19.11.10

Diese Woche wird beim Webmaster-Friday gefragt: Wie viel Social Media braucht ein Blog? Interessantes Thema, zu dem ich gerne meinen Senf abgeben möchte.

Wie viel Social Media braucht ein Blog?

Ich denke jeder Blogger hat das Bedürfnis sich mitzuteilen. Aber dazu gehören eben auch die, denen man sich mitteilt – Die Leser.

Also unabhängig davon, was man mitteilen will, braucht man Menschen die diese Blogbeiträge wahrnehmen, lesen und bestenfalls kommentieren und/oder diskutieren. Alleine das ist in meinen Augen doch schon Social Media. Letztendlich ist ein Blog doch ein Medium, das durch das Mitwirken der Leser eben auch den sozialen Part aufgreift.

Doch damit aus dem Medium „Weblog“ auch ein soziales Medium wird, braucht man erst mal Leser. Und wie bekommt man die nach dem Start eines Blogs am schnellsten?  Klar – über Zeitungsannoncen! NEIN, eben nicht. Sondern über andere soziale Medien – andere Blogs, Twitter, Facebook, usw…

Damit wären wir also bei den Social-Media-Plattformen, die mit dem Blog zusammen genutzt werden können.

Wichtige Social-Media-Plattformen

  • Twitter
    Fangen wir bei Twitter an. Twitter ist gewisser Maßen ein Micro-Blog. Man teilt alle möglichen Dinge mit der Großen weiten Welt. Egal ob private Dinge, interessante Links, Meinungen, Empfehlungen, Glückwünsche, oder die eigenen Artikel – Man teilt wichtige und unwichtige Dinge mit Menschen, die Interesse daran haben.Ich stufe Twitter mal als die wichtigste Plattform ein. Nirgends sonst bekommt man so schnell Kontakt mit anderen Bloggern. Nirgends sonst kann man seine eigenen Beiträge so schnell an den Mann bringen und nirgends sonst kommt man wiederum auf andere interessante Artikel, auf die man so vielleicht nie gekommen wäre.
  • VZ-Netzwerke und Facebook
    Waren noch vor einem Jahr die VZ-Netzwerke DIE Plattform, auf der alle Freunde Leute zusammenkamen, so ist dies nun Facebook. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die VZ-Netzwerke um StudiVZ und MeinVZ früher oder später Geschichte sind. Nun ist auch in Deutschland Facebook der Platzhirsch.Anders wie auf Twitter geht es bei Facebook eigentlich eher um die Verbindung von Freunden Leuten. Man schreibt keine 140-Zeichen Messages und gut, sondern man teilt Informationen, man zeigt was einem gefällt, man zeigt sich selbst und macht sich greifbar. Manchmal zu greifbar.

    Zu greifbar? Naja, wer kennt nicht diese Partyfotos, die man eigentlich nicht mal selbst sehen sollte oder Statusupdates, die bei weitem nicht die Menschen erreichen sollten, die sie letztlich erreichen. Facebook hat zwar Privatsphären-Einstellungen – aber diese muss man erst mal finden und richtig einrichten.

    Ihr merkt, Facebook zählt zwar zu den wichtigsten Plattformen, mir persönlich geht Facebook aber aufn Kecks. Ich lasse meine Tweets automatisch bei Facebook anzeigen und spare mir den Gang zu Facebook. Dort bin ich dann, wenn ich per Mail eine Benachrichtigung bekomme, das irgendwas los sei 😉

  • Facebook-Seiten
    Ich habe hier die Facebook-Seiten bewusst von der eigentlichen Plattform getrennt. Denn bei den Facebook-Seiten geht es wieder mehr um geschäftliches bzw. kommerzielles. Diese Seiten werden also von Unternehmen, Blogs, usw. angelegt um das eigene Projekt bzw. die eigenen Firma zu bewerben.
  • XING
    XING ist von Grund auf für geschäftliche Zwecke gedacht. Ok, in den Gruppen, denen man beitreten kann, sieht das manchmal auch wieder anders aus. Aber wer dort seine Partybilder reinstellt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen, um es mal überspitzt darzustellen.Ich finde XING an sich echt klasse und es tut im Prinzip was es soll. Es vernetzt Geschäftskontakte, lässt die einfache Pflege zu Kunden zu, sofern diese Firmenkunden sind und man kann sich als „Business-Man“ vorstellen und präsentieren.

    Und im Gegensatz zu Facebook, kann man XING auch bedienen. Bei Facebook muss man erst ein Studium zum „Facebook-Account-Manager“ machen, sonst ist man lediglich der „Master of Desaster“

Weitere Netzwerke?

Also ich würde Videoplattformen wie z.B. YouTube noch dazuzählen, sollte man auch Videos, Filme oder Screencasts anbieten. Die meisten anderen sind eigentlich ein netter Versuch die genannten zu kopieren. Meiner Meinung nach also Überflüssig, denn ein Tag hat nur 24 Stunden. Die sind allerdings schon um wenn man entweder Twitter richtig nutzt oder versucht Facebook zu verstehen bzw. den Umgang damit zu erlernen 😉

Wie wichtig ist nun Social Media für den Blog?

Sehr wichtig und das möchte ich einfach gerne an dem Beispiel meines Blogs wiedergeben.

Ich hab am 12.September mit bohncore beim Standpunkt null angefangen. Da ich vorher schon einen anderen Twitter-Account hatte und auch schon mit anderen Blogs und Portalen meine Erfahrungen sammeln konnte, wusste ich also in welche Richtung es gehen sollte.

Mit bohncore schuf ich also mein persönliches soziales Netzwerk und das zu den Themen, die mir täglich begegnen und die mich interessieren (wichtiger Punkt). Und nun die Gründe warum Social Media so wichtig für zumindest meinen Blog ist:

  • Ich habe Kontakt zu vielen super Menschen geknüpft.
  • Ich habe Kontakt zu einigen Gleichgesinnten.
  • Ich habe Kontakte die sich gegenseitig helfen und unterstützen.
  • Ich habe Kontakte, mit denen man kommunizieren und diskutieren kann.
  • Ich habe Kontakte, mit denen der Alltag einfach Laune macht.
  • Ich habe schon kleinere Aufträge gewinnen können.
  • Diese tollen Kontakte haben schon fast 400 Kommentare auf meinem Blog hinterlassen.
  • Fast 600 eindeutige Besucher im ersten (halben) Monat.
  • Fast 1100 eindeutige Besucher im zweiten Monat.
  • Der dritte Monat wird auch wieder ein Erfolg werden.
  • Es ist im Großen und Ganzen ein Geben und Nehmen.
  • Es ist eine tolle Sache.
  • Es ist SOCIAL-MEDIA

Was ich noch eine tolle Sache finde: Man wird auf Artikel, Tipps, Plugins oder Tools aufmerksam, auf die man sonst nie gekommen wäre. Nach manchen Dingen würde man nie suchen, dann aber kommt ein Hinweis auf Twitter, der einem (z.B. im Falle von Tipps und Tools) das Leben erleichtert.

Mit den verschiedenen Social-Media-Plattformen sind auch Sachen möglich, die man sonst nicht für möglich gehalten hätte. Hier das Beispiel von Soeren, der in 36 Stunden ganze 3000€ an Spenden zusammengetrommelt hat, die für einen guten Zweck waren. So sozial können diese Medien also sein 😉

Solltet ihr auf all diese Punkte verzichten wollen, dann ist Social Media aber nichts für euch 😉
Was meint ihr dazu?

2 Kommentare für “Wo fängt Social Media an und wie wichtig ist es für einen Blog?”

  1. Hallo

    Ein sehr guter Artikel und Hut ab wenn du in so kurzer Zeit so viele Besucher auf Deinem Blog hast.
    Zum Artikel selber wie wichtig sind die Social Medien in meine Augen sehr wichtig den über keine andere Form kann man so schnell Leser auf seine Seiten bekommen wie über Twitter Facebook und Co.
    Und wenn man heute ein Internet Business betreibt dann kan man sich vor diesen Medien überhaubt nicht verschliesen. Die Masse der Menschen findet es einfach gut sich zu vernetzten und Freunde zu gewinnen.
    Würde es nicht funktionieren dann wäre facebook nie das geworden was es heute ist das größte Netzwerk im Internet.
    LG
    Roland Egger

  2. Ja da hast du Recht. Wobei es ja nicht nur im die Leser geht die man gewinnen kann, sondern auch um die Kontakte die man knüpft. Das ist einfach klasse!

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