12.04.11

Gestern hab ich auf der Couch mal kurz Blick in meine Twitter-Timeline geworfen und hab einen guten englischen Artikel vom Search Engine Journal entdeckt. Vielmehr hat ihn Karl entdeckt und freundlicherweise getwittert. Es ging um 11 Wege, wie man sich bei Bloggern bedanken kann.

Bisher habe ich noch nie auf Basis eines englischen Artikels einen eigenen Artikel verfasst. Das liegt daran, das ich selten englische Artikel komplett lese, weil mein Englisch nicht gerade gut ist um einen Fachartikel flüssig zu lesen und genau zu verstehen. Klar, man kann auch übersetzen, aber da bleibt noch das Problem mit dem flüssigen Lesen 😉 Heute will ich aber den besagten Artikel aufgreifen und die 11 Punkte mit meinen, deutschen, Worten wiedergeben.

Kommen wir aber noch kurz darauf zu sprechen warum man einem Blogger eigentlich danken sollte.

Wer sich nun also wirklich fragt, warum zum Teufel man sich bei einem Blogger bedanken sollte, sollte sich mal folgende Fragen stellen:

  • Wie oft hat mir ein Blogartikel in irgend einer Art und Weise geholfen ein Thema zu verstehen?
  • Wie oft hat mir ein Blogartikel in irgend einer Art und Weise geholfen ein kompliziertes Problem zu lösen?
  • Wie oft hat mir ein Blogartikel Freude bereitet und mich unterhalten?
  • Wie oft hat mir ein Blogartikel Inspiration und Anregungen für eigene Projekte gegeben?
  • Wie viel Zeit muss der Blogger dahinter wohl schon in diese Artikel gesteckt haben?
  • Wie viel Zeit ging alleine für die Ideensuche und das Recherchieren drauf?
  • Wie viel Zeit hat der Blogger wohl schon für die Optimierung der Usability und Funktionalität „geopfert“?
  • Wie viel Geld hat der Blogger schon auf den Tisch gelegt um sich Produkte für einen Test zu kaufen?
  • Wie viele Fragen muss ich eigentlich noch aufzählen, damit auch der letzte versteht, das man sich auch mal bedanken kann und sollte?

Ok, kommen wir nun aber zu den 11 Wegen, sich bei einem Blogger zu bedanken:

11 Wege um sich bei einem Blogger zu bedanken

  1. Teile die Links/Artikel auf Facebook, Twitter und anderen SocialMedia-Diensten
    Man ist eigentlich doch nur einen simplen Klick davon entfernt, dem Blogger was Gutes zu tun. Einmal „geliked“ oder den Artikel über Twitter empfohlen und man ist schon ein Dankeschön losgeworden und hat den Blogger unterstützt. Eigentlich schon das Mindeste, was man bei einem guten Artikel tun kann, oder nicht?
  2. Kommentiere den Artikel
    Viele Blogger kommentieren nicht. Nicht unbedingt weil sie den Artikel nicht gut finden, sondern eher aus Zeit- und Motivationsgründen. Immerhin ist ein simples „Toller Artikel“ manchmal auch irgendwie blöd, aber ein längeres Kommentar, das zu dem noch genauer auf den Artikel eingeht kostet dann schon etwas Zeit und eigentlich warten da noch 88 andere Artikel im Feed-Reader.Allerdings sollte man sich gerade wenn man selbst bloggt überlegen, wie viel Wert ein sinnvolles Kommentar für den Schreiberling haben kann. Ich persönlich freue mich echt über jedes einzelne Kommentar und Kommentare sind auch ein Faktor, wenn es um die Motivation geht, regelmäßig Artikel zu schreiben, die auch teilweise wirklich zeitintensiv sind.
    Ich selbst nehme mich da aber nicht aus, denn auch ich könnte mehr kommentieren. Bei mir ist es dann oft der Zeitfaktor, der mich dann daran hindert. Aber ich hab mich nach einem „Kommentier-Tief“ auch schon gebessert.
  3. Verlinke den Blogger und/oder den Artikel
    Ich habe ja erst letzte Woche über das Thema Verlinkung geschrieben. Deshalb hier nur kurz: Quellenangaben sind das Mindeste und die Nennung von Inspirations-Quellen und Links zu weiterführenden Information das Sahnehäubchen. Das hat teilweise einfach auch was mit Respekt und fairness zu tun.
  4. Sende dein Feedback
    Eine weitere Möglichkeit wäre das Senden von Feedback. Ein Blogger hat nur 2 Augen und meistens ein Gehirn. Deshalb ist es für einen Blogger immer Hilfreich, wenn man auch die Meinungen und Ansichten der Leser kennt. Eine nette Mail dazu und im Besten Falle haben alle was davon 😉
  5. Versende den Artikel-Link via Email
    Es gibt natürlich auch Leute, die nicht soooo in der Blogosphäre unterwegs sind, keinen Twitter/Facebook-Account haben und eben keine 100 Feed-Abos durcharbeiten. Aber das heißt nicht, das diese Leute kein Interesse an den Themen haben. Deswegen kann es auch mal ganz nett und hilfreich sein, einfach einen Link zum Artikel via Mail zu versenden, wenn man der Meinung ist, der Gegenüber hat einen Nutzen davon.
  6. Newsletter und/oder RSS-Feed abonnieren
    Ok, hier gehört natürlich mehr dazu, als nur ein guter Artikel oder der erste flüchtige Besuch auf dem Blog. Aber kann man immer wieder gute Artikel für sich entdecken, ist es auch für den Blogger eine Bestätigung, wenn sein Feed, oder sein Newsletter abonniert wird.
  7. Artikel der Offline-Welt empfehlen
    Wie jetzt, offline? Ja – es soll auch Menschen geben, die Abseits des Internets noch ein Leben führen. Ich kenne keinen, solls aber geben 😛
    Spaß beiseite: Genau wie die, die weder bei Twitter & Co. aktiv sind, noch wissen was ein RSS-Feed ist, gibt es auch solche, die generell nur wenig oder gar nichts mit Blogs zu tun haben. Aber auch hier gibt es genug, die trotzdem Interesse an bestimmten Themen haben. Hier kann man einfach mal in der Offline-Welt auf einen Blog aufmerksam machen. Wer weiß, vielleicht findet der Herr, oder die Dame dann erst den Weg in die Blogosphäre und schaut sich dort öfters um. Denn eines ist sicher: Viele wissen noch gar nicht was ein Blog ist und wie viel Mehrwert und Nutzen man aus meiste ehrlichen Artikeln ziehen kann.
  8. Artikel bei Bookmark-Portalen speichern
    Altbacken, aber immer noch eine Hilfe für den Blogger – Das Speichern eines bzw. mehrerer Artikel bei Bookmark-Portalen.
  9. Den Blogger zu einem Offline-Event einladen
    Bei euch findet ein Seminar oder eine sonstige Veranstaltung statt, die ihr sogar organisiert. Einer der Blogger, die ihr regelmäßig liest kommt aus der Nähe?
    Na dann ladet ihn doch einfach ein. Auch wenn er vielleicht gar keine Zeit hat, oder auch keine Lust. Dankbar wird der Blogger sicherlich sein und es auch als Dank und Wertschätzung empfinden, wenn er eine solche Einladung erhält.
  10. Beauftrage den Blogger
    Der Blogger schreibt über ein Fachgebiet, in dem er auch Dienstleistungen anbietet? Klasse, würdigt sein Arbeit und beauftragt ihn, wenn ihr einen guten Eindruck habt.
  11. Erfülle dem Blogger einen Wunsch
    In Deutschland sieht man es eigentlich eher weniger: Die Wunschlisten der Blogger. Für die, die sich darunter nichts vorstellen können: Es gibt Blogger, die eine persönliche Wunschliste online stellen, in der dann z.B. Bücher oder andere Produkte stehen, die man gerne mal besitzen oder auch nur antesten möchte. Nun kann man, um beim Thema Bücher zu bleiben, dem Blogger auch mal ein Buch kaufen, das er sich wünscht. Evtl- hat man selbst ja schon 10 auf Grund eines Reviews gekauft, die man sonst nie entdeckt hätte. Aber wie gesagt, im deutschsprachigen Raum ist diese Variante nicht sehr verbreitet. Oder ich übersehe das dauernd. Ich lass mich gerne belehren 😉

Dies als0 11 Wege sich bei einem Blogger zu bedanken. Bedenkt auch, dass solche Dinge wie der „liken“ und „retweeten“ für den Blogger nicht nur an sich eine nette Geste ist, sondern es auch einen Nutzen haben kann, wenn es um die Suchmaschinen geht. Immerhin beziehen die Suchmaschinen seit einer Weile auch SocialMedia Aktivitäten in Ihre Bewertung mit ein.

Und nun noch 2 Punkte die mir gerade während dem Schreiben noch eingefallen sind:

  • Danke-Seite
    Eine Danke-Seite ist auch eine tolle Sache. Hat euch jemand uneigennützig geholfen oder hat euch jemand schon x Male mit geilen Artikeln gefüttert. Nehmt ihn in eine Dankesliste mit auf.
  • Sponsoring
    Dieser Punkt gilt eher Für Firmen, bzw. die Anbieter und Hersteller von Produkte. Eine häufig genutzte Artikel-Art ist das Review eines Produkte. Letztlich kann ein, oder mehrere, Artikel zu einem Produkt eine super Werbung für den Hersteller sein (wenn das Produkt was taugt). Aber auch wenn Fehler aufgedeckt werden oder Anregungen gegeben werden, kann es für den betreffenden Hersteller ein Mehrwert sein. Es gibt eine neue Version oder Variante eines Produktes? Na dann lasst dem Blogger doch ein Produkt zukommen. Er wird es danken und es kommt meistens zu einer win-win Situation.

So, genug jetzt 😛 Jetzt seid ihr dran: Wie seht ihr das Thema? Habt ihr vielleicht andere Vorschläge, wie man sich bei Bloggern bedanken könnte, wenn diese es sich verdient haben?

19 Kommentare für “11+2 Wege um sich bei Bloggern zu bedanken”

  1. Schöne Zusammenfassung, die mich – wie bei Dir gewohnt – schon wieder inspiriert. Auch hier wieder ein Danke :-)

    Das Mit den Wunschlisten ist tragisch. Und wenn ich bei einem Blogger mal eine finde, stehen dort meistens nur hochpreisige Artikel. Entwerder hat der Blogger sonst keine Wünsche oder ihm wurden die preislich etwas niedrigeren Artikel bereits geschenkt. Aber je nach Blog bin ich auch gerne bereit, ein gutes Buch zu spendieren. Wenn ich die Möglichkeit dazu erhalte… 😉

    Liebe Grüße
    Alex

  2. Hey Ralf, schön zusammengefasst. Ich nutze in der Regel die Methoden 1,2, 6 und 8. Wenns passt gibts natürlich auch (Nr.3) einen Blogartikel mit Link, aber dafür schreibe ich momentan viel zu wenig.

    So! 1,2 und 6 sind erledigt. Jetzt kommt noch Nummer 8, ein gepflegtes Lesezeichen bei Mister-Wong :)

    LG Piet

  3. @Alex, freut mich, dass dir die Artikel Inspiration geben 😀 Soll das ein Angebot sein, mit der Wunschliste? 😛

    @Piet, danke dir für 1,2,6 und auch für die 8. Das wird jetzt die neue Code-Sprache in der Bloggosphäre, falls die 140 Twitter-Zeichen mal nicht reichen 😛

  4. Das mit dem „Erfülle dem Blogger einen Wunsch“ ist garkeine Schlechte Idee, und im eigentlichen Sinn um einiges Besser als Art der Bestätigung und Anerkennung als z.b ein Kommentar unter dem Beitrag 😉 Die Dankes Liste werde ich zu 100% selbst übernehmen, sobald die Zeit gekommen ist…

    Grüße
    Timo

  5. das mit den Wunschlisten kannte ich gar nicht 😀
    Nunja, es schafft eh nicht alles über den Teich, Webringe haben damals hier auch nie so richtig Fuß gefasst.

  6. Das mit der Danke-Seite für andere Blogger ist eine schöne Idee. Ich habe eh das Gefühl, das Blogger untereinander die Arbeit schon wertschätzen, schwierig wird es bei einem Thema, welches sich eher an Laien richtet, und mit dem man sich viel Mühe gibt.

    Dort sind dann eben (wenn vorhanden) die Werbeeinnahmen der Dank.

  7. Ein schöner Artikel… schätze ebenfalls vor allem Kommentare, die von Lesern hinterlassen werden. Dann merkt der Autor gleich, dass der Artikel was wert ist :-)

  8. …und so schnell nimmt dein Artikel seinen Lauf. Durch einen Twitternutzer, dem wir folgen, wurde ich auf deinen Beitrag aufmerksam und habe ihn prompt retweeted. Wir nutzen momentan auch paper.li, darüber lassen sich übersichtlich auch einige interessante Artikel retweeten…

  9. Ich kommentiere mal den Artikel, weil ich ihn gut finde. Aber nur kurz aus Zeit- und Motivationsgründen.
    Ich hoffe, du nimmst mir die Anspielung nicht krumm ^^ vg Sabby

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