch schon bei meinen Werbepartnern. Diese sind alle dadurch entstanden, dass ich schon vorher mit ihnen in Kontakt kam und man sich gegenseitig unterstützte oder zusammen arbeitete oder sich einfach nur austauschte. Da natürlich auch die Themen-Überschneidung vorhanden war, war es nur logisch einfach mal in erster Reihe anzuklopfen, denn alle besagten Kollegen haben eines Gemeinsam: Sie haben etwas zu vermarkten das ich persönlich nutze und auch empfehlen kann. Damit sind wir also zurück bei der Geschichte mit der steuerbaren Werbung. Ich sehe die Banner die hier eingeblendet werden nicht als reine Werbung, sondern stehe voll dahinter und spreche im gleichen Atemzug eine Empfehlung dafür aus.

Werbung, im speziellen Banner, können bei Besuchern ja eine gewisse Abneigung zum Vorschein bringen, deshalb ist es auch wichtig, das man nicht für Bullshit wirbt. Ich habe schon einige Anfragen abgelehnt und auf ganz gutes Geld verzichtet weil ich die Produkte einfach nicht empfehlen konnte und kein durchweg positives Bild davon hatte.

Zwischenfazit

Soviel also zum ersten Teil des Artikels. Die Direktvermarktung ist also ein feine Sache, bei der aber ein paar Spielregeln beachtet werden sollten. Wie bei fast Allem gibt es Vor- und Nachteile wobei hier die Vorteile deutlich überwiegen. Für eine erfolgreiche Direktvermarktung braucht es allerdings eine solide Basis die man sich mit Fleiß und Kontinuität selbst erarbeiten muss. Hat man diese geschaffen muss man sich natürlich noch ins Gespräch bringen und selbst aktiv werden. Die Kommunikation im Kreise seiner Kontakte und Partner ist schon mal der erste Schritt.

Im zweiten Teil des Artikels gehe ich noch genauer auf die „Hier-werben-Seite“, Xing und Preise ein. Außerdem gibt es noch ein paar kleine Tipps, bzw. Anregungen. Ich hoffe der erste Teil hat euch gefallen. Über Feedback, auch was ihr euch für Teil 2 vielleicht noch wünscht, würde ich mich freuen 😉

In diesem Sinne schon mal ein schönes Wochenende!

Hier geht es zu TEIL 2

15 Kommentare für “Erfahrungen mit der Direktvermarktung für den Blog (1/2)”

  1. Ui danke Bohn, da freue ich mich nun enorm auf den zweiten Teil der Serie, denn irgendwann gelangt jeder Blogger (oder das hofft man zumindest) an den Punkt sich zu überlegen ob man diese Einnahmeform auch für seinen Blog nutzen soll!
    LG Nathanael

  2. Schöner Artikel zum Thema Direktmarketing. Ich sollte mir auch einmal die Mühe machen und bei einigen Blogs auch Banner durchs Direktmarketing zu verkaufen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil.

    Grüße,
    Martin

  3. Vielen Dank, auf so einen Artikel hatte ich bei dir gehofft, da ich mich mit dem Thema auch langsam mal für meinen Blog beschäftigen möchte.
    Für viele kleinere Blogs ist es sicherlich ziemlich hilfreich so etwas auch von einem Blog zu lesen, der vielleicht noch nicht zu den richtig großen gehört. Bei den „Big-Playern“ sind dann ja schon wieder ganz andere Vorraussetzungen gegeben, wenn man sich z.B. zwischen mehreren Werbepartnern entscheiden kann usw.
    Also noch mal Danke, ich freu mich auf Teil2 :)

  4. Hallo Bohn!

    Es stimmt, die Grundlage zu schaffen ist harte Arbeit und kommt mit der Zeit…

    Kontakte und das aktive Bewerben auf diversen Portalen können da aber sicher auch schon mal ne Menge ausmachen…besonders am Anfang!

    Freue mich schon auf den zweiten Teil am Montag…

    …übrigens finde ich Deine „Hier Werben“ Seite von der Gestaltung her, eines der besten die ich im Internet bis jetzt gefunden habe!

    MfG

    Csaba

  5. Hi Bohn,
    ich lese ja in letzter Zeit vermehrt deine Artikel. Es ist schön zu sehen das jemand mit soviel Leidenschaft sich mit seinem Produkt beschäftigt und es auch aktiv vermarktet ohne nervig zu wirken.

    Freue mich auf Teil 2.

  6. @Bernhard, freut mich zu hören, vor Allem das ich nicht nerve 😛
    Teil 2 ist gerade in Arbeit 😉

  7. Vielen Dank für die Hinweise, die ich in meinen Artikel eingebaut habe (und Dich auch als Quelle verlinke) :-)

  8. Danke für Deinen hilfreichen Artikel. Ich stimme Dir zu, daß bei der Direktvermarktung die Vorzüge definitiv die Nachteile überwiegen. Ein Punkt, der sich allerdings bei mir als ärgerlich herausgestellt hat, sind Zahlungsausfälle von Werbekunden. Leider weiß ich mir keine Lösung, denn auf eine Rechnungsstellung im Voraus wird wohl kein Kunde eingehen. Vielleicht hast Du eine Idee?

    Viele Grüße,
    Josef

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